Dombrovskis: Die EU braucht einen gemeinsamen Ansatz für die Krypto-Regulierung

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Valdis Dombrovskis – Der EU-Kommisionsvize sagt, dass die Krypto-Regulierung ein Schwerpunkt seiner Arbeit sein wird, wenn er für eine zweite Amtszeit ernannt wird.

Robuste Krypto-Verordnung in der EU

Laut Reuters ist Dombrovskis bereit, den Kurs zu ändern und die Schaffung eines klar definierten Rahmens für Kryptowährungsvorschriften innerhalb der EU zu verfolgen. Bei seinem Auftritt vor dem Europäischen Parlament in Brüssel am Dienstag den 8. Oktober 2019 betonte Dombrovskis die Notwendigkeit eines einheitlichen Systems der Krypto-Regulierung in Europa. Nach Angaben des EU-Finanzkommissars:

Europa braucht einen gemeinsamen Ansatz für Krypto-Assets wie Libra. Ich beabsichtige, neue Rechtsvorschriften zu diesen[Kryptowährungen] vorzuschlagen.

Seit dem Aufkommen der globalen Kryptoindustrie haben mehrere Interessengruppen beklagt, dass die EU den Vorschriften nicht genügend Beachtung schenkt. Die Europäische Kommission hat bei mehreren Gelegenheiten nach einem einheitlichen Krypto-Regulierungskonzept gefordert.

Anfang des Jahres forderte Frankreich die EU auf, einen einheitlichen Rechtsrahmen nach französischem Vorbild zu schaffen. Einige Kommentatoren sagen, dass ein gemeinsamer Ansatz in der gesamten EU die Entstehung von Regulierungsarbitrage innerhalb von Europa verhindern wird.

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Für Dombrovskis sollten sich die Kryptowährungsvorschriften auf die Anti-Geldwäsche (AML) und den Schutz der Finanzstabilität der Region konzentrieren. Als Teil seiner Ansprache an die EU-Gesetzgeber schlug Dombrovskis die Idee vor, ein EU-Organ zu ermächtigen, mit Kryptowährungsvorschriften umzugehen.

Angst vor Facebook´s Libra

Die veränderte Haltung von Dombrovskis ist Teil eines sich entwickelnden Trends innerhalb der EU, der wohl durch das Aufkommen des Kryptointeresses durch Facebook noch verstärkt wurde. Seit der Veröffentlichung des Libra-Whitepapers haben die Diskussionen um Krypto-Projekte an Intensität gewonnen.

Dombrovskis ging sogar auf das Thema Libra explizit ein und nannte es eine Bedrohung für die Finanzstabilität Europas. Wie andere europäische Libra-Kritiker kommt die Angst des EU-Kommissars von der massiven Nutzerzahl von Facebook und den Auswirkungen, die das Libra-Projekt auf die Euro-Hegemonie haben könnte.

Anfang Oktober forderte Nigel Green, CEO der deVere Group, die EU auf, die Einführung einer eigenen Kryptowährung in Betracht zu ziehen. Green sagte, die EU könne in Erwägung ziehen, dem Beispiel Chinas oder Projekte wie Libra zu folgen, da diese die Kontrolle über die Geldpolitik in Europa an sich reißen.

Textnachweis: bitcoinist

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