Kein Bull-Run mehr für Ethereum? Krypto-Guru spricht von „katastrophalen Verlusten“

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Er galt jahrelang als einer der wichtigsten Bitcoin-Befürworter, auch über Ethereum hat er bereit ein Buch geschrieben. Jetzt äußert sich Krypto-Autor, Dozent und Bitcoin-Guru Andreas Antonopoulos allerdings überraschend bearish über Ethereum.

Antonopoulos: Ethereum hat zu viele Anwendungsfälle

In einem neuen Interview erklärt der Computerwissenschaftler: Im Gegensatz zu Bitcoin habe Ethereum zu viele mögliche Anwendungsfälle – man wisse gar nicht genau, was nun passieren wird. Und das habe einen Preis:

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“Der Preis ist, dass, damit das System in der Lage ist, sich zu entwickeln, müssen Sie viel schneller Iteration haben. Sie werden viele Male auf diesem Weg stolpern. Sie werden einige spektakuläre und katastrophale Verluste haben. Es ist sogar – es ist der Wilde Westen des Wilden Westens.“

Ethereum sei „sehr komplementär“, so Antonopoulos. Ethereum könne die „weiten Bereiche der Innovation erforschen, in die sich Bitcoin nicht wagen will oder nicht wagen sollte“, weil sie seine Hauptfunktion untergraben würden.

Ethereum könne zu viele verschiedene Dinge, erklärt Antonopoulos – und das verwirre den Markt. Die Zukunft von Ethereum sei deshalb „viel unsicherer“ als die von Bitcoin.

„Weil Ethereums Anwendungsfälle so viel offener sind, weil es eine programmierbare Blockchain mit so vielen verschiedenen Möglichkeiten ist, neigt man dazu, ein Schleudertrauma zu bekommen, wenn man versucht, darauf zu achten, was das aktuelle Modell dessen ist, was Ethereum im Moment verfolgt.“

2017 seien es ICOs gewesen, dann Token, dann dezentrales Finanzwesen, jetzt NFTs, also nicht-fungible Token. Im Prinzip sei es von allem ein bisschen.

Und das, so Antonopoulos, könne „verwirrend sein“ und eher so wirken, als wüsste man gar nicht, was nun die Innovation der zweitplatzierten Kryptowährung sei.

Schlussendlich bleibt Antonopoulos aber optimistisch und sieht auch in Ethereums Wildwüchsen etwas Positives. Man müsse sowohl das Gute als auch das Schlechte der „ungehinderten Innovation“ annehmen. Der Analyst:

„Das Gute ist, dass wir jetzt das größte Maß an Innovation in der Kryptographie, in verteilten Systemen und in Finanzdienstleistungen erleben, das wir in den letzten 300, 400 Jahren gesehen haben.“

Genau dieses Maß an Innovation ist es allerdings, was viele neue Dienstleistungen und Angebote rund um Ethereum hervorbringt. Auch wenn der Anwendungsfall von Ethereum langfristig noch nicht eindeutig feststeht: Mittelfristig sagen zahlreiche Experten der Kryptowährung Nummer 2 massive Gewinne voraus – etwa Vollzeit-Trader Michaël van de Poppe, der den ETH Kurs in diesem Zyklus auf bis zu 17.500 Dollar steigen sieht.

 

Zuletzt aktualisiert am 3. März 2021

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MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.