Xendpay im Test: Gebühren, Geschwindigkeit und Erfahrungen

xendpay-erfahrungen Wir haben den Zahlungsdienstleister Xendpay getestet. In Zeiten der Globalisierung wird es immer wichtiger, sichere und günstige Anbieter für die Abwicklung von internationalen Überweisungen ausfindig zu machen. Und auch Xendpay scheint einer der vielen Zahlungsanbieter zu sein, die länderübergreifende Überweisungen möglich machen. Aber zu welchen Konditionen? Das schauen wir uns genauer an.

Wer regelmäßig Geld ins Ausland überweist, möchte einen möglichst kostengünstigen Anbieter finden. Leider sind die meisten internationalen Überweisungen immer noch mit hohen Kosten und Gebühren verbunden. Langfristig ist es also durchaus sinnvoll einen passenden Anbieter mit ins Boot zu holen. Neben den anfallenden Kosten spielt auch die Sicherheit bei der Auswahl eines Anbieters eine wichtige Rolle. Es nützt schließlich äußerst wenig, wenn die internationale Überweisung günstig ist, aber das Geld einfach nicht ankommt.

Der Anbieter muss also ein Gesamtpaket im Angebot haben. Und wer neben günstigen Kosten und hoher Sicherheit noch ein kleines Extra für seine Kunden bereithalten möchte, der kann sich darum bemühen die internationalen Zahlungen möglichst schnell abzuwickeln. Wie genau es um die Sicherheit, die Kosten und die Geschwindigkeit bei Xendpay steht, schauen wir uns in unserem Xendpay Test näher an. Dabei werten wir auch einige Xendpay Erfahrungen von Nutzern aus, die das Angebot des Zahlungsanbieters bereits getestet haben. Schließlich geben Kundenmeinungen einen ganz guten Einblick in die verschiedenen Bereiche des Angebots.

Das Ziel ist es herauszufinden, ob sich die Nutzung von Xendpay generell lohnt und für wen das Angebot besonders interessant ist. Denn schließlich bietet nicht jeder Anbieter für jeden User das passende Allround-Paket.

Was genau ist Xendpay?

xendpay-erfahrungenXendpay wurde im Jahr 2012 von dem indischen Immigranten Rajesh Agrawal gegründet. Rajesh Agrawal lebte zu dieser Zeit in London und war augenscheinlich auf der Suche nach einem guten Anbieter für internationale Überweisungen. Ganz offensichtlich ist er nicht fündig geworden und ging das Problem dann selbst an, indem er Xendpay gründete. Er ermöglichte nicht nur sich selbst, sondern auch vielen anderen Migranten, Auslandsstudenten, Expats und Reisenden die internationalen Überweisungen auf einfache Weise möglich zu machen.

Nun ist Xendpay keineswegs der einzige Zahlungsanbieter mit dem Ziel Auslandsüberweisungen günstig, sicher und einfach möglich zu machen. Doch wodurch unterscheidet sich Xendpay von den anderen Unternehmen? Durch das „Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“-Zahlungsmodell! Ein interessanter Ansatz, den wir uns gerne genauer ansehen möchten.

Das „Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“-Zahlungsmodell von Xendpay im Detail

Das „Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“-Zahlungsmodell von Xendpay ist sicherlich mit ein Grund, warum viele Nutzer sich für diesen Anbieter entscheiden. Der Ansatz ist interessant und innovativ. Warum also nicht dem Ganzen einen Versuch geben? Beim „Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“-Zahlungsmodell von Xendpay entscheiden die Nutzer bei der Überweisung der ersten 2000 GBP selbst, wie viel sie an Überweisungsgebühren zahlen möchten. Die Nutzer können sich also darauf verlassen, dass sie für ihre ersten internationalen Überweisungen bei Xendpay selbst entscheiden, in welchem Umfang sie eine Gegenleistung für den Service geben möchten.

Das Praktische an der „Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“-Idee von Xendpay ist, dass jeweils die Überweisung der ersten 2000 GBP pro Jahr gemeint sind. Wer Xendpay also mehr als zwölf Monate nutzt, kann sich über eine weitere Einheit „„Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“ freuen.

Die Frage ist nun, ob sich dieses Prinzip überhaupt für das Unternehmen lohnt. Da Xendpay die „Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“-Idee schon einige Zeit anbietet, scheint sich das Zahlungsmodell grundsätzlich nicht nur für die Nutzer, sondern auch für das Angebot zu lohnen. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass Xendpay seinen Nutzern eine zu bezahlende Gebühr vorschlägt. Rund 70% der Nutzer zahlen genau diese Summe und 6% aller Nutzer zahlen sogar mehr als den vorgeschlagenen Betrag.

Was hat Xendpay sonst noch zu bieten?

Xendpay ermöglicht es seinen Nutzern internationale Überweisungen in 178 Zielländer und 48 unterschiedliche Währungen zu tätigen. Die Einzahlungen können die Nutzer über mobile Wallets, Banküberweisungen, Debitkarten, Sofortüberweisung oder Kreditkarte zahlen. Die ankommenden Zahlungen können die Nutzer auch in bar abholen.
Um den Xendpay Service nutzen zu können, müssen sich die User einen Account auf der Xendpay Homepage einrichten. Wer bereits ein Facebook- oder Google-Konto besitzt, kann diesen Schritt überspringen und sich eben mit diesem Konto bei Xendpay anmelden. Ist das Konto eingerichtet und aktiviert, kann es mit den internationalen Überweisungen losgehen.

Wie laufen die internationalen Überweisungen bei Xendpay ab?

xendpay-erfahrungenUm eine internationale Überweisung zu tätigen, müssen sich die Nutzer bei Xendpay einloggen und anschließend die Überweisung vorbereiten. Dazu gehört es nicht nur die gewünschte Überweisungssumme festzulegen, sondern auch die Bankdaten des Empfängers einzugeben. Dadurch, dass die Xenpay Homepage recht benutzerfreundlich gestaltet ist, ist dieser Ablauf eigentlich selbsterklärend und dürfte selbst für Einsteiger keine Schwierigkeit sein. Sollte die Überweisungssumme geringer als 2000 GBP sein, kann der Nutzer die Höhe der Überweisungsgebühren selbst bestimmen. Sobald auch dieser Schritt erledigt ist, macht sich die internationale Überweisung auf den Weg zu ihrem Zielkonto. Den Weg der Überweisung können die Nutzer über das Dashboard jederzeit verfolgen. Ein praktisches Feature, das nicht jeder Zahlungsdienstleister seinen Kunden bietet.

Da Xendpay Mitglied des internationalen Zahlungssystems SWIFT (Society for Worldwide International Financial Telecommunication) ist, laufen die Zahlungen in der Regel sehr schnell ab.

Die Xendpay Gebühren

Das Gebühremodell für die ersten 2000 GBP jeden Jahres haben wir bereits erläutert. Aber was passiert nach den ersten Überweisungen, sobald die ersten 2000 GBP überschritten sind? Dann greift das zweite Zahlungsmodell von Xendpay. Die über die ersten 2000 GBP hinausgehnden Beträge werden dann mit einer geringen Überweisungsgebühr gekoppelt. Diese Überweisungsgebühr hängt nicht zuletzt auch von der Währung des Ziellandes ab. Die Nutzer haben bei Xendpay den Vorteil, dass die Wechselkurse hier stark vergünstigt sind. Jedenfalls im Vergleich zu dem Wechselkurs, den Privatpersonen bei einer internationalen Überweisung haben.

Für die Nutzer ist es überaus wichtig, dass die Gebühren und Wechselkurse transparent und übersichtlich gestaltet sind. Schließlich möchte man wissen, welche Kosten auf einen zukommen. Oftmals verrechnen die Anbieter die Wechselgebühren und die Grundgebühren für den Geldtransfer mit dem zu überweisenden Betrag. Die Nutzer fragen sich dann bei dieser unangenehmen Überraschung oft, welche Gebühren denn nun wofür angefallen sind. Bei Xendpay ist die Gebührenabrechnung übersichtlich gestaltet. Zumindest finden die Nutzer ganz leicht zugänglich auf der Homepage unter dem Link „Countries“ eine Liste mit den Zielländern.

Wenn die Nutzer nun den zu überweisenden Betrag eingeben, wird ihnen der Wechselkurs angezeigt. Darüber hinaus werden auch die Wechselgebühren aufgeführt, und zwar bevor die Überweisung endgültig abgeschlossen wurde. Die Nutzer wissen also sofort, wie viel Geld in der Zielwährung beim Empfänger ankommt.
Zusätzlich ist ersichtlich, wie viel die Nutzer bei der Überweisung mit Xendpay im Vergleich zur Überweisung bei einer Bank einsparen. Alles in allem also eine übersichtliche Gebührenpolitik. Die Nutzer sollten allerdings beachten, dass noch weitere Kosten abhängig vom Kreditinstitut auf sie zukommen. Nicht bei jedem Kontomodell sind die Überweisungen grundsätzlich kostenfrei.

Die Gebühren bei Xendpay im Detail

Für die Anmeldung fallen bei Xendpay keine Gebühren an. Überweisungen innerhalb Europas in die Euroländer sind bei Xendpay grundsätzlich ebenfalls kostenlos.

  • Für Überweisungen in alle anderen Länder fallen Gebühren von 2,6 % an.
  • Die Überweisungen innerhalb Europas in die nicht Euroländer kosten 1,7%.
  • Für die Überweisung mit SOFORT müssen die Nutzer 2 Euro, beziehungsweise 1,50 GBP zahlen.

Die Mindestsumme pro Transaktion bei Xendpay liegt bei einem Euro, beziehungsweise einem US-Dollar oder einem GBP. Das maximale Transaktionslimit liegt bei 100.000 Euro. Bei der Nutzung einer Kreditkarte liegt die Obergrenze bei 5.000 Euro. Allerdings haben die Nutzer die Möglichkeit mehrere Überweisungen am Tag durchzuführen und das Limit dadurch zu pushen.

Stornierungen bei Xendpay

Stornierungen bieten nur wenige Zahlungsanbieter an. Bei Xendpay ist es aber möglich. Und zwar bis zu einem Bearbeitungsfortschritt von 25%. Da die Nutzer den Bearbeitungsfortschritt auf dem Dashboard nachvollziehen können, sollte dies kein Problem. Auch zu einem späteren Zeitpunkt sind Stornierungen möglich, allerdings kann dies mit Kosten verbunden sein. Zur Veranlassung dieser späteren Stonierungen müssen sich die Nutzer an den Kundensupport wenden.

Der Kundenservice bei Xendpay

xendpay-erfahrungenNatürlich hat auch Xendpay einen Kundenservice. Dieser ist per Mail und per Telefon erreichbar. Leider bietet das Unternehmen keinen Live Chat an. Die Kundenbewertungen bei Trustpilot zeigen, dass der Kundenservice von Xendpay zufriendenstellend ist. Kein Wunder also, dass die Xendpay Kunden in den letzten Jahren ganze acht Milliarden US-Dollar über die Plattform haben laufen lassen. Insgesamt hat Xendpay auf Trustpilot eine Bewertung von 8,4 von 10 möglichen Punkten erhalten. In die Bewertung dürfte nicht nur der Kundenservice, sondern auch die geringen Gebühren, die hohe Benutzerfreundlichkeit und die vielen Features eingeflossen sein.

Die Sicherheit bei Xendpay

Neben den Gebühren interessieren sich die Nutzer natürlich auch für die Sicherheit bei den Zahlungsanbietern. Schließlich sollen die internationalen Überweisungen nicht nur günstig, sondern auch sicher sein. Das Unternehmen Xendapy sitzt in London und unterlieg somit der britischen Bankenaufsicht Financial Conduct Authority. Die britische Bankenaufsicht kontrolliert und reguliert Xendpay, sodass sich die Nutzer über die Sicherheit ihrer Gelder keine Sorgen machen müssen. Die Regeln der britischen Bankenaufsicht sind relativ streng. Das Ziel dabei ist es die Geldwäsche und die Terrorismusfinanzierung deutlich zu erschweren und möglichst sogar zu unterbinden. Neben der britischen Bankenaufsicht hat auch die britische Steuerbehörde HMRC (Her Majestry’s Revenue and Customs) ein Auge auf Xendpay geworfen. Diese zusätzliche Kontrolle kommt den Nutzern ebenfalls zugute, denn dadurch erfolgt die Datenübertragung über eine 128 Bit SSL-Verschlüsselung. Die Nutzer von Xendpay können sich also auf die Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards verlassen.

Die Nachteile der hohen Sicherheitsvorkehrungen für die Nutzer

Andererseits bringen diese Regulierungen durch die britische Bankenaufsicht auch einen Nachteil für die Nutzer von Xendpay mit sich. Um einen Account bei Xendpay zu eröffnen, müssen die Nutzer sich identifizieren. Die Identifizierung erfolgt über ein offizielles Ausweisdokument. Somit sind die Nutzer gezwungen eine Kopie ihres Personalausweises, ihres Führerscheins oder ihres Reisepasses hochzuladen. Das bedeutet nicht nur eine kleine Portion Extraarbeit, sondern eben auch die Preisgabe von äußerst persönlichen und sensiblen Daten. Allerdings kann Xendpay nur so sicherstellen, dass die registrierten Kontoinhaber mit der Person in den Ausweisdokumenten übereinstimmen. Zusätzlich müssen die Nutzer ihre Adresse durch einen Adressnachweis bestätigen. Dazu benötigt Xendpay eine Kopie eines Dokuments, auf dem die Adresse verzeichnet ist. Geeignet sind Steuerbescheide, Anschreiben offizieller Behörden, Kontoauszüge, Nebenkostenabrechnungen und ähnliches.

Das bedeutet, dass die Freischaltung des Kontos einige Tage in Anspruch nehmen kann. Nach der Eröffnung des Kontos müssen die Nutzer also noch auf die Freischaltung des Kontos durch die Xendpay Mitarbeiter warten. Das Ganze kann mehrere Tage in Anspruch nehmen, dauert also im Durchschnitt ein bis drei Werktage. Damit ist der Prozess der Identifizierung aber noch nicht für jeden Nutzer abgeschlossen, denn es ist durchaus möglich, dass weitere Sicherheitsabfragen anfallen. Auch kann es vorkommen, dass der Zweck der Überweisung oder die Beziehung zum Zahlungsempfänger abgefragt werden.

Wem es um Anonymität und Privatsphäre geht, der ist bei Xendpay ganz sicher falsch.

Das Fazit zu Xendpay

Xendpay gehört zu den Geldtransfer-Anbietern mit einer interessanten Gebührenpolitik. Das „Zahlen Sie so viel, wie Sie möchten“-Zahlungsmodell von Xendpay ermöglicht es den Nutzern jedes Jahr die Gebühren für internationale Überweisungen bis zu 2000 GBP selbst zu bestimmen. Ein äußerst interessantes Zahlungsmodell, was viele Nutzer anlocken dürfte. Aber auch nach dem Überschreiten der 2000 GBP drohen den Nutzern keine unerschwinglichen Gebühren. Die Kosten bei Xendpay sind übersichtlich und transparent gestaltet. Bei der Einrichtung einer Überweisung werden die anfallenden Gebühren ganz klar aufgelistet, und zwar vor der Vollziehung der Überweisung. Die Nutzer werden also nicht negativ überrascht, sondern wissen ganz genau, welche Gebühren auf sie zukommen.

Auch in Sachen Sicherheit hat Xendpay als Unternehmen mit Sitz in London einiges zu bieten. Nicht nur die britischen Bankenaufsicht Financial Conduct Authority überwacht das Unternehmen, sondern auch die britische Steuerbehörde HMRC (Her Majestry’s Revenue and Customs). Dementsprechend können sich die Nutzer von Xendpay auf die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards verlassen. Auch die Xendpay Erfahrungen haben gezeigt, dass Xendpay alles andere als eine Mogelpackung ist. Kleines Manko: Die Xendpay Homepage ist zwar auf Deutsch verfügbar, aber enthält hier und da doch einige Übersetzungsfehler. Auch bietet Xendpay nicht unbedingt die schnellsten internationalen Überweisungen an. Andere Anbieter dieser Sparte haben hier deutlich schnellere Zeitfenster für die Abwicklung der länderübergreifenden Zahlungen. Zudem können die Android Nutzer sich leider nicht über eine Xendpay App freuen, denn es gibt die App ledigich für die iOS Nutzer.

Wer über diese Nachteile hinwegsehen kann und schnell, einfach und kostengünstig in 178 Länder und 48 Währungen überweisen möchte, ist bei Xendpay richtig. Und: Xendpay ist nicht nur für Privatpersonen nutzbar, sondern auch für Unternehmen.

Letztes Update:

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Sophie Neumann

Ich habe nach meiner Ausbildung zur Bankkauffrau in Berlin Informationstechnologie mit Schwerpunkt auf verteilte Systeme studiert. Seit ich 2015 auf das Thema Bitcoin gestoßen bin, lässt mich die Faszination nicht mehr los.

Seit 2017 arbeite ich nebenberuflich als freie Autorin unter anderem für coincierge.de