Nach gescheiterter Übernahme: Elon Musk wirft Twitter Betrug vor – und klagt ebenfalls

Nach gescheiterter Übernahme Elon Musk wirft Twitter Betrug vor, klagt ebenfalls

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Elon Musk und Twitter stehen vor einer weiteren gerichtlichen Auseinandersetzung. Der Milliardär hat eine Gegenklage gegen den Social-Media-Riesen eingereicht. Der hat ihn zuvor wegen der Kündigung des 44-Milliarden-Dollar-Vertrags zur Übernahme der Plattform verklagt.

Musk verklagt Twitter

Tesla-CEO Elon Musk und seine Rechtsbeistände behaupten in einer kürzlich eingereichten Klageschrift, dass Twitter sie über die „Schlüsselkennzahlen“ des Social-Media-Riesen getäuscht und seinen Wert manipuliert habe. Das Ziel: den Milliardär zum Kauf des Unternehmens zu einem überhöhten Preis zu bewegen.

Musk bot Anfang des Jahres an, Twitter zu kaufen – änderte jedoch seine Meinung und versuchte, von der Vereinbarung zurückzutreten. Das soziale Netzwerk sei von einer wesentlich größeren Anzahl von „Spam-Bots“ und gefälschten Konten geplagt als von Twitter angegeben.

In der Klageschrift wird Betrug vorgeworfen. Die von Twitter bei der Börsenaufsichtsbehörde eingereichten Unterlagen seien „weit von der Wahrheit entfernt“. Sie würden „mehrere, erhebliche Falschdarstellungen oder Auslassungen enthalten, die den Wert von Twitter verzerren“.

Elon Musk: Twitter benutzt Bots und lügt über Nutzerzahlen

Twitter behauptet in der Antwort, dass seine SEC-Berichte korrekt seien und dass das Unternehmen „keine falschen Angaben“ gemacht habe, so die Washington Post und das Wall Street Journal.

Musk behauptet, dass Twitter bei der Anzahl der aktiven Nutzer und der Anzahl der Bots lügt und dass seine Betrugsvorwürfe gegen das Unternehmen zu einem sogenannten „negativen Effekt“ beitragen. Der sollte es ihm ermöglichen, vom Vertrag zurückzutreten, wie The Verge berichtet.

Die Behauptung, Musk sei „überlistet“ worden, um die Fusion zu unterzeichnen, ist „so unwahrscheinlich und widersprüchlich zu den Tatsachen, wie sie klingt“, erklärt Twitter. Demnach erfindet Musk angeblich Rechtfertigungen, um aus dem Vertrag auszusteigen, so die Berichte.

Als Teil seiner Klage gegen Elon Musk hat Twitter die Kryptowährungsbörse Binance und über ein Dutzend von Musks Beratern und potenziellen Kreditgebern vorgeladen. Musk hat im Mai bekanntgegeben, dass er sich Investitionen von 18 Firmen gesichert hat, um Twitter zu übernehmen – darunter Binance.

Der „Dogefather“ und sein Einfluss auf die Krypto-Community

Elon Musk, der reichste Mann der Welt, ist ein bekannter Dogecoin-Enthusiast. In einem kürzlichen Auftritt im Full Send Podcast erklärte der selbsternannte „Dogefather“, dass die Blockchain von Dogecoin im Vergleich zu Bitcoin eine deutlich höhere Transaktionskapazität aufweist.

Der Einfluss von Elon Musk auf die Kryptowährungsgemeinschaft wurde darüber hinaus wissenschaftlich nachgewiesen. Laut einer von Dr. Lennart Ante für das Blockchain Research Lab durchgeführten Untersuchung beispielsweise ist der „Musk-Effekt“ real.

Jedes Mal, wenn sich der Milliardär auf Twitter über Dogecoin äußert, steigt der Preis der Kryptowährung an. In der Regel relativ schnell.

Twitter beschreibt Musks Begründung für den Rückzug aus dem Übernahmevertrag als „eine Geschichte, die er sich ausgedacht hat, um aus einem Fusionsvertrag auszusteigen, den er nicht mehr attraktiv fand“.

Der Prozess zwischen Twitter und Elon Musk wird voraussichtlich am 17. Oktober beginnen.

Textnachweis: Bitcoinist

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