Knock Out Zertifikate kaufen und handeln in 2021: Wertvolle Tipps, Strategien und die besten Knock Out Zertifikate Broker

Knock Out Zertifikate sind spekulative Finanzinstrumente mit hohem Hebel, welche beietf professionellen Anlegern sehr gefragt sind. Verfügbar auf zahlreiche Basiswerte ist es die integrierte Knock Out Schwelle, welche bei Erreichen während der Laufzeit jedoch zum Totalverlust des Investments führen kann.

Was genau ist ein Knock Out Zertifikat? Wie funktionieren Knock Out Calls und Knock Out Puts? Wie handelt man Knock Out Zertifikate und mit welchen Handelsstrategien? Wo liegen die Chancen und Risiken?

Wir liefern alle Antworten und zeigen Schritt-für-Schritt, wie man Knock Out Zertifikate kaufen und handeln kann.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Hebelwirkung: Bei Knock Out Zertifikaten handelt es sich um hochriskante Hebelzertifikate, wobei die Hebelwirkung zwischen den angebotenen Knock Out Zertifikaten variieren kann.
  • Viele Namen: Mangelnde Standardisierung dieser Art von Zertifikat führt auch dazu, dass mehrere Bezeichnungen üblich sind – von Knockouts, Turbo, Mini Future bis zu Bull & Bear.
  • Knock-Out-Schwelle: Knock Out Zertifikate erhalten ihren Namen durch die Knock Out Schwelle. Wird dieser Preispunkt während der Laufzeit erreicht, verfällt das Zertifikat und wird wertlos.
  • Totalverlust möglich: Knock Out Zertifikate sind hochriskante Finanzinstrumente, welche durch Hebelwirkung zu hohen Verlusten oder gar Totalverlust führen kann.
  • Put und Call: Knock Out Zertifikate sind sowohl als Put oder Call Zertifikate verfügbar. Beim Put wird auf Kursverfall spekuliert, Knock Out Schwelle liegt über Basispreis. Beim Call wird auf Kursanstieg spekuliert, Knock Out Schwelle liegt unterhalb des Basispreis.

Was sind Knock Out Zertifikate?

Knock Out Zertifikate sind eine besonders spekulative und hochriskante Art von Hebel Zertifikaten, welche als Derivat auf die Kursentwicklung eines Basiswertes spekulieren. Als Basiswert kann dabei ein Finanzinstrument jeder möglichen Anlageklasse, also z.B. eine Aktie, Devisenpaar, Index oder Rohstoff dienen.

GrundlagenCall- und Put-Zertifikate

Grundlagen

Die grundlegende Funktionsweise sei an folgendem Beispiel näher dargestellt. Wir nehmen an, der aktuelle Kurs einer als Basiswert verwendeten Aktie liege bei 100. Der Herausgeber des Knock-Out-Zertifikats formuliert folgende Bedingungen: Für einen geringen Betrag von X, z.B. 4 EUR, kann der Anleger eine 100 % Partizipation an der Aktie erwerben.

Angenommen, der Kurs der Aktie steigt bis zum Stichtag des Knock-Out-Zertifikats bis auf 108 EUR an. Der Anleger erhält dann den Kaufpreis des Zertifikats zuzüglich des Kursanstiegs ausbezahlt, was also 12 EUR bzw. insgesamt 200 % Rendite wären. Hätte der Anleger hingegen direkt in die Aktie investiert, hätte er nur eine Rendite von 8 % erzielt. Das Verhältnis von 200 zu 8 wird dabei als Hebel des Zertifikats bezeichnet.

Natürlich steht hohen Ertragschancen auch stets ein entsprechend hohes Risiko gegenüber. Betrachten wir das Beispiel einer nachteiligen Kursentwicklung. Hier wird das Konzept der Knock-Out-Schwelle relevant, welche das Risiko des Finanzinstruments ausmacht.

Fällt der Preis der Aktie bis zum Stichtag irgendwann unterhalb diesen bestimmten Preispunkt, so wird das Zertifikat sofort wertlos und der Anleger erleidet einen Totalverlust – ein „Knock-Out“ eben. Dabei ist irrelevant, wann genau während der Laufzeit des Zertifikats dieser Preispunkt erreicht wird.

Essenziell für den Anleger ist also beim Knock-Out-Zertifikat, dass die Knock-Out-Schwelle während der Laufzeit niemals erreicht wird. Hierin zeigt sich auch der Risikounterschied zum gewöhnlichen direkten Kauf der Aktie.

Bei einer Knock-Out-Schwelle von 95 EUR würde ein Kursrückgang auf 94 EUR für den Käufer des Zertifikats einen 100 % Verlust bedeuten, für den gewöhnlichen Aktionär hingegen nur 6 % – und dieser kann die Aktie weiter halten und auf Kurserholung warten, anstatt den Verlust realisieren zu müssen.

Knock-Outs gibt es als Call- und Put-Zertifikate

Knock-Out-Zertifikate sind am Markt sowohl in Form von Call- oder Put-Zertifikaten anzufinden, wobei die Call-Zertifikate eindeutig in der Überzahl sind. Für den Anleger bedeutet dies, dass er neben Call-Zertifikaten (auf steigende) auch mit Put-Zertifikaten auf fallende Kursentwicklung des Basiswerts spekulieren kann.

Das Knock-Out-Zertifikat in Form eines Call-Zertifikat hat eine Knock-Out-Schwelle, welche sich unterhalb des Basispreis des Zertifikats befindet. Käufer des Call-Zertifikats machen umso mehr Gewinn, desto höher der Basiswert im Kurs steigt. Sinkt der Kurs des Basiswerts irgendwann während der Laufzeit jedoch unter die Knock-Out-Schwelle verfällt das Zertifikat durch Knock-out wertlos.

Das Knock-Out-Zertifikat in Form eines Put-Zertifikat hat eine Knock-Out-Schwelle, welche sich überhalb des Basispreis des Zertifikats befindet. Käufer dieses Zertifikats gehen also davon aus, dass der Basiswert im Wert fallen wird. Käufer des Put-Zertifikats machen umso mehr Gewinn, desto tiefer der Basiswert im Kurs fällt. Steigt der Kurs des Basiswerts irgendwann während der Laufzeit jedoch über die Knock-Out-Schwelle verfällt das Zertifikat durch Knock-out wertlos.

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Differenz aus Basispreis und Referenzpreis wichtiger Risikofaktor

Wichtigster Risikofaktor des Knock-Out-Zertifikat ist die Differenz zwischen demCoincierge Icon 27 Basispreis und der Knock-Out-Schwelle. Umso geringer dieser Abstand ausfällt, desto weniger Spielraum gibt es für eine entgegen den Erwartungen befindliche Kursentwicklung.

Liegt die Knock-Out-Schwelle im anfänglichen Beispiel etwa bereits bei 96 EUR (anstatt 94 EUR) würde bereits ein Kursrückgang von 4 % zum Wertverfall des Knock-Out-Zertifikats (Call-Charakter) führen.

Daher ist für Anleger auch wichtig, bei der Beurteilung unterschiedlicher Knock-Out-Zertifikate auf einen bestimmten Basiswert auch die allgemeine Volatilität- gemessen etwa im Beta-Wert – des Basiswerts zu kennen, um beurteilen zu können, wie hoch das Risiko ist, dass die Knock-Out-Schwelle tatsächlich erreicht wird (selbst wenn es sich nur um eine kurzfristige Kursschwankung handeln möge).

Wo kann man Knock Out Zertifikate kaufen?

Prinzipiell kann man Knock Out Zertifikate direkt beim Emittenten oder aber – und dies ist viel geläufiger – die Knock-Out Zertifikate kaufen per Suche nach WKN/ISIN-Nummer bei Online-Direktbanken mit Wertpapierdepot.

Wir haben nachfolgend einige der beliebtesten und besten Online Direktbanken zum Kauf von Knock Out Zertifikaten aufgelistet.

Empfohlener Broker
Comdirect
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Bewertung
4.6
5.0
4.9
4.8
Mobile App Bewertung
9/10
9/10
8/10
8/10
Min. Trade
N/A25€N/A1 €
Hebel
1:301:301:301:30
Margenhandel
Anzahl Aktien
10.000+2.000+160200+
Anzahl ETFs
600+150N/A10
Kosten pro Trade
€3.95€0€2.5€0
Kosten pro Monat
€0€0€10€0
ETFs
3,90€0€2,50,01% - 0,5%
Fonds
9,90€ab 0,09%N/AN/A
CFDs
4,90€ab 0,09%2,50,01% - 8%
Sparpläne
0€0%N/AN/A
Krypto
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Anleihen
3,90€ab 0,09%N/AN/A
Handelsgebühren
Feste GebührenSpreads2,5Spreads
Auszahlungsgebühren
0€5€N/A€0 - €1/0.1%
Inaktivitätsgebühren
N/AN/A80N/A
Einzahlungsgebühren
0€N/AN/A0 €
CFD-Position über Nacht
N/AN/AN/AN/A
Sepa Überweisung
Kreditkarte
Giropay
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Sofortüberweisung

Welche Arten von Knock Out Zertifikaten gibt es?

Wir haben bereits erwähnt, dass Knock Out Zertifikate sowohl in Form von Put- und Call-Zertifikaten verfügbar sind. Außerdem gibt es zwei Arten von Knock Out Zertifikaten: laufzeitbeschränkte Knock Out Zertifikate und Open-End-Zertifikate mit Knock-Out-Schwelle.

LaufzeitbeschränkungOhne Laufzeitbeschränkung

Laufzeitbeschränkte Knock Out Zertifikate

Laufzeitbeschränkte Knock Out Zertifikate sind in der Regel die Norm. Dabei kann es Laufzeiten von einigen wenigen bis hin zu mehreren Monaten oder gar über ein Jahr hinaus geben. Die Laufzeit ist dabei ein zweischneidiges Schwert, denn: Umso länger die Laufzeit des Zertifikats, desto höher die Chance auf eine positive und hohe Rendite bei Verfallszeitpunkt.

Doch das Pendel schwingt eben in beide Richtungen – bei längerer Laufzeit wird es immer wahrscheinlicher, dass die Knock-Out-Schwelle irgendwann erreicht wird und das Zertifikat wertlos verfällt.

Beispiele für solche laufzeitbeschränkte Knock Out Zertifikate sind z.B.:

  • TURBO OPTIONSSCHEIN (LONG) AUF GOLD, WKN: SD49CP, Emittent: Societe Generale, Fälligkeit: 17.06.2022
  • TURBO OPTIONSSCHEIN (LONG) AUF SILBER, WKN: SD4956, Emittent: Societe Generale, Fälligkeit: 17.06.2022
  • TURBO-CALL-OPTIONSSCHEIN AUF DAX PERFORMANCE INDEX, WKN: VQ837Q, Emittent: Vontobel, Fälligkeit: 18.03.2022
  • TURBO OPTIONSSCHEIN (LONG) AUF S&P 500, WKN: SD6X4R, Emittent: Societe Generale, Fälligkeit: 17.09.2021

Knock Out Zertifikate ohne beschränkte Laufzeit

Knock Out Zertifikate ohne beschränkte Laufzeit („Open-End-Zertifikate“) sind mittlerweile ebenfalls zahlreich am Markt erhältlich. Hier sei jedoch praktisch allen Anlegern vom Kauf dieser Zertifikate abgeraten, es handelt sich um ein absolutes Profi-Werkzeug.

Nicht nur besteht das Risiko einer nachteiligen Kursentwicklung in dieser ewigen Laufzeit, sondern das Kündigungsrecht von Emittenten und Anleger ist sehr komplex und kann zwischen einzelnen Knock Out Zertifikaten variieren, dass Probleme und Streitigkeiten nahezu vorprogrammiert sind.

Ein detaillierter Blick in das entsprechende Produktprospekt ist darum stets essenziell und kann einen Zeitaufwand bedingen, welcher sich nur für professionelle Anleger jemals rentieren kann.

Beispiele für solche Knock-Out-Zertifikate mit Open End sind:

  • TURBO UNLIMITED LONG- OPTIONSSCHEIN OHNE STOPP-LOSS-LEVEL AUF DAIMLER AG, WKN: SD8VBH, Emittent: Societe Generale
  • OPEN END TURBO OPTIONSSCHEIN AUF DAIMLER AG, WKN: JJ6ZN9, Emittent: J.P. Morgan

So handelt man Knock Out Zertifikate

Wer als Anlager Knock Out Zertifikate handeln möchte, der benötigt sowohl einen klaren Entscheidungsprozess und einen geeigneten Broker, bei dem er Knock Out Zertifikate kaufen kann. Letzterer Aspekt ist relativ einfach – die meisten Online Direktbanken mit Wertpapierdepot bieten diese Möglichkeit, unser Testsieger ist Comdirect.

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Wie sieht der Entscheidungsprozess zum Kauf eines Knock Out Zertifikats aus? Hierfür gibt es fünf wichtige Schritte, die in genau dieser Reihenfolge durchgeführt werden sollten.

  1. Basiswert wählen: Am Anfang steht die Entscheidung, auf welchen Basiswert das Knock Out Zertifikat denn lauten soll, welches man handeln möchte. Die Auswahl ist dabei groß und reicht von Aktien, Indizes bis hin zu Rohstoffen.
  2. Laufzeit bestimmen: Dann ist festzulegen, für welchen Zeitraum die Betrachtung erfolgen soll. Möchte man eine langfristige Spekulation mit einem Open End Zertifikat machen oder einen kurzen Betrachtungszeitraum von Wochen bis Monaten mit einem Zertifikat mit laufzeitbeschränkten Zertifikat handeln?
  3. Erwartete Kursentwicklung verbalisieren: Nun gilt es, die erwartete Kursentwicklung des Basiswerts innerhalb der Laufzeit klar zu verbalisieren. Anleger müssen ihre Hypothese bzw. Investment Story klar formulieren – auf diesen Annahmen wird schließlich das riskante Investment getätigt.
  4. Entsprechendes Knock Out Zertifikat finden: Jetzt kann ein geeignetes Knock Out Zertifikat gefunden werden, welches den Basiswert mit geeigneter Laufzeit als Derivat nimmt und die erwartete Kursentwicklung entsprechend abbildet. Nützlich ist hierfür der Zertifikatfinder bei Comdirect. Dann muss man WKN und ISIN notieren.
  5. Knock Out Zertifikat kaufen und handeln: Bei seiner Direktbank mit Wertpapierdepot wie z.B. Comdirect kann man nun nach dem Zertifikat mit WKN/ISIN suchen und in wenigen Klicks das Knock Out Zertifikat kaufen und ins Wertpapierdepot holen.
  6. Knock Out Zertifikat überwachen bzw. verkaufen: Damit die Gefahr eines Totalverlusts minimiert wird, sollte das Zertifikat und der Preis des Basiswerts laufend überwacht werden. Notfalls kann vor Ablauf der Laufzeit ein Verkauf durchgeführt werden, um den Verlust zu beschränken.

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Wie funktionieren Knock Out Zertifikate?

Knock Out Zertifikate funktionieren im Grunde sehr ähnlich wie Optionsscheine. Ein wichtiger Unterschied liegt darin, dass Optionsscheine nahezu immer ein Laufzeitende haben, während es immer mehr Knock Out Zertifikate ohne Laufzeitende gibt.

Einfacher verständlich sind Knock Out Zertifikate dadurch, dass sich ihr Preis praktisch ausschließlich durch den Unterschied zwischen aktuellen Marktpreis des Basiswerts und Basispreis des Zertifikats ergibt. Allerdings kann es während der Laufzeit zur Anpassung des Basispreises kommen!

Die beim Optionsschein wichtigen Einflussfaktoren wie Volatilität des Basiswertes und verbleibende Restlaufzeit (auch als „Zeitwert“) haben hingegen beim Knock Out Zertifikat praktisch keinen Einfluss auf den Preis des Zertifikats. Eine wichtige Überlegung müssen Anleger jedoch bei Knock Out Zertifikaten mit unbeschränkter Laufzeit berücksichtigen.

Aufgrund der langen Laufzeit kommt es hier nämlich zumeist durch den Emittenten zu laufenden Anpassungen des Basispreises, um die wechselnden Finanzierungskosten sowie angefallenen Dividendenerträge bei Aktien als Basiswert zu berücksichtigen.

Dadurch kann der Abstand zwischen Basispreis und Knock Out Schwelle schwanken, was auch den Wert des Zertifikats beeinflusst. Weil es sowohl Knock Out Calls und Knock Out Puts gibt, werden wir die Funktionsweise dieser zwei Arten von Knock Out Zertifikat mit einem Beispiel eines Zertifikats auf den DAX im Detail betrachten.

Knock-Out-CallKnock-Out-Put

Wie ein Knock Out Call funktioniert

Erwartet man als Anleger einen Kursanstieg des DAX, ist ein Knock Out Call die richtige Wahl. So erhält man gehebelte Partizipation an der Kursentwicklung des DAX. Welcher Hebel zur Verfügung steht ergibt sich aus dem Stand des Basiswertes (DAX) und dem Basispreis bzw. Strike-Preis des Knock Out Zertifikat.

Das grundlegende Prinzip: Umso geringer dem Abstand von Basiswert und Strike-Preis, desto höher wird die Hebelwirkung. Warum muss das so sein? Geringerer Abstand bedeutet höheres Risiko eines Totalverlusts für den Anleger; folglich muss dies für den Anleger durch einen höheren Hebel mit höherer Gewinnmöglichkeit kompensiert werden, damit dieser den Kauf als Knock Out Calls riskiert. So können Hebel jenseits der 100 geläufig sein.

Hinsichtlich Basispreis und Knock Out Schwelle sind diese meist ident, allerdings nicht zwangsläufig. Fällt der Basiswert unter die Knock Out Schwelle, erleidet der Anleger einen Totalverlust. Läge hingegen die Knock Out Schwelle etwas über dem Strike-Preis, so erhielte der Anleger bei Knock out noch einen minimalen Restbetrag.

Als Beispiel gehen wir nun von einem aktuellen DAX Stand von 14.200 Punkten aus. Der Anleger rechnet mit einem baldigen Kursziel von 15.000 Punkten. Mit Chartanalyse ermittelt er ein solides Unterstützungsniveau bei 14.000 Punkten. So beschließt er den Kauf eines Knock Out Calls mit identem Strike Preis und Knock Out bei 13.750. Praktisch wäre hier oft Aufgeld zu zahlen, wir blenden dies für das Beispiel jedoch aus.

  • Produkt: Knock Out Call DAX
  • Emittent: ABC Bank
  • Strike (Basispreis): 13.900 Punkte
  • Knock Out Schwelle: 13.900 Punkte
  • Bezugsverhältnis: 0,01
  • Währung: EUR
  • Laufzeit: Open End

Wir ermitteln den Preis des Knock Out Zertifikats daher folgendermaßen

(Kurs Basiswert – Strike) x Bezugsverhältnis = (14.200 – 13.900) x 0,01 = 3 EUR

Der Knock Out Call hätte somit einen Hebel von 33,33 – was auch bedeutet, dass der einzelne Gewinn/Verlust den DAX mit diesem Multiplikator vervielfachen würde. Was heißt dies konkret? Steigt/fällt der DAX 1 %, so steigt/fällt Knock Out Call in diesem Zeitraum um 33,33 %. Steigt/fällt der DAX um 1,5 %, steigt/fällt Knock Out Call in diesem Zeitraum um 49,995 %, fällt der DAX über 2,25 %, gibt es einen Totalverlust, weil die Knock Out Schwelle erreicht würde. Der Preis des Zertifikats läge bei 0 EUR.

Würde gemäß Erwartungen des Anlegers der DAX auf 15.000 Punkte klettern (Anstieg von 5,63 %), würde der Knock Out Call im selben Zeitraum auf (15.000 – 13.900) x 0,01 = 11 EUR steigen – oder eben um 266,66 %. Kein schlechter Anstieg bei so kleinem Anstieg im Kurs des DAX.

Wie ein Knock Out Put funktioniert

Wer den DAX in naher Zukunft nach unten rutschen sieht, der wird mit dem Knock Out Short liebäugeln. Wir gehen wieder vom DAX Kurs bei 14.200 Punkten aus. Der Anleger erwartet einen Kursrückgang auf 13.500 Punkte. Die Chartanalyse lässt ihn einen soliden Widerstand bei 14.400 Punkten interpretieren. Darum wählt er den Kauf eines Knock Out Puts mit einem identen Basispreis und Knock Out Schwelle von 14.500 Punkten.

Praktisch fällt hier oft ein Abgeld an, wir blenden dies für dieses Beispiel aber aus.

  • Produkt: Knock Out Put auf DAX
  • Emittent: ABC Bank
  • Strike (Basispreis): 14.500 Punkte
  • Knock Out Schwelle: 14.500 Punkte
  • Bezugsverhältnis: 0,01
  • Währung: EUR
  • Laufzeit: Open End

Eine Ermittlung des Preises des Knock Out Puts ergibt sich dabei wiefolgt.

(Basispreis – Kurs des Basiswerts) x Bezugsverhältnis =

14.500 – 14.200 x 0,01 = 3 EUR

Um den Hebel zum Kaufzeitpunkt des Knock Out Puts zu berechnen, benötigen wir die Formel

(Kurs Basiswert x Bezugsverhältnis) / Preis Knock Out Puts = 142 / 3 = 47,33

Der Multiplikator des DAX wäre beim Knock Out Put folglich 47,33 betragen – in jegliche Richtung. Ganz konkret heißt dies:

Steigt/fällt der DAX um 1 % hat der Knock Out Put einen Gewinn/Verlust von 47,33 %
Steigt/fällt der DAX um 2 %, hat der Knock Out Put einen Gewinn/Verlust von 94,66 %

Geht die Kalkulation des Anlegers auf bzw. bewahrheitet sich seine Annahme, würde der DAX einen Verlust von 5 % machen, während der Preis des Knock Out Puts im selben Zeitraum um ganze 233,33 % (14.500 – 13.500)x0,01 = 10 EUR ansteigen.

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So klappt der Handel mit Knock Out Zertifikaten – Darauf sollte geachtet werden beim Handel

Der Handel mit Knock Out Zertifikaten ist ohnehin nur einer kleinen Gruppe von äußerst erfahrenen, risikofreudigen und mit umfangreichen Marktkenntnissen erfahrenen Anlegern als eine Bereicherung ihres ausgewogenen Anlageportfolios zu empfehlen.

Damit der Handel tatsächlich gelingt und die vielen lauernden Gefahren umschifft werden können, sind hier wichtige Tipps zum Handel mit Knock Out Zertifikaten.

  • Hebelwirkung beachten: Anleger müssen sich stets die zweischneidige Natur des Leverage-Trading beim als Hebelzertifikat einzustufenden Knock Out Turbo vor Augen halten. Die Chance auf erhöhte Gewinne ist unmissverständlich mit einem erhöhten Ausfallsrisiko bis hin zum Totalverlust verbunden. Der Hebel vervielfacht Gewinne und Verluste – je nach Kursentwicklung des Basiswert.
  • Volatilität kennen: Um die Knock-Out-Schwelle in Beziehung zum Basispreis beurteilen zu können, müssen Anleger die durchschnittliche Volatilität des Basiswertes genau kennen. Beste Orientierung ist hierfür der für nahezu alle Anlagen öffentlich einsehbare Beta-Wert.
  • Laufzeit evaluieren: Ist der Basiswert einmal gewählt, können Anleger eines von zahlreichen Knock Out Zertifikaten kaufen. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist dabei die Laufzeit der einzelnen Knock Out Zertifikate, wobei die längere Laufzeit auch ein unterschiedliches Risiko-Ertrags-Potenzial impliziert.
  • Regelmäßig überprüfen: Aufgrund der Gefahr des Totalverlusts bei Erreichen der Knock-Out-Schwelle müssen Anleger den Kurs des Basiswertes nahezu täglich und mindestens wöchentlich überprüfen. Im Notfall kann mit einem vorzeitigen Verkauf der tatsächliche Verlust wenigstens begrenzt werden.
  • Langsam starten: Ambitionierte Anleger, welche ohnehin erst mit umfangreichen Marktkenntnissen bewaffnet den Handel mit Knock Out Zertifikaten starten sollten, starten besser langsam und bedacht in diesen risikoreichen Markt. Ein Knock Out Zertifikat mit minimaler Hebelwirkung und kurzer Laufzeit sowie geringem Anlagebetrag ist zu bevorzugen.
  • Gebühren beachten: Knock Out Zertifikate können sich auch bei ihrer Gebührenstruktur unterscheiden. Sowohl der Spread als auch der Aufpreis schwanken bei einzelnen Zertifikaten und können insgesamt wichtige Nebenkosten ergeben, welche letztendlich die Rendite beeinträchtigen.

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Lohnt sich ein Investment in Knock Out Zertifikate?

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Investments wird natürlich am besten nachträglich durch die erzielte Rendite beantwortet – mangels dieser Aussagekraft müssen wir uns dem Risiko-Rendite-Verhältnis als nächstbesten Indikator zuwenden. Folglich müssen wir noch einmal kurz die Risiken und  möglichen Renditen bei Knock Out Zertifikaten gegenüberstellen.

Abgesehen von den allgemeinen Risiken beim Hebel mit Zertifikaten – also dem Emittentenrisiko, welches eine Gefahr des Totalverlusts für den Anleger bei Konkurs des Emittenten bringt – ist beim Knock Out Zertifikat das Risiko von hohen Verlusten exorbitant hoch. Hierfür ist es gar nicht erforderlich, dass die Knock Out Schwelle während der Laufzeit erreicht wird.

Weil Knock Out Zertifikate Hebelzertifikate mit Hebel von meist 5, 10, 20 oder höher sind, reichen schon geringe Schwankungen des Kurs des Basiswerts innerhalb der Range zur Knock-Out-Schwelle, um einen hohen Verlust für den Anleger zu verursachen. Das vorangehende Beispiel in diesem Artikel hat gezeigt, wie hoch der Verlust über jenem bei einem Direktinvestment in den Basiswert ausfällt.

Welche Ertragschancen stehen diesen hohen Risiken bisweilen gegenüber? Nun, der große Vorteil am Knock Out Zertifikat ist, dass mit einem geringen Eigenkapital alleine auf die Kursveränderung des Basiswerts spekuliert werden kann, ohne den Basiswert selbst kaufen zu müssen. Der Hebeleffekt, der sich daraus ergibt, lässt scheinbar unerreichbare Renditen möglich werden – sofern man die Kursentwicklung korrekt vorhersagt.

Wichtig ist aber auch, dass Knock Out Zertifikate mit der Knock Out Schwelle ein einzigartig hohes Risiko bereithalten, welches einem nicht einzigartigen Ertragspotenzial gegenübersteht. Denn: Mit Differenzkontrakten auf die selben Basiswerte können Anleger ein Derivat mit ebenso hohem Hebel handeln ohne gleichzeitig das Risiko eines Totalverlusts bei Erreichen der Knock Out Schwelle eingehen zu müssen.

Differenzkontrakte auf Basiswerte bieten nämlich im Gegensatz zum Knock Out Zertifikat mehr Flexibilität, starten häufig mit einem geringeren Mindestinvestment und haben gar keine Knock Out Schwelle und können jederzeit während der allgemeinen Handelszeiten verkauft bzw. geschlossen werden, um den tatsächlichen Verlust gering zu halten.

Fazit: Ein Investment in Knock Out Zertifikate ist für die allermeisten Anleger ein unnötig hohes Risiko, welches nicht einzugehen wert ist. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass gerade Privatanleger mit hohem Risikoappetit auf die günstigere und flexiblere Option der Differenzkontrakte bei Online Brokern wie eToro setzen können, um ebenfalls mit hohem Hebel und geringem Kapitaleinsatz erhöhte Gewinnchancen wahrzunehmen – immer im Bewusstsein, dass hohe Verlustrisiken gegenüberstehen.

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Welche Kosten und Gebühren fallen beim Knock Out Zertifikate Kauf an?

Der Kauf von Knock Out Zertifikaten ist mit einigen Gebühren verbunden, welche AnlegerBuy-and-Hold nicht außer Acht lassen sollten. Letztendlich kann die Höhe dieser Gebühren schließlich auch einen Einfluss auf die effektive Rendite haben.

Dabei sollten Anleger stets die Höhe der folgenden Gebühren beachten:

  • Aufgeld: Name für den Aufpreis bei Knock Out Call Zertifikaten.
  • Abgeld: Name für den Aufpreis bei Knock Out Put Zertifikaten.
  • Spread: Differenz zwischen Ankauf- und Verkaufspreis eines Knock Out Zertifikats.

So kann man Knock Out Zertifikate bei Comdirect handeln

Schritt 1: Wertpapierdepot eröffnen und verifizieren

Im ersten Schritt eröffnet man als Anleger ein Wertpapierdepot bei der Comdirect Bank. Hierfür füllt man im Anmeldeformular persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift und weitere Informationen aus.

Direkt zur Anmeldung

Nach Eingabe und Übermittlung aller erforderlichen Daten, muss der Anleger seinen Antrag und seine Identität verifizieren. Hierfür kann entweder das PostIdent oder VideoIdent Verfahren genutzt werden, das VideoIdent Verfahren geht innerhalb weniger Minuten bequem über das Smartphone.

Nach Überprüfung der Identität und Wohnanschrift – hierfür muss man seinen Reisepass bzw. Personalausweis und eine aktuelle Stromrechnung vorlegen – ist das Comdirect Konto mit Wertpapierdepot eröffnet.

Schritt 2: Einzahlung tätigen

Jetzt kann man als Anleger auf das Comdirect Konto bzw. Referenzkonto einzahlen, welches mit dem Wertpapierdepot verknüpft ist. Das Referenzkonto dient der Verrechnung aller Käufe und Verkäufe über das Wertpapierdepot.

Nur das hier hinterlegte Geld kann zum Kauf von Knock Out Zertifikaten verwendet werden. Ist das Geld eingelangt, kann über den Zertifikate Finder von Comdirect ein geeignetes Knock Out Zertifikat gesucht werden.

Schritt 3: Knock Out Zertifikat handeln

Hat man als Anleger ein Wertpapierdepot bei der Comdirect Bank eröffnet, auf das Referenzkonto eingezahlt und weiß bereits, welches Knock Out Zertifikat kaufen gewünscht ist, dann kann dieses direkt per WKN in der Suchleiste gefunden werden.

Mit wenigen Klicks kann man dann den Kauf bzw. Verkauf bestätigen und das Knock Out Zertifikat handeln – ganz gemäß der eigenen Handelsstrategie.

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Was ist ein Knock Out Zertifikate Rechner?

Bei Open End Knock Out Zertifikaten kann der Preis während der Laufzeit durch Veränderungen im Basiswert stark schwanken. Damit Anleger vor dem Knock Out Zertifikate kaufen besser abschätzen können, welche Preisveränderungen sich bei diversen Marktszenarien (Preisveränderungen des Basiswerts) ergeben könnten, gibt es im Internet Knock Out Zertifikate Rechner.

Diese funktionieren folgendermaßen:

  1. Man wählt einen Basiswert für den Knock Out aus.
  2. Definiert dann unterschiedliche Szenarien für den Basiswert – also etwa Kursanstieg oder Kursrückgang in einem bestimmten Ausmaß und gibt auch die gewünschte Haltedauer ein.
  3. Dann kann man die Änderung im Preis des Knock Out Zertifikats ablesen.

Als Anleger kann man so seine Hypothesen für die Entwicklung des Basiswerts überprüfen und besser abschätzen, ob das Knock Out Zertifikate kaufen zielführend ist zum gegebenen Zeitpunkt – oder eben nicht.

Die besten Handelsstrategien für Knock Out Zertifikate

Anleger suchen intensiv nach den besten Handelsstrategien für Knock Out Zertifikate. Ein verständlicher Wunsch, dem jedoch ein wichtiger Gedanke vorgereiht werden muss: Ausschließlich sehr erfahrene Trader mit ausgezeichneten Marktkennnissen sollten überhaupt erst den Handel mit diesen hochriskanten Hebelzertifikaten andenken.

Dabei gibt es keine komplexen Handelsstrategien für Knock Out Zertifikate per se. Oberstes Gebot ist, dass Anleger nur akzeptables Risiko mit Kapital eingeht, welches man sich zu verlieren leisten kann. Daran schließt die Nowtendigkeit an, dass der Anleger eine hohe Zuversicht und Überzeugung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit der Kursentwicklung des Basiswerts hat, au den er ein Knock Out Zertifikat kaufen möchte.

Erwartet man einen Kursanstieg, wählt man ein Knock Out Call Zertifikat, erwartet man einen Kursrückgang, wählt man ein Knock Out Put. Die Laufzeit des Zertifikats sollte entsprechend des erwarteten Zeitraums der Kursentwicklung gewählt werden. Erwartet man rasch einen hohen Kursanstieg, wird ein Knock Out Call mit kurzer Laufzeit die beste Wahl sein.

Die Vor- und Nachteile von Knock Out Zertifikaten

Ob Knock Out Zertifikate kaufen sinnvoll ist, das hängt von vielen Faktoren inklusive dem Risikoprofil und der Markterfahrung des Anlegers ab. Das hochspekulative Finanzinstrument ist mit Vorteilen und Nachteilen verbunden, welche wir im nachfolgenden Abschnitt näher betrachten werden.

Das spricht für den Kauf von Knock Out Zertifikaten

  • Keine Nachschusspflicht: Ein Vorteil von Knock Out Zertifikaten ist, dass der Verlust auf den getätigten Investmentbetrag begrenzt ist. Anders als bei Differenzkontrakten oder Futures gibt es keine Nachschusspflicht, falls die eigene Margin ausläuft – es handelt sich nicht um Margin-Trading, denn bei der Knock-Out-Schwelle wird der Trade automatisch geschlossen. Allerdings bedeutet auch dies noch einen Totalverlust.
  • Hohe Hebelwirkung: Risikofreudige Anleger kommen bei Knock Out Zertifikaten ganz auf ihren Geschmack, denn mit Knock Out Zertifikaten sind Hebel bis zu den für Privatanlegern gemäß ESMA-Bestimmungen erlaubten 30-fachen Hebel möglich. Dadurch kann man mit geringem Investment einen hohen Betrag handeln, allerdings sind mögliche Erträge und Verluste dadurch beide sehr hoch.
  • Geringer Volatilitätseinfluss: Erfahrene Marktkenner wissen, dass die Volatilität des Basiswerts in der Regel einen starken Einfluss auf den Preis des Finanzinstruments, also meist auch den Preis des Zertifikats hat. Bei Knock Out Zertifikaten ist dies allerdings nicht der Fall, weil das Risiko des Emittenten durch die Knock-Out-Schwelle bzw. das Knock Out begrenzt ist, wodurch Volatilitätseinflüsse weitgehend entfallen.
  • Lange günstig hebeln: Mit Knock Out Zertifikaten, welche Open End-Eigenschaft haben können Anleger ihren gewünschten Basiswert auf sehr lange Frist mit hohem Hebel handeln, ohne die hohen Overnight-Gebühren zu bezahlen, welche bei Differenzkontrakten für den Kapitalzuschuss anfallen.

Das spricht gegen den Kauf von Knock Out Zertifikaten

  • Knock-Out rasch erreicht: Bereits ein einziger unerwarteter Kursrutsch, wie er an den Finanzmärkten immer wieder vorkommt, könnte dafür sorgen, dass die Knock Out Schwelle erreicht wird und somit das Zertifikat sofort seinen Wert verliert. Insofern müssen Anleger mit dem Restrisiko eines jederzeitigen Totalverlustes umgehen lernen.
  • Permanente Überwachung: Es ist ebendieses Risiko, dass es durch eine einzige Kursbewegung zum Erreichen der Knock Out Schwelle kommt, welche für Anleger die Notwendigkeit birgt, dass sie die Kursentwicklung des Basiswertes im Idealfall täglich bzw. mehrmals wöchentlich überprüfen und nachverfolgen müssen, um im Notfall mit einer vorzeitigen Veräußerung den Schaden zu begrenzen.
  • Große Vielfalt: Klingt zunächst nach einem Vorteil, letztendlich aber eher ein Nachteil ist die große Vielfalt an Knock Out Zertifikaten, welche sich am Markt findet – und sich auch schon bei den uneinheitlichen Bezeichnungen zeigt. Selbst erfahrene Trader, die laufend mit Zertifikaten handeln, müssen immer wieder die Spezifika des Knock Out Instrumente im Produktprospekt nachschlagen, um negative Überraschungen zu vermeiden.

Fazit

Knock Out Zertifikate sind ein hochspekulatives Hebelzertifikat, welche einen effektivenFazit Hebel von über 1:100 bieten können. Es gibt sie als laufzeitbegrenzte oder Open End Zertifikate auf jede mögliche Art von Basiswert, mit dem sie nahezu 1:1 korrelieren.

Geeignet sind Knock Out Zertifikate nur für erfahrene Anleger mit hoher Risikobereitschaft. Bei Open End Zertifikaten sollte ein Zertifikatrechner mit mehreren Szenarien beachtet werden, weil der Preis des Zertifikats stark schwanken kann. Die eklatanten Risiken von Knock Out Zertifikaten sind Totalverlust bei Erreichen der Knock Out Schwelle sowie das allen Zertifikaten gemeinsame Emittentenrisiko.

Wer Knock Out Zertifikaten kaufen möchte, dem empfehlen wir die Comdirect Bank. Bei kostenlosem Wertpapierdepot kann man hier alle möglichen Knock Out Zertifikate mit WKN/ISIN sichern und mit wenigen Klicks handeln.

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FAQs

Was ist ein Knock Out Zertifikat?

Ein Knock Out Zertifikat ist ein Hebelzertifikat mit einer Knock Out Schwelle – erreicht der Basiswert diesen Kurs verfällt das Zertifikat automatisch, der Wert ist null und der Anleger erleidet Totalverlust. Knock Out Zertifikate können Hebel von über 1:100 erreichen; umso näher Basiswert und Knock Out Schwelle beieinander sind, desto höher Hebel und Risiko des Zertifikats.

Kann ich ein Knock Out Zertifikat jederzeit verkaufen?

Ja, ein Knock out Zertifikat kann jederzeit während seiner Laufzeit verkauft werden, sofern die Knock Out Schwelle noch nicht erreicht wurde. Wird diese jedoch erreicht verfällt das Knock Out Zertifikat automatisch im Wert und der Anleger erleidet einen Totalverlust seines Investments.

Wie handelt man Knock Out Zertifikate?

Als spekulativer Anleger kann man diese spekulativen Zertifikate entweder direkt beim Emittenten handeln oder – wie zumeist gemacht wird- über eine Depotbank, bei der man sein Wertpapierdepot hat. Jedes Knock Out Zertifikat hat eine WKN/ISIN, über die das Instrument gefunden und gehandelt werden kann.

Sind Knock Out Zertifikate Optionen?

Nein, Knock Out Zertifikate sind keine Optionen. Unterschiede liegen in der Knock Out Schwelle – automatisches Verfallen bei Erreichen eines Preisniveaus. Zudem ist die Preisermittlung beim Knock Out Zertifikat transparent, weil sie durch den Abstand von Preis des Basiswerts und Knock Out Schweller bestimmt wird.

Zuletzt aktualisiert am 19. Juli 2021

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Christoph Peterson

Christoph ist vor ein paar Jahren auf das Thema Kryptowährungen gestoßen und beschäftigt sich als Autor und Enthusiast seither intensiv mit den Themen Kryptowährungen, Blockchain und STOs.