Ethereum völlig überlastet, Gebühren auf Rekord-Niveau – so verändert DeFi das ETH-Ökosystem

Das Ethereum-Netzwerk steht unter immensem Druck, um die beträchtliche Nachfrage nach seinem Blockraum zu bewältigen – die Nutzer interagieren mit Smart Contracts, und DEXs und AMMs leiten massives Transaktionsvolumen an das Netzwerk.

Dies hat zu hohen Gebühren geführt – Gebühren, die es in dieser Höhe noch nie gegeben hat. Diese Kosten haben das Kapital der Investoren auf andere Ebenen gelenkt, wobei die Debatten darüber zunehmen, welcher „Ethereum-Killer“ einen beträchtlichen Anteil des Marktes erobern könnte.

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Ein interessanter Trend, den der DeFi-Wahnsinn für Ethereum geschaffen hat – zusätzlich zu den himmelhohen Gebühren – ist eine Migration von ETH-Token weg von zentralisierten Börsen und hin zu Smart Contracts.

Daten zeigen, dass inzwischen mehr ETH-Token in Smart Contracts gehalten werden als in zentralisierten Börsen.

Dies könnte ein gutes Zeichen für den Ethereum-Preis sein, da diese Tokens dadurch weniger leicht tradebar werden, was wiederum eine gewisse Stabilität bewirken könnte.

Überlastung des Ethereum-Netzes durch DeFi-Trend auf Rekord-Niveau

Das DeFi-Ökosystem ist fast ausschließlich auf Ethereum aufgebaut und treibt die Nachfrage in der Blockchain durch viele verschiedene Facetten an.

Benutzer, die Token erwerben möchten, verwenden dazu AMMs und DEXs, wobei jede Umwandlung sowohl eine Genehmigung als auch einen tatsächlichen Tausch erfordert. Das allein ist schon eine gewisse Belastung für die Kryptowährung.

Der Trend zum Yield Farming hat dies noch verschlimmert, da Investoren ihre Token in Smart Contracts und Liquiditätspools einbinden, um Renditen auf ihr Kapital zu erzielen.

Die Analyseplattform Santiment kommentiert in einem Tweet, dass die derzeitige Überlastung des Ethereum-Netzwerks die höchste ist, die es je gegeben hat.

„Die ETH-Gasgebühren sind in den letzten Monaten deutlich in die Höhe geschnellt, da DeFi-Lösungen und ‚Yield Farming‘-Plattformen stark an Popularität gewonnen haben. Das Ethereum-Netzwerk war noch NIE zuvor mit einer so drastischen Überlastung konfrontiert.“

Während der Hauptaktivitätszeiten auf der Plattform müssen die Nutzer oft Gas im Wert von über 60 Dollar bezahlen, um ihre Transaktionen zeitnah abwickeln zu können.

Das ETH-Angebot verlagert sich weitgehend weg von zentralisierten Börsen und hin zu Smart Contracts

Hohe Gebühren und Netzüberlastung sind nicht die einzigen Auswirkungen von DeFi auf Ethereum.

Daten zufolge ist auch der Anteil an ETH, der an zentralisierten Börsen gehalten wird, in letzter Zeit drastisch zurückgegangen – wobei der größte Teil davon in Smart Contracts verlagert wurde.

Glassnode, eine Analysefirma, die sich auf On-Chain-Daten konzentriert, hat vor kurzem einen Chart vorgelegt, nach dem fast 16 Prozent des Ethereum-Supplys jetzt in Smart Contracts gehalten werden, während 11,5 Prozent an zentralisierten Börsen lagern.

Textnachweis: Cryptoslate

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