BREAKING: Tesla akzeptiert Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel

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E-Autobauer Tesla wird Bitcoin ab sofort nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren, wie Tesla-CEO Elon Musk gestern Abend in einem Tweet bekannt gab. Ein Schock für die Krypto-Community, die den Schritt zum großen Teil nicht nachvollziehen kann.

Wegen Umweltsorgen: Tesla wendet sich gegen Bitcoin

Musk darüber, warum Tesla künftig keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren wird:

„Tesla hat Fahrzeugkäufe mit Bitcoin ausgesetzt. Wir sind besorgt über die schnell zunehmende Nutzung fossiler Brennstoffe für Bitcoin-Mining und -Transaktionen, insbesondere Kohle, die die schlimmsten Emissionen aller Brennstoffe hat.“

Kryptowährung sei „auf vielen Ebenen eine gute Idee“, so Musk, der ihnen eine „vielversprechende Zukunft“ bescheinigt. Aber, so der Unternehmer: Das dürfte nicht zu Lasten der Umwelt passieren.

Die Folge:

„Tesla wird keinen Bitcoin verkaufen und wir beabsichtigen, ihn für Transaktionen zu nutzen, sobald das Mining auf nachhaltigere Energie umgestellt wird. Wir schauen uns auch andere Kryptowährungen an, die <1% der Energie/Transaktion von Bitcoin verbrauchen.“

Hintergrund: Bitcoin nutzt den sogenannten „Proof of Work“-Konsensmechanismus zur Abwicklung der Transaktionen und um das Netzwerk zu sichern. Hierbei lösen Miner komplexe kryptographische Puzzles – und wem dies als erstes gelingt, der erhält eine kleine Menge Bitcoins. Miner greifen hierfür auf leistungsstarke Rechner zurück – und je leistungsstärker, desto größer auch die verbrauchte Menge Strom.

Wie groß Bitcoins Energieverbrauch wirklich ist, daran scheiden sich allerdings die Geister. Auch Analysen zum Thema kommen mitunter zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen.

Krypto-Community äußert sich kritisch

Viele bekannte Persönlichkeiten der Krypto-Community können Musks Entscheidung offenbar nicht nachvollziehen und äußern sich kritisch.

MicroStrategy-CEO Michael Saylor beispielsweise schreibt Musk:

„Ironisch, weil keine inkrementelle Energie in einer #bitcoin Transaktion verwendet wird. Die Energie wird verwendet, um das Krypto-Asset-Netzwerk zu sichern, und die Nettoauswirkung auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe wird im Laufe der Zeit negativ sein, alles in allem.“

„Die Welt braucht gesundes Geld“

„The Bitcoin Standard“-Autor Dr. Saifedean Ammous äußert sich ebenfalls kritisch. Seiner Ansicht nach misst Musk mit zweierlei Maß, wenn er Umweltsorgen bei Bitcoin äußert:

„Wenn Sie nicht auch Ihre Raketen und Batterieherstellung auf “nachhaltigere Energie” umgestellt haben, werden Sie hier wie ein ahnungsloser großer Heuchler aussehen. Die Welt braucht gesundes Geld weit mehr als sie Ihre Raketen und staatlich subventionierten Elektroautos braucht.“

Laut Bitcoin-Bulle Anthony „Pomp“ Pompliano sei der Energie-Vorwurf schon mehrfach wiederlegt worden. Demnach nutzen 75% aller Miner erneuerbare Energien:

„Elon… dir ist klar, dass 75% der Miner erneuerbare Energie nutzen, oder?

Diese Energiegeschichte bereits mehrfach wiederlegt worden.“

Der Bitcoin-Kurs ging nach Musks Tweet in die Knie: Rund 10% musste BTC in den letzten 24 Stunden verlorengeben. Es bleibt aber abzuwarten, wie es nun mit Tesla und Bitcoin weitergeht. Musk schreibt selbst, dass man Bitcoin wieder für Transaktionen nutzen werde, sobald sich die Energie-Bilanz gebessert hat.

Zuletzt aktualisiert am 13. Mai 2021

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Jannis GrunewaldExperte für Kryptowährungen

Jannis Grunewald schreibt seit mehr als acht Jahren über Kryptowährungen und Technologie-Trends. Erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen ist er 2015 als Inhaber einer Digitalagentur; mittlerweile gibt's für ihn kaum einen Tag ohne BTC, ETH und Co. Ob technische Analyse, Krypto-Trading, NFTs oder Web 3.0 – Jannis besitzt ein breites Fachwissen über moderne Finanz- und Wirtschaftsthemen, setzt dies auch entsprechend ein: Er führt Interviews mit bekannten Persönlichkeiten der Krypto-Branche, kommentiert Entwicklungen, schreibt Prognosen, News und Analysen. Der gefragte Autor ist hervorragend in der Szene vernetzt, zudem regelmäßiger Gast auf Krypto- und Blockchain-Konferenzen weltweit. Sie finden Jannis' Publikationen in führenden Fachmagazinen – beispielsweise auf Finanzen.net, Cryptonews.com, Kryptoszene oder Business2Community.

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