Koreas Finanzaufsichtsbehörde fordert Mitarbeiter auf, Krypto-Bestände offenzulegen

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Eun-Sung-soo, der Vorsitzender der südkoreanischen Financial Services Commission, ruft seine Mitarbeiter dazu auf, ihre Krypto-Bestände offen zu legen. Er befürchtet, die Mitarbeiter könnten ihr Insider-Wissen nutzen, um mithilfe von Kryptowährungen Geld zu machen.

Gegen Korruption

Laut einem Bericht der Korea Times haben die Mitarbeiter des Financial Services Commission (FSC) von Südkorea bis zum 7. Mai Zeit, ihre Bestände an Kryptowährungen offenzulegen. Der Vorsitzende der Behörde will damit Manipulationsversuche unterbinden. In erster Linie geht es dabei um Mitarbeiter, die direkt an neuen Gesetzen und Richtlinien in Bezug auf Kryptowährungen arbeiten. Hinzu kommen Arbeiternehmer im öffentlichen Dienst, welche Untersuchungen in Sachen Kryptowährungen, Krypto-Börsen und Blockchain-Technologien anstellen. Diese sollen ihre Bestände an Coins und Tokens ebenfalls offenlegen.

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Ein Grund dafür könnte ein Skandal aus dem letzten Jahr sein. Mehrere Mitarbeiter des „Land and Housing Corp“ (LH), welche dem Landesministerium untersteht, mussten sich im September 2020 verantworten, nachdem sie dabei erwischt wurden, wie sie ihre Insider-Informationen nutzten, um sich selbst zu bereichern. Zum Beispiel kaufte ein leitender Beamter ein Stück Land von 2.600 Quadratmetern Größe für 4 Milliarden Won (Knapp 3 Millionen Euro).

Dabei wusste er, dass demnächst die U-Bahn-Station in der Nähe ausgebaut würde, was sich positiv auf den Preis des Grundstücks auswirken würde. Abgesehen davon werden gerade 46 weitere Mitarbeiter verfolgt, die Land im Wert von 17.870.000 Euro gekauft haben.

Volle Transparenz ist schwierig

Während es bei Aktien und anderen traditionellen Assets bereits strikte Regeln gibt, die für Beamte gelten, deren Arbeit im Zusammenhang mit solchen Anlagen steht, gibt es solche Regeln für Kryptowährungen bislang nicht. Manche FSC-Beamte dürfen nicht einmal mit Wertpapieren handeln.

Dass FSC-Beamte bereits melden müssen, wenn sie in Kryptowährungen investieren und erst gar nicht auf der Basis von Insider-Informationen solche Investitionen tätigen dürfen, geht dem Vorsitzenden der Behörde nicht weit genug. Weiterhin sind diese Vorschriften nicht bindend und die Strafen für Zuwiderhandlungen fallen eher gering aus. Nicht nur dass, laut Seong-soo müssen ab dem September alle Exchanges in Südkorea die Vorschriften der Behörde einhalten.

Zuletzt aktualisiert am 27. April 2021

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MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.