In Gold investieren: So legt man richtig Geld in Gold an

Anleger investieren insbesondere aus Angst vor Finanzkrisen und in Zeiten niedriger Zinsen gerne in Sachwerte. Besonders gefragt ist dabei das Edelmetall Gold – und zwar aus einem guten Grund: Die Goldreserven weltweit sind sehr begrenzt und man kann es im Gegensatz zu Dollars oder Euros nicht einfach mit der Druckerpresse herstellen!

Menschen benutzen Gold schon seit Urzeiten zum Tauschen und das Metall übt eine ungeahnte Faszination auf fast jeden von uns aus. Wir verbinden so viele Dinge mit Gold, von Dagobert Duck bis zur Goldenen Hochzeit und fast jeder hat einen positive Einstellung zu dem glänzenden Metall. Gold hat einen besonderen Zauber und so ist auch weiter davon auszugehen, dass Gold in Krisenzeiten seinen Wert behalten wird und es mit höchster Wahrscheinlichkeit zu keinem Totalverlust kommt.

Wir haben uns angesehen, was es genau mit dem Lieblingsedelmetall der Menschen auf sich hat, ob sich ein Goldkauf wirklich lohnt, welche Gewinne zu erwarten sind und wie man am besten an physisches oder virtuelles Gold kommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gold ist ein traditionell beliebtes Tauschmittel
  • Das Edelmetall ist eine simple und von den Banken unabhängige Methode sich gegen Geldentwertung abzusichern
  • Gold hat pro Unze unter allen Edelmetallen einen der höchsten Preise
  • Es gibt Gold in Form von Barren, bekannten Münzen wie dem Krügerrand und natürlich auch beim Broker in Form von ETCs, CFDs und Zertifikaten

Fakten zum Edelmetall Gold

Gold ist eines der seltensten Elemente auf unserem Planeten. Würde man das gesamte Gold, welches die Menschheit weltweit bis heute gefördert hat, zu einem einzigen Würfel zusammenführen, betrüge seine Kantenlänge nur ca. 22 Meter! Wenn man bedenkt wie lange und intensiv nach Gold gesucht wird, ist das keine besonders große Menge.

Nahezu sämtliches Gold auf der Erde stammt wohl aus Einschlägen von Asteroiden und da dieses seltene Metall wahrscheinlich bei dem Zusammenstoß zweier Neutronensterne entsteht, kann man es wirklich als Sternenstaub bezeichnen.

Ca. 50% des Goldes besitzt die Menschheit in Form von Goldschmuck und ca. 40% sind in Banken und Privathaushalten zur Wertanlage eingesetzt, nur 10% werden von der Industrie für verschiedene Zwecke genutzt.

5 Tipps beim Kauf von Gold

  • Kaufen Sie nur Goldmünzen von bekannten, zertifizierten Anbietern
  • Teilen Sie die Neuigkeit ihres physischen Goldbesitzes mit so wenig Menschen wie möglich
  • Überlegen Sie, ob Sie Gold für absolute Krisenzeiten (kleine Münzen) oder als Investment (große Münzen oder sogar Barren) kaufen wollen
  • Legen Sie nur 10 bis 20% ihres Vermögens in Gold an, denn Gold hat nicht nur Vorteile. Die Mischung aus Aktien, Gold und Geld macht’s!
  • Überlegen Sie sich gut, ob Sie wirklich physisches Gold kaufen möchten oder bei geringeren Kosten Gold bei einem Broker wie eToro halten oder handeln wollen?

Alternative Sachwerte und ihre Vor- und Nachteile

Neben Gold gibt es auch noch andere Finanzprodukte, die sehr beliebt sind. Hier sind ihre Vor- und Nachteile:

 WertentwicklungFolgekosten
Gold Langfristig betrachtet kann bei Gold in jedem Fall von einer Wertsteigerung ausgegangen werden, auch wenn die tagesaktuellen Preise starken Schwankungen unterworfen sein können.Folgekosten nach dem Kauf entstehen allenfalls für die sichere Lagerung des Goldes.
Aktien Aktien bringen auf lange Sicht eine gute Wertentwicklung, jedoch sind sehr große Kursschwankungen möglich.Die Folgekosten nach dem Investment halten sich auf einem denkbar geringen Niveau.
Immobilien Immobilien weisen eine gute Wertentwicklung auf, sofern die Qualität der Objekte überdurchschnittlich gut ist und sie sich in einer guten Lage befinden.Jedoch fallen vergleichsweise hohe Folgekosten an und ein Verkauf der Immobilie kann unter Umständen sehr lange dauern.
Sammlerstücke und Liebhaberobjekte Wie sich der Wert bei Sammlerstücken und Liebhaberobjekten entwickelt, lässt sich nicht einschätzen, da der Wert in erster Linie vom Sammlermarkt abhängig ist.Zudem müssen die Investoren mit hohen Folgekosten rechnen.

Welche Rendite ist bei Gold zu erwarten?

Der Goldpreis ist starken Schwankungen unterworfen und auf lange Sicht fällt die Rendite niedriger aus als bei einem breit gestreuten Investment in Aktien. Jedoch eignet sich das Investment in Gold hervorragend, um ein aktienbasiertes Portfolio gegen zu starke Schwankungen abzusichern. Dabei sollten dem Aktienportfolio lediglich  rund zehn Prozent Gold  beigemischt werden.

Entscheidet sich ein Anleger dann für ein Investment in Gold, kann er dies auf mehrere Arten tätigen. So kann er das Gold entweder:

  1. Physisch in Form von Barren oder
  2. in Form von Aktien oder
  3. entsprechende, börsennotierte Wertpapiere erwerben.

Gold oder Aktien? Was bringt mehr?

Diese Frage ist nicht völlig eindeutig zu beantworten, sondern kommt sehr stark auf die jeweilige Situation an. Langfristig scheint aber einigermaßen gesichert, dass Aktien eine bessere Performance abliefern als ein Investment in Gold. Das kann man sehr anschaulich dann beobachten, wenn man die Wertentwicklung von Gold und die des großen Aktienindex MSCI World von 1985 bis heute vergleicht. Der Goldpreis hat in dieser Zeit einen Anstieg von ungefähr 500% hingelegt, der MSCI World aber topt das mit Leichtigkeit: Hier ist ein Anstieg von 4500 % über die Zeit von 45 Jahren erfolgt. 

Auf lange Sicht ist also einigermaßen klar, dass Aktien die Nase vorn haben. Auf kurze Sicht sieht die Sache allerdings etwas anders aus: Der Goldpreis ist um einiges volatiler, als die Entwicklung von großen Aktienindizes. Das bedeutet, dass man mit Gold bei einem Investment zum richtigen Zeitpunkt innerhalb von kurzer Zeit große Gewinne einfahren kann, vorausgesetzt man hat den richtigen Riecher.

Allein von Anfang April 2021 bis Ende Mai 2021 beispielsweise ist der Wert von Gold um 200 $ bzw. 10 % gestiegen, während der MSCI World im gleichen Zeitraum nur um 4% an Wert gewann. Vermutlich ist der starke Anstieg im Goldpreis durch erstarkte Inflationsängste hervorgerufen worden, denn diese wirken sich traditionell immer sehr stark auf den Goldpreis aus, da Anleger Gold nutzen, um sich gegen Inflation abzusichern.

Wie man also sieht, sollte man Gold nicht völlig als Handels bzw. Investitionsgut abschreiben. Es gibt durchaus Situationen, in dem einen Gold-Investment sehr lohnenswert sein kann. Auf einen großen Zeitraum betrachtet waren historisch gesehen Aktien allerdings fast immer die bessere Wahl.

Welche Goldmünzen sind bei Anlegern am beliebtesten?

Investoren, die ihr Geld in Goldmünzen anlegen möchten, sollten insbesondere darauf achten, dass es für die jeweiligen Münzen einen Zweitmarkt gibt. Der Grund: Wollen sie ihre Münzen wieder zu Geld machen, können sie diese auf dem Zweitmarkt einfach und relativ schnell wieder verkaufen.

Für die Geldanlage sind folgende Münzen besonders interessant. Denn deren Auflage ist nicht limitiert, es gibt somit also auch keine versteckten Preisaufschläge für die Anleger:

  • der Krügerrand
  • der American Eagle
  • die Britannia
  • der Maple Leaf
  • der China Panda
  • der Wiener Philharmoniker
  • der Centenario Mexiko
  • der Nugget, auch als Känguru bekannt
  • der Buffalo

Es ist jedoch nicht günstig, physisches Gold zu kaufen, wobei die Marge des Händlers den größten Teil der Kosten ausmacht. Ersichtlich wird diese Händlermarge am Preisunterschied zwischen dem Ankauf und dem Verkauf.  Die Marge fällt umso größer aus, je geringer das Gewicht der Münze ist. 

Der Grund dafür: Die Kosten für den Vertrieb und die Herstellung sind im Vergleich zum reinen Goldwert erheblich höher. Bei einem Krügerrand mit einem Gewicht von einer Unze liegt die Marge beim Händler Pro Aurum beispielsweise bei 3,9 Prozent, bei einem Krügerrand mit einem Gewicht von einer Zehntel Unze bereits bei 11,5 Prozent.

  • Anleger sollten sich also besser für Münzen mit einem möglichst hohen Gewicht entscheiden.

Bevorzugt ein Anleger hingegen den Kauf von Barren, muss er abwägen. Die Kosten sind für Barren mit einem hohen Gewicht zwar auch etwas niedriger. Will er das Gold jedoch teilweise verkaufen, muss er mit hohen Transaktionskosten rechnen.

Der Anleger muss dann nämlich zunächst den großen Barren verkaufen und anschließend einen Barren mit geringerem Gewicht kaufen. Je nach Gewicht des Barrens macht die Differenz zwischen dem Kauf und dem Verkauf von Barren zwischen 2,2 und 3,2 Prozent aus.

Welche Gründe sprechen für einen Goldkauf und welche dagegen?

Eine Entscheidung fällt nicht immer einfach, da wird man sich aber dennnoch ein bisschen orientieren kann, haben wir hier die wichtigsten Gründe für und gegen Gold aufgeführt:

5 Gründe Gold zu kaufen

  • Gold schützt vor Inflation und ist leicht zu handhaben
  • Gold war schon immer ein beliebtes Tauschmittel und wird es auch in Zukunft bleiben
  • Mit physischem Gold ist man Unabhängig von Staat und Bank
  • Man kann Gold noch immer anonym kaufen (bis 2000 Euro)
  • Auf Gold fällt weder Mehrwertsteuer noch Abgeltungssteuer an (nach 1 Jahr Haltedauer)

5 Gründe Gold nicht zu kaufen

  • Der Goldpreis ist sehr volatil und unterliegt ständiger Spekulation 6 Manipulation
  • Physisches Gold verursacht nicht unerhebliche Lagerkosten (Bankschließfach oder Haustresor)
  • Gold ist totes Kapital und steht nicht für Investments in Unternehmen oder Immobilien zur Verfügung
  • Physisches Gold kann immer irgendwie verloren gehen (Hausbrand, Pfändung, Vergessen des Verstecks, etc.)
  • Beim An- und Verkauf von Gold im Geschäft fallen hohe Kosten an

Die Preise von Barren und Münzen

Der aktuelle Preis von Münzen und Barren orientiert sich vor allem daran, welches Gewicht sie haben. Üblicherweise wird bei Barren das Gewicht in Gramm angegeben.

  • Erhältlich sind Barren in Größenordnungen von 1 Gramm bis zu 12,5 Gramm.
  • Das Gewicht von Münzen liegt in den meisten Fällen zwischen 0,1 Unze und 1 Unze, was 31,5 Gramm entspricht.

Der Preisunterschied von Barren und Münzen mit dem gleichen Gewicht, fällt nur gering aus. Jedoch sind Barren meist ein wenig günstiger, weil deren Herstellung nicht so aufwändig ist wie die Produktion von Münzen.

Tipp: Anleger sollten bei Barren darauf achten, dass sie an der LBMA, also der Rohstoffbörse in London, zertifiziert wurden und dass der Reinheitsgrad mindestens 999,9 Tausendstel beträgt. Ist dies nicht der Fall, muss der Anleger bei einem Verkauf mit einem leichten Abschlag rechnen.

Die Entwicklung des Goldpreises

Grundsätzlich wird und wurde sich der Goldpreis fast immer durch Inflationsangst getrieben. Wenn wir uns den Chart einmal genau angucken, dann sehen wir den ersten großen Anstieg in den 1970er Jahren. Das ist dadurch zu erklären, dass Anleger hier die hohe Inflation in den Industrieländern zu fürchten begannen, da die Goldpreisbindung des US-Dollars aufgehoben worden war. Das Ganze gipfelte in einem Hoch im Januar 1980 und konnte dann dadurch entschärft werden, dass die US-Notenbank FED versicherte, die Geldmenge in Zukunft stark zu begrenzen.

Ein ähnliches Verhalten können wir ab dem Jahr 2008 beobachten, als die weltweite Banken- und Finanzkrise die Finanzwelt und Kleinanleger verunsicherte, was zu einem Goldkauf führte und damit den Goldpreis auf mehr als 1800 $ je Feinunze katapultierte. Dieses lokale Hoch wurde durch Mario Draghi im Sommer 2012 beendet als er medienwirksam versprach, alles nötige zu tun, um den Euro zu retten.

Auch jetzt in der Corona-Krise und der weltpolitisch angespannten Situation mit Konfrontation zwischen den USA, dem Iran und China und zusätzlich noch dem Brexit sorgen für Angst und damit für eine Flucht der Anleger in Gold. Das ließ wieder die Nachfrage schlagartig steigen und sorgte für einen Goldpreis von über 2000 US-Dollar im Juli 2020. Da die Krise noch lange nicht überwunden ist, befinden wir uns noch heute in diesem Hoch, denn die weltpolitische Lage besteht weiterhin.

Chancen in der Preisentwicklung bei Anlage in Gold

Die Chancen die eine Anlage in Gold bringen kann sind natürlich ganz klar: Der Besitz von Gold sichert einen gegenüber der Inflation ganz klassisch ab. Das bedeutet, wenn man einen gewissen Teil seines Vermögens in Gold anlegt, wird dieser durch eine Hyperinflation oder eine Währungskrise höchstwahrscheinlich nicht völlig entwertet werden und weiterhin einen soliden Sachwert behalten. Das ist etwas, was man von vielen Aktien und vor allem von Staatswährungen, wie dem Euro oder US-Dollar dann nicht behaupten kann.

Gerade die weltweite wirtschaftliche Anspannung und das massive Gelddrucken der Regierung in der Corona-Krise schüren wieder einmal die Angst vor der Inflation. Diese Angst ist natürlich auch nicht unbegründet, denn nicht selten führten massive wirtschaftliche Eingriffe von Regierungen in der Vergangenheit schon zu einer Geldentwertung. Ein Investment in Gold kann sich hier also auszahlen. Es wäre wohl keine schlechte Idee, im Hinblick auf die Corona Krise, einen Teil seines Vermögens in Gold oder anderen Edelmetallen anzulegen.

Risiken beim Investment in Gold

Natürlich ist ein Investment in Gold auch immer mit Risiken verbunden: Zuerst einmal muss man sich darüber im Klaren sein, dass man meist nicht der erste sein wird, der darüber nachdenkt, einen Teil seines Vermögens in Gold umzusetzen. Das bedeutet, meist wird der Goldpreis bei einem Ereignis, das zum Goldkauf animiert, schon ordentlich gestiegen sein. Das erhöht die Chance, zum “falschen” Augenblick einzusteigen. Es kann immer sein, dass man ein Hoch kauft, sich der Markt und die Krisen dann entspannen und man später gezwungen ist zu einem Tief wieder zu verkaufen, was natürlich keine gute Sache wäre.

Weiterhin kommt hinzu, dass man bei Gold in einen Rohstoff investiert und nicht in ein Unternehmen. Der Preis eines Rohstoffs wird nur durch Angebot und Nachfrage diktiert und der Weltmarkt für Gold ist nicht wirklich ein Wachstumsmarkt, von den Krisen mal ganz abgesehen.

Unternehmen hingegen, sind fast immer damit beschäftigt ihr Geschäft auszuweiten und damit die Wirtschaft wachsen zu lassen. In der Aktienwelt sind Renditen im Bereich von 3% bis 8% pro Jahr nicht unrealistisch und wenn man einen Großteil seines Vermögens in Gold anlegt, verliert man dadurch die Möglichkeit, hier zu partizipieren. Vergleicht man die Wertentwicklung von großen Aktienindizes und von Gold, so wird man feststellen, dass im Zeitraum von 1975 bis 2020 der Goldpreis um 500% gestiegen ist. Die Wertentwicklung des Aktienindex ist allerdings noch viel besser: Der MSCI World beispielsweise wuchs im gleichen Zeitraum um 4500%! Die Entwicklung im  Aktienmarktes war also im selben Zeitraum fast 9 mal so groß, wie die Preisentwicklung bei Gold.

Alternativen zu einer Goldinvestition

Alternativen zu der Investition in Gold gibt es viele: Bekannt und beliebt ist das Investment in große Aktienindizes über sogenannte ETFs. ETF steht für Exchange Traded Fund und ist nichts anderes als ein Aktienfond, der einen großen Index wie den DAX abbildet und dabei nur sehr geringe Gebühren erhebt. Solche Aktienfonds haben auf lange Sicht eine deutlich bessere Performance als ein Investment in Gold und sind aufgrund ihrer Größe genauso gut und günstig handelbar.

Eine weitere Alternative zum Investment in Gold ist ein Investment in Immobilien. Das kann entweder eine echte physische Immobilie sein, die man alleine vollständig besitzt, andererseits hat man aber auch die Möglichkeit an der Börse über sogenannte REITs in Immobilienfonds zu investieren, ohne dass man gleich sehr große Summen an Kapital aufbringen müsste. 

Heute auch immer beliebter werden Investments in Kryptowährungen. In diesem Bereich gibt es ein riesiges Potenzial und enorme Gewinnmöglichkeiten, das kommt wie immer allerdings auch mit großer Unsicherheit und dadurch einem starken Risiko. Dennoch spricht vieles dafür, zumindest einen gewissen Teil seines Portfolios aus Kryptowährungen aufzubauen, um an diesem schnellen Wachstumsmarkt partizipieren zu können.

Auch ein interessantes neues Investment-System sind die sogenannten P2P-Kredite. Dabei tritt man über Plattformen als Geldgeber für Privatkredite auf, die dann über Online-Unternehmen in viele Länder der Welt vermarktet werden. Hier hat man die Wahl aus verschiedensten Risikoklassen und kann so zwischen 5 und 15 % Rendite im Jahr erwarten.

Für fast alle dieser Alternativen braucht man einen vielseitigen Broker, der den Handel mit ETFs, Einzelaktien und Kryptowährungen unterstützt. Unser Testsieger in diesem Bereich lautet eToro:

67% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln.

Auf welche Wege kann ich in Gold investieren?

Investments mit Gold müssen nicht immer auf Goldmünzen oder Goldbarren zurücklaufen. Genauso ist es möglich, über verschiedene andere Anlageinstrumente auf praktische Weise in Gold zu investieren: zu diesen Instrumenten gehören Aktien, ETFs, ETCS und CFDs. Was die Unterschiede dieser Investmentvarianten sind, werden wir im folgenden erklären:

Das allererste Anlageinstrument was einem in den Kopf schnellt, wenn man an die Börse denkt sind Aktien. Mithilfe von Aktien kann man im Falle von Gold allerdings nicht direkt in den Rohstoff investieren. Vielmehr kauft man Wertpapiere von Firmen, die Goldminen betreiben. Natürlich profitiert deren Aktienkurs in Normalfall von einem Anstieg im Goldpreis, daher ist ihre Kursentwicklung häufig, zumindest im kurzfristigen Zeitbereich, mit der von Gold als Rohstoff  vergleichbar. Dennoch bringen Einzelaktien immer ein gewisses Risiko mit sich und sind wie gesagt kein direktes Investment in Gold als Rohstoff. 

Als nächstes haben wir die ETFs. Die Bezeichnung ETF steht für Exchange Traded Fund und ist nichts anderes, als ein Fond, also eine Sammlung von Einzelaktien, welche mit Gold in Verbindung stehen. Über einen ETF ist es also leicht möglich in die ganze Goldindustrie zu investieren. Im Gegensatz zu nur einer einzelnen Goldminenaktie bietet das erhöhte Sicherheit durch Diversifikation.

Der nächste Punkt sind ETCs. Diese Abkürzung steht für Exchange Traded Commodity und bietet daher wirklich die Möglichkeit, relativ direkt in den Rohstoff Gold zu investieren. Hier werden keine Aktien von Unternehmen gekauft, die nur lose mit dem Goldpreis zusammenhängen. Stattdessen investiert das ausgebende Unternehmen direkt in Gold und kümmert sich um die Lagerung. Wichtig zu wissen: das Vermögen in einem ETC ist nicht als Sondervermögen vor einer Insolvenz des Anbieters geschützt, daher sollte man auf physisch hinterlegte ETCs setzen, die den Gegenwert nachgewiesenermaßen in Gold lagern, um das Risiko zu senken.

Eine weitere Möglichkeit des eher kurzfristigen investments in Gold sind sogenannte CFDs.  CFD steht für Contract for Difference und bedeutet im deutschen “Differenzkontrakt”. Das heißt, dass man hier mit einem Hebel von beispielsweise 1 zu 10 Gold handeln kann. Dies funktioniert, indem die entsprechende zusätzliche Geldmenge automatisch vom Anbieter geliehen wird, was allerdings nicht nur die Gewinnmöglichkeiten verzehnfacht, sondern auch das Risiko verzehnfacht und zu täglichen Zinszahlung führt, wodurch diese Variante fast nur für kurzfristige(Stunden bis Tage) Wetten auf Gold interessant ist.

Gold kaufen – Wo ist das möglich?

wer mit Gold handeln möchte, kann dies entweder lokal bei einem Händler tun, oder online bei diversen Portalen.

Goldhändler

Die überregionalen Goldhändler, dazu gehören etwa Pro Aurum und Degussa, betreiben Filialen in vielen deutschen Großstädten. Die Anleger haben also die Gelegenheit, ihr Gold bei einem vertrauenswürdigen Händler zu kaufen.

Dort hat er die Möglichkeit, bar zu bezahlen und bleibt somit auch anonym. Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad.

Denn die Bundesregierung hat mittlerweile das Geldwäschegesetz angepasst und damit eine Richtlinie der Europäischen Union umgesetzt. So ist der Händler seit Januar 2020 dazu verpflichtet, sich bereits bei einem Kaufwert von 2.000 Euro den Ausweis des Käufers zeigen zu lassen. Zuvor lag diese Grenze bei 10.000 Euro.

Zudem gilt zu beachten, dass der Preis in den Filialen meist höher ist, als beim Kauf im Internet.

Online Portale

Im Internet haben die Anleger die Möglichkeit, Vergleichsportale zu nutzen, um Gold zum günstigsten Preis kaufen zu können. Sie können außerdem überprüfen, ob es sich beim jeweiligen Anbieter tatsächlich um einen vertrauenswürdigen Händler handelt.

Die Portale goldpreisvergleich.de sowie gold.de schneiden im Vergleichstest am besten ab. Ein Plus besteht darin, dass die unterschiedlichen Angebote vollständig und übersichtlich dargestellt. Und größtenteils verkaufen Händler auch auf beiden Plattformen gleichzeitig.

Beim Kauf von Gold im Netz sollten Anleger ein Augenmerk auf folgende Aspekte legen:

Tipp #1: Grundsätzlich empfiehlt es sich, wenn Anleger nur bei Händlern einkaufen, welche Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels sind. Denn meist müssen sie das bestellte Gold per Vorkasse bezahlen. Es ist also enorm wichtig, dass der Händler auch vertrauenswürdig ist. Mitglieder des Berufsverbandes sind zur kaufmännischen und fachlichen Sorgfalt verpflichtet, wenn sie mit Edelmetallen handeln, ferner müssen sie garantieren, dass jene Objekte, die sie verkaufen, auch echt sind.

  • Auf der Plattform gold.de bekommen die Anleger ganz automatisch weitere Informationen, wenn sie auf den Namen des jeweiligen Händlers klicken. Auf der Seite werden dann unter anderem die Siegel angezeigt, welche der Händler führt. Mit dabei sein sollte das Logo des Berufsverbandes, auf welchem ein König dargestellt ist, der Reichsapfel und ein Kreuz hält.
  • Die Händlerseite erreichen Anleger auf dem Portal gold-preisvergleich.de, wenn sie auf den Button „Angebot öffnen“ klicken. Auch hier sollten sich die Anleger vergewissern, dass das Logo des Berufsverbandes beim jeweiligen Händler angezeigt wird.

Tipp #2: Preislich sind die Unterschiede für gängige Barren und Münzen von Händler zu Händler meist gering. Jedoch müssen sie unter Umständen mit sehr hohen Versandkosten rechnen. Denn das Gold hat einen nicht unerheblichen Wert und wird deshalb versichert verschickt. Wichtig ist beim Preisvergleich also, auch die Versandkosten miteinzubeziehen. Auf den Portalen werden die Versandkosten, die vom Bestellwert abhängig sind, in aller Regel direkt ausgewiesen. Zur Sicherheit sollten Anleger die Versandkosten aber auch noch auf der Angebotsseite des Händlers überprüfen.

Vor allem bei kleineren Händlern ist es durchaus möglich, dass sie ihre Produkte zwar äußerst günstig anbieten, sie aber nur einen geringen Lagerbestand haben oder einen höheren Preis für größere Mengen verlangen.

Goldkauf über die Börse

Gehandelt werden an den Börsen unterschiedliche Wertpapiere, welche den Goldpreis abbilden. Zumeist handelt es sich hierbei um:

  1. Zertifikate wie etwa Optionsscheine. Es handelt sich dabei also um spekulative Wertpapiere, die auch nicht mit Gold hinterlegt sein müssen. Ausgegeben werden die Zertifikate in aller Regel von Banken.
  2. Exchange Traded Commodities, kurz ETC, hingegen sind Schuldverschreibungen, durch die der Wert verbrieft ist, die eine bestimmte Menge an Gold hat. Nicht selten beinhalten diese auch die Lieferung des Goldes.

Anleger können in Deutschland aus verschiedenen ETCs wie beispielsweise Euwax Gold oder Xetra Gold wählen. Anleger, die in Wertpapiere auf Gold investieren, müssen sich des Risikos bewusst sein, dass  der Emittent möglicherweise zahlungsunfähig  wird. Das eingesetzte Geld wäre bei einem Zertifikat in diesem Fall verloren. Beisitzer von ETCs hingegen haben einen Anspruch darauf, dass sie das Gold vom Emittenten tatsächlich geliefert bekommen. Diesen Anspruch müssen sie aber gegebenenfalls vor Gericht durchsetzen.

Anleger, die sich eine Reserve für den Notfall beiseite legen möchten, sind mit Barren und Münzen gut beraten, weil sie im heimischen Tresor sicher verwahrt werden können. Für Anleger, welche die Schwankungsbreite ihres Portfolios verringern möchten, lohnt es sich, über Gold-ETCs nachzudenken. Dafür benötigen sie aber ein Wertpapierdepot.

Goldminen-Aktien und Gold-Fonds

An den weltweiten Börsen werden neben Zertifikaten auf Gold auch sogenannte Gold ETFs angeboten. Hierbei handelt es sich um Investmentfonds, die mit realem Gold besichert werden und als Sondervermögen gelten. Das bekannteste Finanzprodukt aus dieser Anlageklasse dürfte der SPDR Gold Shares sein.

Allerdings verstoßen diese Produkte gegen die für Investmentfonds geltenden Richtlinien, weshalb sie keine Zulassung mehr für Deutschland haben. Gemäß diesen Regeln muss ein Investmentfonds das Kapital, dass er bei den Anlegern eingesammelt hat, auf verschiedene Positionen aufteilen, also nicht mehr nur allein auf Gold setzen darf. Nachdem am 22. Juli 2013 das Kapitalanlagegesetzbuch in Kraft getreten ist, ist Anlegern aus Deutschland auch der Handel über ausländische Börsen nicht mehr möglich.

Gern werden auch die Aktien der Betreiber von Goldminen als klassische Alternative zum Investment in Gold gelten. Aktienfonds haben den großen Vorteil, dass sie den Status von Sondervermögen haben. Muss die Fondsgesellschaft Insolvenz anmelden, bleiben die Anteile der Anleger also dennoch geschützt.

Ein Blick in die Geschichte zeigt aber, dass der Goldpreis nur zu einem sehr geringen Teil dafür verantwortlich ist, wie sich die Aktienkurse der Unternehmen entwickeln. Denn auch andere Faktoren wie etwa die generelle Entwicklung des Aktienmarktes wirken sich auf den Kurs aus. Weil sich die Unternehmen zudem vor unerwarteten Entwicklungen des Goldpreises absichern, hängt der unternehmerische Erfolg nicht einzig und allein von den Kursen an den Börsen für Edelmetallen ab.

  • Wer sich für die Anlage in Gold interessiert, sollte also besser nicht auf diese Fonds und Aktien setzen.

Goldkauf bei eToro

Mit der beliebten Trading Plattform eToro kann jeder selbst ohne Erfahrung online mit Gold handeln. Die nachfolgende Anleitung soll eine Hilfe sein, die ersten Schritte zu machen.

Schritt 1: Konto erstellen bei eToro

Direkt auf der Startseite von eToro befindet sich der Button “Jetzt anmelden“. Dieser öffnet das Anmeldeformular, in dem die persönlichen Daten angegeben werden müssen.

Nutzen Sie ein sicheres Passwort und akzeptieren Sie abschließend die Bedingungen, um ein Konto bei eToro zu erstellen.

Bei eToro Geld einzahlenSchritt 2: Geld einzahlen

Sie gelangen zur Startseite von eToro. Von hier aus wählen Sie die Option „Geld einzahlen“ – bis zu 2.000€ können Sie ohne Verifizierung einzahlen. Früher oder später sollten Sie sich allerdings dennoch verifizieren, um alle Funktionen in vollem Umfang nutzen zu können.

Jetzt müssen Sie bei den Zahlungsmethoden nur noch Ihre gewünschte Methode auswählen und die Zahlung im Anschluss durchführen. Danach sollte Ihr Geld zur Verfügung stehen.

Schritt 3: Gold handeln

Nachdem Sie erfolgreich Geld eingezahlt haben, kann der Einkauf von Gold bei eToro beginnen. Klicken Sie auf „Märkte“ im Navigationsmenü und anschließend auf „Rohstoffe“. Hier werden Ihnen alle handelbaren Rohstoffe angezeigt und alle erforderlichen Details zu den einzelnen Währungen.

Um das gewünschte Gold zu kaufen, müssen Sie auf „Kaufen“ und anschließend auf „Trade eröffnen“ klicken.

Sie haben soeben Gold bei eToro gekauft. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg damit!

67% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln.

Wie wird das Gold richtig gelagert?

Heikel ist vor allem die Frage, wie das Gold richtig gelagert werden soll. Denn schon kleine Mengen haben einen derart hohen Wert, dass die Münzen und Barren gut und sicher aufbewahrt werden und der Besitzer im Notfall trotzdem rasch Zugriff darauf hat. Beispielsweise hat ein Goldbarren mit einem Kilo Gewicht bereits einen Wert von über 30.000 Euro, dennoch ist er nicht größer als ein Smartphone.

Das Bankschließfach

Als Option dafür bietet sich ein Bankschließfach zur Lagerung an. Dies ist bei den Geldinstituten gegen eine Gebühr von mindestens 60 Euro möglich.

  • Weil das Schließfach juristisch gesehen als Sondervermögen gilt, können Gläubiger auch nicht darauf zugreifen, falls die Bank Insolvenz anmelden muss.

Ferner sollten die Anleger überprüfen, inwieweit ein eventueller Verlustschaden durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt ist. Gute Versicherungen bieten den entsprechenden Versicherungsschutz sowohl bei der Lagerung in einem Bankschließfach als auch in den eigenen vier Wänden. Denn die Banken selbst haften meist nur bis zu einem gewissen Grad für die Wertgegenstände, die sich im Schließfach befinden.

Das Edelmetall-Depot

Als Alternative zum Kauf von Edelmetallen bieten sich Edelmetall-Depots an. Die Anleger erwerben bei dieser Variante Gold, welches von diversen Anbietern in Tresoren eingelagert ist.

  • Auch in diesem Fall handelt es sich um Sondereigentum, welches geschützt ist, falls der Anbieter Insolvenz anmelden muss.

Hinsichtlich der Sicherheit lässt sich diese Variante mit dem tatsächlichen Kauf von Edelmetallen vergleichen. Allerdings müssen die Anleger mit höheren Kosten für die Einlagerung rechnen, als es bei einem Bankschließfach der Fall ist.

Auf dem Markt sind auch Anbieter, die damit werben, dass das Gold in der Schweiz bewahrt wird. Denn somit hat auch der deutsche Staat keinen Zugriff auf das Gold. Denn Deutschland hat schon Finanzkrisen erlebt, während jener der Handel von Gold eingeschränkt war. Das war beispielsweise Anfang der 1920er Jahren zu Zeiten der Hyperinflation der Fall.

Bei dieser Variante sind die Folgekosten allerdings noch höher. Denn neben dem Ausgabeaufschlag in Höhe von fünf Prozent wird auch eine Verwaltungsgebühr erhoben.

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Gold kaufen – FAQ

In welcher Form kann man Gold kaufen?

Ein Anleger kann das Gold entweder physisch in Form von Barren oder in Form von Aktien oder in Form von Wertpapieren kaufen.

Welche Rendite kann man bei Gold erwarten?

Dadurch, dass der Goldpreis starken Schwankungen unterworfen ist, fällt die Rendite auf lange Sicht niedriger aus als bei einem breit gestreuten Investment in Aktien.

Welche Goldmünzen sind am beliebtesten?

Für die Geldanlage sind folgende Münzen besonders interessant: Krügerrand, American Eagle, Britannia, Maple Leaf, China Panda usw.

Wo kann man Gold kaufen?

Man kann entweder lokal bei einem Goldhändler oder auch im Internet Gold kaufen.

Wo kann ich in Gold investieren?

Man kann Gold bei einem Online-Broker wie eToro günstig und sicher kaufen und handeln. Alternativ ist ein Physischer Goldkauf bei einem Fachhändler möglich.

Ist es sinnvoll in Gold zu investieren?

Ob es sinnvoll ist Gold zu kaufen, kommt immer auf die Situation an: Gold steigt meist im Wert, wenn die Angst vor Inflation größer wird und die Welt vor starker ökonomischer Unsicherheit steht.

Zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2021

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Sebastian Schuster
Sebastian Schuster

Seit 2014 Bitcoin Enthusiast. Keynote Speaker, Autor und Blogger bei coincierge.de