ETH-Gebühren verhindern Wachstum: Brechen die hohen Kosten Ethereum das Genick?

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Nicht nur Bitcoin, auch der Ethereum-Preis nimmt Kurs aufs Allzeithoch. Jetzt zeigt sich allerdings ein Problem, das viele bislang nur bei Bitcoin vermutet hätten: Je weiter Ethereum im Preis steigt, desto teurer werden auch die Gebühren für die Nutzung (die heißen bei ETH „Gas“).

Investoren, die ihre Coins lediglich hodln, also in einem Wallet lagern, ohne sie zu verwenden, können Gebühren, die gleichzeitig mit dem Preis steigen, relativ egal sein. Trades, DeFi oder NFT-Portale werden allerdings mehr oder weniger unrentabel in der Nutzung – beziehungsweise unverschämt teuer.

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Viele sehen die extremen Gas-Kosten als kritisches Problem für Ethereum, das behoben werden muss. Viele Investoren fragen sich: Brechen die hohen Kosten Ethereum womöglich das Genick?

Top-Trader Josh Rager beispielsweise klagt auf Twitter sein Leid über die immensen Ausgaben. Er schreibt:

„Anscheinend habe ich dieses Jahr $125k an Gasgebühren beim aktuellen $ETH-Preis ausgegeben. Wenn Ethereum $5k erreicht, wird mir das den Magen umdrehen.“

Der Trader hat also zu aktuellen Preisen 125.000 Dollar in ETH an Gebühren bezahlt – doch da davon auszugehen ist, dass Ethereum im Wert steigt, erhöht sich auch der Gegenwert der ausgegebenen Gebühren. Und sobald Ethereum 5.000 Dollar erreicht hat, summiert sich das auf mehr als 500.000 Dollar – nur für Gebühren. Da kann einem schon mal schwindelig werden.

Andere Trader und Analysten sehen in den aus dem Ruder gelaufenen Gebühren ebenfalls eine Bedrohung für das Ethereum-Ökosystem – oder sogar für die breitere Kryptosphäre, da viele Entwicklungen und Innovationen auf Ethereum aufbauen. MasterChangz etwa schreibt:

“Wir werden keinen Zustrom von 100m neuen Investoren bekommen, die nur $100 einwerfen & noch $50 pro Trade in Gasgebühren ausgeben. $ETH muss so schnell wie möglich ausgemerzt werden, @VitalikButerin ist nicht daran interessiert, kritische Fehler zu beheben.”

Ist EIP-1559 die Lösung?

Einem Verbesserungsvorschlag für Ethereum (EIP-1559) zufolge ist das derzeitige Blockchain-Transaktionsmodell „ineffizient und unnötig teuer“. Die Entwickler sind sich des Gebühren-Problems also durchaus bewusst.

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin selbst hat den Vorschlag gemeinsam mit anderen Entwicklern verfasst. Er sieht vor, zur Kostensenkung eine „Marktrate” oder sogar einen Pauschalpreis für Ethereum-Transaktionen einzuführen.

Gleichzeitig soll dann mit jeder gesendeten Transaktion auch eine geringe Menge ETH vernichtet werden („verbrannt“) – so würde der Gesamtvorrat reduziert und der Wert jedes einzelnen Tokens gesteigert werden. Es bleibt aber abzuwarten, ob und wie die Verbesserung implementiert wird.

Übrigens: Gestern wurden Synthetix Network Tokens im Wert von über $1 Milliarde über das Ethereum-Netzwerk transferiert – für eine Gebühr von lediglich $7.54, wie Blockchain-Explorer Etherscan anzeigt. Bei der Menge an bewegten Token fast schon ein Schnäppchen.

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MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.