Markt für Kryptowährungen könnte implodieren | Bericht

7
Markt für Kryptowährungen könnte implodieren
Anzeige

Der gesamte Markt für Kryptowährungen könnte laut Analysten von Juniper Research in naher Zukunft implodieren. Bitcoin und Altcoins könnten schon bald komplett zusammenbrechen. Die Finanz-Gruppe analysierte verschiedene Sektoren rund um die neue Anlageklasse „Krypto“. Wichtige technische, regulatorische und soziale Fragen wurden gestellt, um die Zukunft der digitalen Währungen bewerten zu können.

Deutliche Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr

Eine aktuelle Studie von Juniper Research mit dem Titel „The Future of Cryptocurrency: Bitcoin & Altcoin Trends & Challenges 2018-2023“ warnt davor, dass die technischen Indikatoren darauf hindeuten, dass der gesamte Markt für Kryptowährungen möglicherweise vor einem Kollaps steht. Ihre Prognose basiert auf mehreren Faktoren, vor allem aber auch technischen Details der Kryptowährungen.

Der Studie zufolge sank das tägliche Transaktionsvolumen Bitcoin (BTC), der beliebtesten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, von 360.000 täglichen Transaktionen Ende des Jahres 2017 auf nur 230.000 tägliche Transaktionen im September 2018. Gleichzeitig sanken auch die transferierten Geldmengen: 3,7 Milliarden US Dollar sollen es Ende des Jahres (2017) noch gewesen sein. Im September (2018) waren es „nur“ noch 670 Millionen US Dollar.

Und es wird noch schlimmer

Die Analysten kamen zu dem Schluss, dass dem Krypto-Markt ein weiterer deutlicher Rückgang bevorsteht. Sie meinten, dass „Juniper aufgrund der [rückläufigen] Aktivitäten in der ersten Hälfte des dritten Quartals einen weiteren Rückgang der Transaktionswerte um 47 Prozent gegenüber dem Vorquartal voraussagt.“

Ein Zeichen von Schwäche ist es laut Juniper, dass sich Bitcoin trotz Brexit und Handelsstreit zwischen den USA und China – was laut Juniper den idealen Rahmen für eine Kapitalverlagerung von traditionellen Währungen zu Kryptowährungen hätte sein können bzw. müssen – nicht durchsetzen konnte.

Jedoch seien nicht nur die Kryptowährungen überbewertet, auch die Krypto-Börsen tragen ihren Teil zum Untergang bei. Eine Trendwende für Bitcoin & Co. kann die Finanz-Gruppe nicht erkennen. Stattdessen beendete Juniper Research die eigene Analyse mit den Worten:

Wir glauben, dass die Industrie kurz vor einer Implosion steht.


Quelle: newsbtc, Der gesamte Markt für Kryptowährungen könnte laut Analysten von Juniper Research in naher Zukunft implodieren., CC0

Anzeige

7 KOMMENTARE

  1. “…„nur“ noch 670 Milliarden US Dollar.” Ich denke hier sind wohl eher Millionen gemeint.

    Die Zahlen sind aber ein wenig effektheischend. Natürlich hat sich bei einer Verringerung der Anzahl der Transaktionen auch gehandelte Gegenwert in einer realen Währung verringert. Der Kurs ist schließlich gefallen. Dafür braucht man nur ein bisschen Dreisatz…

    Weder die Anzahl der Transaktionen noch der Gegenwert in einer realen Währung geben hier ein vollständiges Bild wieder. Die Transaktionen können nämlich viele oder wenige Bitcoins umfassen. Interessant wäre hier wieviele Bitcoins tatsächlich gehandelt wurden.

    Ich weiß beim besten Willen nicht, wie man aus den genannten Zahlen eine “Implosion” vorhersagen kann. Wenn man die Zahlen so unreflektiert übernimmt, dann klingen sie natürlich “dramatisch”. Eine Implosion könnte man sicher mit strukturellen Problemen begründen, aber das findet hier gar nicht statt.

  2. “3,7 Milliarden US Dollar sollen es Ende des Jahres (2017) noch gewesen sein. Im September (2018) waren es „nur“ noch 670 Milliarden US Dollar”. Da wurden wohl Millionen mit Milliarden verwechselt.

  3. Also wenn man bedenkt, wie viel richtig reiche Investoren, große non-crypto-Firmen wie die ICE, IBM, Microsoft und Co. FiatGeld in Blockchain-Projekte investiert haben, Kryptobörsen wie Coinbase & Custodies-Services wie BitGo sich auf einen Billionen-Markt einstellen, japanische Megabanken wie die SBI Holding sehr stark Krytowährungen in ihr Tagesgeschäft einbinden, eToro gerade erst ihren Kunden Bitcoin & Co. viel zugänglicher gemacht haben und haufenweise weltweit Krypto-Automaten aufgestellt werden, frage ich mich ernsthaft, warum dann diese massiven Entwicklungen betrieben werden, wenn in circa 5 Jahren doch alles in ein Schwarzes Loch verschwinden soll oder auch implodieren, je nach der Bezahlung der Effekte. Sehr wahrscheinlich haben sich diese Analysten ihren ersten Bitcoin gekauft und wollen mit ihrer Glaskugel-Vorhersage den Preis drücken um nachzukaufen. Clevere Taktik, vielleicht schaffen sie es um ein paar Hundert Dollar noch sinken zu lassen. Für alle Anderen – 110% Massenadaption, Entwicklung, KYC, Transparenz und mehr Speed! Die Blockchain hat gesprochen!

  4. Der Witz ist doch, dass jeder Analyst zu einem anderen Ergebnis kommt. Während die Einen den Kryptowährungen eine glänzende Zukunft voraussagen, sehen die Anderen ihren nahen Untergang.

    Ich persönlich kann die Weltuntergangsstimmung nicht teilen. Ende 2017 war der Markt völlig überhitzt. Das hat ja auch zu den bekannten Skalierungsproblemen geführt. Inzwischen wurde und wird viel Geld und Manpower in die Entwicklung von Lösungen gesteckt.
    Dass die Blase von Ende 2017 Anfang 2018 geplatzt ist und der Bitcoin aktuell einen recht stabilen Kurs fährt, sehe ich eigentlich als ein gutes Zeichen.
    Anstatt sich Hals- über Kopf in die nächste Blase zu stürzen warten die Märkte eben erstmal die kommenden technologischen und legislativen Entwicklungen an. Das ist vernünftig so.
    Und ein gar nicht so unerheblicher Teil des Kapitals, welches aus der Marktkapitalisierung der Kryptowährungen hinausgeflossen ist, dürfte in technologische Entwicklungen auf diesem Gebiet investiert worden sein, die aber erst in ein paar Jahren Früchte tragen.

    Ich denke auch, dass Kryptowährungen ihre profunden Vorteile haben (und sich deshalb langfristig etablieren werden), aber eben nicht einsteigerfreundlich genug sind.
    Viele Menschen haben aktuell schlicht und einfach nicht das Know-How Kryptowährungen zu kaufen und zu nutzen. Es gibt halt viele Begriffe und Konzepte zu lernen, die dem Otto-Normalverbraucher noch ein Buch mit sieben Siegeln sind. Die Meisten haben noch immer keine Vorstellung davon, was eine Blockchain, eine Wallet, ein Seed, eine Fork u.s.w sind.
    Daher können Kryptowährungen aktuell auch trotz Brexit, Handelskriegen und Währungsabstürzen ihr Potential als “Krisenwährung” nicht ausschöpfen.
    Dies wird sich aber ändern, da einerseits immer mehr einsteigerfreundliche Anwendungen auf den Markt kommen und die Leute sich das Wissen auch nach und nach aneignen, je relevanter es wird.

    • Ich denke die breite Masse interessieren die Details und Hintergründe zur Blockchain etc. nur wenig was eventuell die Schwellenangst etwas reduziert. Aber in der praktischen Anwendung wie kaufen oder wieder verkaufen, ist es für den Ottonormal Verbraucher einfach noch viel zu kompliziert um als “Krisenwährung” eine große Akzeptanz zu finden. Jede Kryptobörse hat andere Vorgaben, Verifizierungen, mal kann man nur mit BTC Coins kaufen, andere bieten Kreditkarten dazu an, wieder andere nur Fiatüberweisungen. Unzählige Passwörter, lange Addressen und für jeden Coin ein anderer Wallet machen es nicht einfacher. Eine Krisenwährung müsste ja auch stabil sein, kaum an Wert verlieren aber dann auch wenig an Wert steigen. Das wäre mir zu langweilig, die meisten steigen ein weil sie an eine hohe Verbreitung glauben und sich hohe Renditen versprechen. Aber an eine Implosion des Kryptomarkts glauben wohl nur die Berufspessimisten. Dafür gibt es auf lange Sicht schon zuviele positive Entwicklungen und Anwendungen bzw. Konzerne u. Institutionen die konkrete Vorstellungen haben, aber es besteht die Gefahr, dass der Bankensektor die Kontrolle übernimmt und damit von unabhängiger, dezentraler Weltwährung usw. keine Rede mehr sein kann.

  5. Die massive Manipulation dank der Bitfinex-Tether Mafiaconnection Ende 2017 bis Anfang 2018 spielt bei den Analysten wohl keine Rolle.

    Hätte man aber auch beiläufig im Artikel erwähnen können. Denn der Katalysator für die Überhitzung in dem Zeitraum war nur Bitfinex-Tether zu verdanken.

    Heute sind die angeblich kurz vor dem Ruin.

    Nicht zu vergessen die womögliche Manipulation den Bitcoin Markt als stabil aussehen zu lassen, um SEC davon zu überzeugen ein ETF freizugeben.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

1 × 5 =