TransferGo im Test: Gebühren, Geschwindigkeit und Erfahrungen

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Geld ins Ausland zu überweisen, das verbinden die meisten nicht nur mit hohen Gebühren, sondern auch mit komplizierten Formularen. Dabei hat sich in den letzten Jahren einiges auf dem Finanzmarkt getan und die internationalen Überweisungen sind längst nicht mehr so teuer und kompliziert, wie sie es vielleicht mal waren. Mittlerweile gibt es viele Plattformen und Anbieter, die im effektiven Stil internationale Geldüberweisungen anbieten. Auch die Experten von Coincierge haben sich auf die Suche nach den lukrativsten und ausgefallensten Anbietern in diesem Bereich gemacht. Dabei sind wir auf den Anbieter TransferGo gestoßen. TransferGo ist einer der vielen Anbieter im Bereich internationale Überweisungen. Nun möchten wir herausfinden, worin sich TransferGo von anderen Anbietern unterscheidet und welche Besonderheiten das Unternehmen seinen Kunden bieten kann.

Bei unserem TransferGo Test achten wir nicht nur darauf, welche Gebühren für den Service von TransferGo anfallen, sondern auch wie es um die Sicherheit im Hause TransferGo steht. Schließlich möchten die Nutzer nicht nur möglichst günstige internationale Überweisungen tätigen, sondern auch möglichst sichere. Aber auch andere Punkte, wie der Kundenservice oder die Benutzerfreundlichkeit der Plattform stehen bei diesem Test in unserem Fokus. Wir schauen uns auch an, was es mit den TransferGo Erfahrungen auf sich hat. Äußern die Nutzer große Kritik am TransferGo Angebot oder schlägt sich das Unternehmen in den Bewertungen der Nutzer eher gut? Zudem gilt es herauszufinden, wie schnell der Service von TransferGo ist. Kann der Anbieter auch in diesem Bereich punkten, dürfte er die Erwartungen der Kunden erfüllen und einige andere Zahlungsdienstleister im Ranking abhängen.

Wir schauen uns an, ob das internationale Versenden von Geldbeträgen mit TransferGo einfach, unkompliziert, sicher und günstig klappt. Denn in Zeiten von Expats, Auslandsstudenten, Reisenden und genereller Globalisierung sind viele Menschen auf den zuverlässigen Service von Anbietern wie TransferGo angewiesen.

Was gibt es über TransferGo zu berichten?

TransferGo-erfahrungenGegründet wurde das TransferGo Unternehmen im Jahr 2012 von Justinas Lasevičius, Daumantas Dvilinskas, Arnas Lukoševičius und Edvinas Šeršniovas. Später wurde das TransferGo Team um eine weitere Person ergänzt: Den Entwickler Arnas Lukoševičius. Von ihm stammt nicht nur das Design der TransferGo Website, sondern auch das System dahinter. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Canary Wharf in London. Wie viele andere Zahlungsdienstleister in diesem Bereich wird auch TransferGo von der britischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority, FCA) reguliert und von der britischen Finanzaufsichtsbehörde (HMRC) überwacht. Das Ziel der beiden britischen Finanzaufsichtsbehörden ist die Geldwäsche und die Terrorfinanzierung über Dienste wie TransferGo deutlich zu erschweren oder sogar gänzlich zu verhindern.

Ein Jahr nach der Gründung wurde TransferGo als Mitglied von Level39 aufgenommen. Level39 ist ein innovatives Technologieunternehmen und bietet unter anderem technologische Lösungen für den Finanzbereich an. Außerdem ist das Unternehmen Level39 auch Gründungsmitglied von Innovate Finance. Dieses Unternehmen wiederum widmet sich ganz der Aufgabe Großbritannien an die Spitze im Bereich der globalen Zahlungsdienstleister zu bringen. Das Unternehmen TransferGo hat also die beste Unterstützung aus dem britischenFinanzdienstleistungssektor.

Die Geschichte von TransferGo

Im Jahr der Gründung nahm das TransferGo Team neben dem Entwickler der Website auch den Finanzexperten Greg Kidd ins unternehmerische Team auf. Greg Kidd dürfte einigen bereits als Investor des sozialen Nachrichtendienstes Twitter und als Gründer der Dispatch Management Services Corporation bekannt sein. Seine Aufgabe ist es bei TransferGo das Team bei Fragen rund um die Finanzen zu beraten.

transfergo-erfahrungenNoch im selbenen Jahr erhielt TransferGo die Lizenz für kleine Zahlungsinstitute, sodass die internationalen Überweisungen in die EWR Länder problemlos möglich gemacht wurden. Die Bemühungen des TransferGo Teams blieben nicht lange unentdeckt und so wurde das Unternehmen von der dänischen Handelskammer und dem litauischen Nachrichtenportal Delfi zum “2013 Most Innovative Business Talent Award” gekürt und von großen Vergleichswebseiten ins Listing aufgenommen. Auch Investoren zog das Unternehmen an – wie zum Beispiel den litauischen Risikokapitalfonds Practica Seed Capital. In der Phase der Neugründung müssen sich Unternehmen wie TransferGo natürlich auch um die Kundenakquise kümmern. Also rief der Zahlungsdienstleister das Refer-a-Freind-Programm ins Leben, mit dem Kunden bei der Empfehlung von Neukunden Rabatte erhielten.

Im Jahr nach der Gründung ging es ähnlich erfolgreich für TransferGo weiter. Neben der Einführung der Lastschriftkartenzahlung erhielt das Unternehmen auch den silbernen Innovationspreis von HackOsaka in Japan. Zudem hielt der CEO von TransferGo, Daumantas Dvilinskas, auf der internationalen SIBOS Konferenz in Boston eine Rede über “Bank of Ties versus Bank of Facebook”. Dies dürfte dem Unternehmen einen weiteren Bekanntheitsgrad eingebracht haben.

Wie es nach den ersten Gründungsjahren weiterging…

TransferGo ist mittlerweile nicht mehr nur noch in London ansässig, sondern expandierte im Jahr 2017 nach China und Deutschland. Auch in diesen Ländern gibt es also Niederlassungen. Mit etwa einer Million Überweisungen pro Jahr war die Expansion nach China und Deutschland ein logischer Schritt. Zusätzlich ist nun der ehemalige CEO von PayPal EMEA und COO von Barclays, Renier Lemmens, mit von der Partie. Seit dem Jahr 2017 ist Renier Lemmens der neue Präsident des Verwaltungsrates und soll das Unternehmen nach ganz vorne bringen. Mittlerweile bedient TransferGo rund 45 Länder und 22 verschiedene Währungen. Auch eine unternehmenseigene App kann TransferGo aufweisen.

Zu den Ländern, die TransferGo bedient, gehören Finnland, Frankreich, Österreich, Griechenland, Irland, Belgien, Estland, Deutschland, Italien, Malta, Norwegen, die Niederlande, China, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Spanien und das Vereinigte Königreich. Die Website des Unternehmens ist in 7 Sprachen verfügbar: Lettisch, Litauisch, Englisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch und Ukrainisch.

Im Jahr 2018 startete TransferGo eine große Sammlung von Geldern. Die Investoren stellten dem Startup insgesamt 17,6 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

TransferGo und die Kryptowährung Ripple

Ziel des TransferGo Unternehmens ist es die internationalen Sendungen von Geldern nachhaltig zu verbessern. Dazu setzt das Unternehmen nicht nur auf die Kooperation mit Banken und Zahlungsdienstleistern, sondern investiert auch immer wieder in die Entwicklung neuer Technologien. So ist es beispielsweise möglich, dass TransferGo die Echtzeit-Überweisungen zu einem so geringen Kostenfaktor anbieten kann. Bei der Optimierung der Zahlungsmöglichkeiten geht das TransferGo Unternehmen einen Schritt weiter, als viele andere Zahlungsanbieter. TransferGo hat sich mit dem Krypto Netzwerk Ripple zusammengeschlossen, um Echtzeit-Überweisungen nach Indien und nach Europa noch effektiver hinsichtlich der Zeit und den Kosten anzubieten.

Nach eigenen Angaben auf der unternehmenseigenen Homepage hat TransferGo große Ziele: „Schließlich können FinTechs trotz der jüngsten positiven Veränderungen immer noch zu klein sein, um Innovationen voranzutreiben. Das muss sich ändern, denn dieses Jahrzehnt wird wahrscheinlich die größte finanzielle Transformation seit der Entstehung der traditionellen Banken erleben und Wohlstand für Millionen von Menschen rund um den Globus bringen. Der Motor für die Transformation werden neue Markt-Herausforderer sein, die das System Nische für Nische erschüttern und mit den innovativeren etablierten Spielern zusammenarbeiten werden. Historisch gesehen ist unser Leben durch neue große Ideen von kleinen, entschlossenen Teams verändert worden. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass FinTechs keine Ausnahme bleiben.“

Die Gebühren bei TransferGo

Wer das Angebot von TransferGo nutzen möchte, der wird sich früher oder später für die Gebühren interessieren. Vor allem all diejenigen, die regelmäßig größere oder kleinere Beträge ins Ausland versenden möchten, können durch die Wahl eines günstigen Anbieters langfristig sehr viel Geld sparen. Die TransferGo Gebühren sind ganz präsent auf der unternehmenseigenen Homepage zu finden und recht übersichtlich gestaltet. Damit die Nutzer ihr individuelles und optimales Preis-Leistungsverhältnis zusammenstellen können, bietet TransferGo insgesamt drei Preisklassen für die Nutzer an.

Insgesamt sind alle drei Optionen preislich fair und übersichtlich gestaltet. Der Vorteil bei TransferGo ist, dass es keine versteckten Kosten gibt, von denen Die Nutzer dann beim Endpreis überrascht werden. Häufig kennzeichnen die Zahlungsdienstleister ihre Gebühren nicht deutlich, sodass es zu Verwirrungen und bösen Überraschungen kommt. Die Transparenz bei TransferGo sorgt dafür, dass hinsichtlich der Kosten keine Fragen offen bleiben. Auch werden den Kunden alle Kosten noch vor der Bestätigung der internationalen Überweisung aufgelistet und das Unternehmen arbeitet mit Währungsgarantie. Beim Empfänger kommt also genau das an, was der Sender in Auftrag gibt.

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In der ersten Preisklasse liegt der Fokus auf der Option die Kosten möglichst gering zu halten. Daher sind die Lieferoptionen kostenlos, es gibt keine fixe Liefergebühr und die Währungsumrechnung ist ebenfalls kostenfrei. Die Einzahlung per normaler Banküberweisung ist ebenfalls ohne weitere Gebühren versehen. Bei der Überweisung per Debit- oder Kreditkarte entstehen dann aber auch Kosten, schließlich muss sich das Unternehmen auch irgendwie finanzieren. Allerdings sind in diesem Fall die Kosten sehr gering und liegen lediglich bei 0,5 Prozent. Was die Nutzer bei der ersten Preisklasse allerdings nicht erwarten können, ist eine möglichst schnelle Abwicklung der internationalen Überweisung.Bei der zweiten Preisklasse können die Nutzer die Lieferung am nächsten Tag erwarten. Dafür betragen die Liefergebühren allerdings 0,99 GBP und die Kosten für die Währungsumrechnung zwischen 0 und 2,2 Prozent. Ein Vorteil der zweiten Preisklasse ist, dass die Einzahlung per Banküberweisung oder Debit-/Kreditkartenzahlung inklusive, also kostenfrei ist.In der dritten Preisklasse geht es ganz klar um die schnellste Lieferoption. TransferGo bietet den Nutzern hier die Abwicklung der Überweisung innerhalb von einer halben Stunde an. Die Liefergebühren sind da dann allerdings vom zu überweisenden Gesamtbetrag abhängig. Für die Währungsumrechnung fallen wieder 0 bis 2,2 Prozent an und die Einzahlung des Betrags ist inklusive.

Die TransferGo Erfahrungen

Natürlich ist es wichtig, dass die Gebühren möglichst gering gehalten sind, für ausreichend Sicherheit gesorgt ist und die Transfers so schnell, wie eben möglich, ausgeführt werden. Alle drei Punkte scheinen bei TransferGo gegeben zu sein: Günstige, sichere und schnelle internationale Überweisungen. Jetzt ist es noch interessant sich den TransferGo Erfahrungen von Nutzern zu widmen. Denn wie gut das TransferGo System in der Realität funktioniert, ist auf der Grundlage des Angebots noch lange nicht ersichtlich. Es scheint aber fast so, als seien die Kunden, die sich beispielsweise auf Trustpilot zum TransferGo Angebot äußern, überdurchschnittlich zufrieden mit dem TransferGo Service.

Hier und da weisen die Nutzer darauf hin, dass die Autovervollständigung für die Kunden aus Großbritannien nicht immer einwandfrei funktioniert. Auch die Auswahl des Ziellandes dauert aufgrund des Drop-Down-Menüs etwas länger als notwendig.

Alles in allem berichten die Nutzer aber über den vertrauenswürdigen Service von TransferGo, den fairen Preisen und der überaus schnellen Abwicklung der internationalen Überweisungen. Auch berichten die Nutzer, dass die TransferGo Plattform äußerst einfach und intuitiv zu nutzen ist.

Die Sicherheit bei TransferGo

Da TransferGo den britischen Finanzaufsichtsbehörden unterliegt, gelten für das Unternehmen strenge Regeln. Der Zahlungsanbieter ist eine lizenzierte Authorized Payment Institution und bietet den Nutzern institutionellen Schutz für alle Dienste, einschließlich 256-Bit-SSL-Verschlüsselung mit einer 2048-Bit-Signatur.

Die strengen Regulierungen der britischen Finanzaufsichtsbehörde schreiben vor, dass die Kundengelder getrennt von den Unternehmensgeldern gelagert werden müssen. So haben die Kunden auch im Falle einer Insolvenz des Unternehmens noch Zugriff auf ihre Gelder.
Für die Kunden bedeuten die hohen Sicherheitsstandards zum einen eine wahre Erleichterung, zum anderen aber auch ein wenig Mehrarbeit. Denn beim Erstellen eines Accounts bei TransferGo verlangt das Unternehmen nicht nur Kopien von offiziellen Ausweisdokumenten, sondern auch die Bestätigung der Meldeadresse durch offizielle Schreiben, Nebenkostenabrechnungen oder ähnliches. Die Preisgabe dieser Daten in dem Umfang dürfte nicht jedem gefallen, ist aber Teil des Sicherheitspaktes von TransferGo.

Das TransferGo Fazit

transfergoWie bei jedem Zahlungsanbieter gibt es auch bei TransferGo so einige Vorteile, aber nur wenige Nachteile. Vielmehr kann das Unternehmen mit einer ganzen Reihe von überaus lockenden Features punkten. Dazu gehört zum Beispiel das dreigliedrige Preis-Leistungs-System, bei dem sich die Kunden selbst aussuchen können, worauf sie ihren Fokus legen möchten – Schnelligkeit oder niedrige Gebühren. Im Bereich der Gebühren kann TransferGo sich abermals auf die Schulter klopfen, denn die sind nicht nur äußerst übersichtlich und gering gehalten, sondern auch transparent beim Erstellen der Überweisungen einsehbar. Sehr praktisch ist auch, dass die TransferGo Kunden die Überweisungen nicht nur über die unternehmenseigene Homepage abwickeln können, sondern auch über die mobilen Apps für iOS und Android Smartphones und Tablets. Auch hier ist die Benutzerfreundlichkeit hoch, genauso wie bei der Nutzung der Desktop-Version.

Ein kleiner Nachteil bei TransferGo ist, dass lediglich 45 Länder und 22 verschiedene Währungen zum Repertoire des Angebots gehören. Das hört sich vielleicht zunächst nach großartigen Möglichkeiten für die Gestaltung der internationalen Überweisungen an. Im Vergleich zu anderen Zahlungsanbietern liegt TransferGo hier allerdings weiter hinten im Ranking. Andere Anbieter stellen ihren Kunden wesentlich mehr verfügbare Länder und Währungen zur Auswahl.

Dafür kann TransferGo mit hohen Sicherheitsstandards glänzen. Alles in allem also ein Startup mit einer äußerst interessanten Geschichte und einer großen Vision. Wer unter den angebotenen Ländern und Währungen fündig wird, den sollte nichts von der Nutzung des günstigen, sicheren und schnellen Angebots von TransferGo abhalten.

Letztes Update:

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Sophie Neumann

Ich habe nach meiner Ausbildung zur Bankkauffrau in Berlin Informationstechnologie mit Schwerpunkt auf verteilte Systeme studiert. Seit ich 2015 auf das Thema Bitcoin gestoßen bin, lässt mich die Faszination nicht mehr los.

Seit 2017 arbeite ich nebenberuflich als freie Autorin unter anderem für coincierge.de