Verdächtige Aktivitäten: Krypto-Börse Binance wird von US-Behörden untersucht

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Die nach Volumen weltgrößte Krypto-Börse Binance wird von US-Behörden untersucht. Die Frage ist: Hat die Börse unberechtigterweise US-Trader bestimmte Aktivitäten auf der Plattform durchführen lassen?

Hintergrund: Binance soll amerikanischen Tradern bestimmte Trading-Aktivitäten erlaubt haben, die gegen US-Vorschriften verstoßen. Aufgrund der US-Gesetze hat Binance vor einiger Zeit sogar einen speziellen US-Ableger seiner Börse gestartet, der mit US-Vorschriften konform ist – Binance.us. Zu der auch in Deutschland gängigen Webseite Binance.com erhalten US-Bürger hingegen keinen Zugang.

Binance-CEO bezeichnet Vorgang als „FUD“

Zum Vorfall: Binance ist zwar nicht bei der „US Commodity Trading Futures Commission“ (CTFC) registriert, allerdings reguliert die CTFC den Kauf und Verkauf von Derivaten in den Vereinigten Staaten. Kryptowährungen wie Bitcoin sind laut CTFC ebenfalls Waren.

Die logische Konsequenz: Die CTFC versteht sich als verantwortlich für die Regulierung dieser Vermögenswerte. Nun wird geprüft, ob Binance das Derivate-Trading für US-Bürger doch erlaubt hat, ohne die CTFC darüber zu informieren.

Binance-CEO Changpeng Zhao reagiert in einem Tweet auf die Vorfälle und kommentiert:

„Es ist kein Bullenmarkt ohne etwas FUD.”

Michael Saylor hält Regulierung für kritischen Faktor

Seit Jahren hält sich die Diskussion innerhalb der Krypto-Community: Regulierung – Fluch oder Segen für die Krypto-Industrie?

Während manch eingeschworener Cypherpunk schon die kleinste KYC-Maßnahme kritisch betrachtet, halten viele Branchenbeobachter ein zuverlässiges regulatorisches Rahmenwerk für wichtig, damit die Krypto-Industrie nachhaltig wachsen kann.

Michael Saylor beispielsweise, Bitcoin-Bulle und CEO des börsennotierten Business-Intelligence-Unternehmens MicroStrategy, sagt: Bitcoin profitiert durch strenge Regulierung. Denn die einhergehende Rechtssicherheit erlaube es großen Unternehmen, Bitcoin zu kaufen, ohne rechtliche Nachteile oder Komplikationen befürchten zu müssen.

Saylor schätzt, dass es innerhalb der nächsten zwei Jahre zu einer entsprechenden Regulierung kommen wird. Mit bullishen Folgen für den Bitcoin-Preis: Der Unternehmer vermutet, dass der dann existierende regulatorische Rahmen Investitionen dazu bringen wird, bis zu 100x mehr Kapital in Bitcoin zu investieren.

Saylor:

„Ich denke, dass in den kommenden ein bis zwei Jahren etwas mehr Parität und Präzision erreicht werden wird. Ich denke, das wird der Startschuss für Institutionen sein, 10x, 100x mehr in Bitcoin zu investieren. Also denke ich, dass es gut für die Industrie im Allgemeinen sein wird.“

Auf einen kürzeren Zeitrahmen bezogen sagt Saylor voraus: Die bestehenden institutionellen Akteure werden ihre BTC-Allokation in den kommenden Monaten verdoppeln oder sogar verdreifachen.

Zuletzt aktualisiert am 13. März 2021

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