Von $850.000 auf $76 Millionen: So viel verdient Finnland an beschlagnahmten Bitcoins

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Die finnische Zollbehörde Tulli bereitet aktuell den Verkauf von Bitcoins im Wert von 75 Millionen Dollar vor. Die Coins wurden bereits 2016 beschlagnahmt – damals waren die 2.000 BTC noch günstige 850.000 Dollar wert.

Die schlummerten dann einige Jahre in ihren Wallets – und jetzt will die Behörde ihre exakt 1.961 Bitcoins abstoßen. Ursprünglich beschlagnahmt wurde ein Großteil der Bitcoins von einem gesuchten Drogenhändler, dem Darknet-Betreiber Douppikauppa (finnisch für “Dope Store”). Damaliger Wert des BTC-Bestands: 850.000 Dollar.

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Sorge, die Coins könnten an Kriminelle gehen

Douppikauppa soll Berichten zufolge nach einem berüchtigten Interview Berühmtheit erlangt haben. Darin hat er angeblich damit geprahlt, dass ihn die Behörden nie fassen würden, weil sie hilflos seien gegen Nutzer von verschlüsselten Netzwerken wie Tor.

Schlussendlich erwies sich das als Fehleinschätzung – denn seine Bitcoins ist er nun los. Angeblich soll die Zollbehörde bereits 2018 geplant haben, die BTC über eine Auktion zu verkaufen – man sei aber von der Sorge abgehalten worden, die Kryptowährung könnte wieder in den Händen von Kriminellen landen.

Dabei bemüht Pekka Pylkkanen, Direktor der Behörde, leider ein wirklich altes Krypto-Klischee, erklärt:

“Aus unserer Sicht sind die Probleme speziell mit dem Risiko der Geldwäsche verbunden. Die Käufer von [Kryptowährung] verwenden sie selten für normale Unternehmungen.”

Ob das wirklich stimmt? Oder haben die Behörden womöglich den aktuellen Bull-Run bei Bitcoin abgewartet? Denn beim aktuellen Bitcoin-Kurs sind die 2.000 konfiszierten BTC mehr als 76 Millionen Dollar wert.

Erlöse gehen direkt ans Finanzministerium

Es ist Bitcoin vor kurzem sogar gelungen, in die Top-10 der wertvollsten Assets nach Marktkapitalisierung aufzusteigen, wie Ranging-Webseite Assetdash zeigt. Zum Zeitpunkt des Schreibens rangiert BTC dort auf Platz 8 – weit vor Mastercard oder Visa und direkt hinter Facebook und Tesla.

Das Warten hat sich also ungeachtet der Gründe für die finnischen Behörden gelohnt. Die Erlöse für den Bitcoin-Verkauf, der bereits innerhalb der nächsten Wochen stattfinden wird, sollen dann direkt an das finnische Finanzministerium gehen.

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MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.