Online Broker Vergleich

Während Aktien früher in der Regel im örtlichen Bankhaus geordert wurden, ist das Online-Trading heute für viele Anleger zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Selbst Neulinge am Finanzmarkt entscheiden sich für dieses Angebot, das dank vielfältigen Informations-, Support und Schulungsmöglichkeiten bei vielen Brokern ein Servicelevel erreicht hat, das den Unterstützungsmöglichkeiten konventioneller Banken mindesten ebenbürtig ist oder dieses sogar noch übertrifft.

Die noch dazu meist günstigen Tradinggebühren sowie vielfältige Analyse- und Tradingstools machen das Onlinebroking zu einem Wachstumsmarkt auch im Privathandel.

Doch worauf sollten Anleger bei der Wahl des Brokers achten? Welche Anbieter sind empfehlenswert? Diesen Fragen sind wir in einem Vergleich von vier führenden Onlinebrokern nachgegangen.

Worauf sollten Anleger achten?

Den wohl bedeutendsten Faktor bei der Auswahl des passenden Onlinebrokers stellen die  Gebühren  dar, die vom Anbieter für die Verwaltung des Depots und abgewickelter Orders erhoben werden.

Die Gebühren wirken sich dabei unmittelbar auf die Rendite aus: hohe Gebühren schmälern den Gewinn des Anlegers.

Allerdings greift ein reiner Gebührenvergleich zu kurz, wenn es darum geht, einen Anbieter zu finden, der den eigenen Bedürfnissen und Erwartungen bestmöglich entspricht.

Bei der Brokerwahl sollte deshalb eine Reihe an Faktoren berücksichtigt werden:

Handelsplätze und -zeiten

Der Zugang zu allen deutschen Börsenplätzen wie dem elektronischen Handelsmodul XETRA, den klassischen Wertpapierbörsen in Frankfurt oder Stuttgart oder regionalen Börsen wie beispielsweise in München, Düsseldorf, Berlin, oder Hamburg ist bei nahezu allen Anbietern selbstverständlich.

Allerdings spielt auch die Verfügbarkeit von ausländischen Börsen eine wichtige Rolle, da manche ausländische Aktien an ihren Heimatbörsen gelegentlich zu einfacheren Konditionen gehandelt werden können. Bedeutende Börsen sind dabei z. B.:

  • NYSE,
  • NASDAQ,
  • AMEX,
  • London Stock Exchange.

Der Handel an ausländischen Börsen bietet zudem auch eine größere Auswahl an Handelszeiten, da der globale Handel aufgrund von  Zeitverschiebungen fast nie zur Ruhe kommt. Gerade in Krisenzeiten kann dies ein bedeutender Vorteil sein.

Außerbörslicher Direkthandel
In diesem Zusammenhang gewinnt auch der außerbörsliche Direkthandel immer stärker an Bedeutung wird. Er bietet die Möglichkeit zu Wertpapier-Orders mit sofortiger Ausführung bzw. Bestätigung.

Durch den Wegfall bzw. die Reduzierung von Börsenplatz- und Maklergebühren ist der Handel noch dazu in der Regel deutlich günstiger als an den konventionellen Handelsplätzen.

Tradinggebühren

Der Gebührendschungel der verschiedenen Anbieter kann vor allem Neulingen am Aktienmarkt einige Kopfschmerzen bereiten. So können auch viele vermeintlich kostengünstige Angebote bei genauerem Hinsehen versteckte Kosten offenbaren. Doch auch die Vielzahl der Abrechnungsmodelle kann eine echte Herausforderung bedeuten.

  • So versprechen manche Dienstleister eine günstige Abrechnung zum Festpreis.
  • Andere locken mit einer festgelegten Anzahl an kostenlosen Aufträgen pro Monat.
  • Wieder andere mit vollständiger Kostenfreiheit für alle Basisaufträge, sofern ein bestimmtes Handels- und Ordervolumen eingehalten wird. Wird dieses jedoch nicht erfüllt, können Sondergebühren fällig werden.

Zusätzliche Gebühren

Neben den Gebühren für die Erteilung der Order selbst können auch Aufschläge für besondere Dienstleistungen wie Telefonorder oder Teilausführungen fällig werden.

Zudem können auch Kosten für nicht in Aktien angelegtes Vermögen (Inaktivitätsgebühr oder Overnightgebühr) fällig werden.

Tipp:Kunden bleibt daher nichts anderes übrig, als sich eingehend mit den Konditionen der Anbieter zu befassen, um so versteckten Kosten und bösen Überraschungen zuvor zu kommen.

Sicherheit

Vom gut abgesicherten Login bis zum Support bei sicherheitsrelevanten Problemen spielt der Faktor Sicherheit eine zentrale Rolle bei der Auswahl des passenden Brokers.

Dabei sollte auch beachtet werden, durch welche Bankenaufsicht der Broker kontrolliert wird und wie gut Kundeneinlagen im Fall einer Insolvenz geschützt ist.

Registrierung und Einstieg

Die beim Anmeldeprozess angeforderten Daten sowie die bereitgestellten Informationen bieten einen wertvollen Hinweis zur Seriosität eines Anbieters. Dennoch sollten die Registrierung und Legitimation trotz aller notwendigen Daten und Informationen  nicht zu kompliziert  gestaltet sein.

Zudem sollten Anleger auch auf die Mindesteinzahlungssumme achten sowie auf die verschiedenen Zahlungswege, über die diese eingezahlt werden kann.

Benutzerfreundlichkeit

Neulinge am Aktienmarkt sollten bei der Auswahl des Online-Brokers auch darauf achten, dass das Interface des Anbieters entsprechend einfach und intuitiv zu bedienen ist.

Hilfreich ist dabei auch ein kostenloses Demo-Depot, mit dem viele Anbieter ihren Kunden die Möglichkeit geben, die Benutzerfreundlichkeit und Anwendungsvielfalt der Plattform erst einmal ausgiebig zu testen, bevor mit realem Vermögen gehandelt werden muss.

Außerdem sollte die Trading Plattform für mobile Endgeräte optimiert sein, damit man auch von unterwegs handeln kann. Am besten ist es, wenn der Anbieter eine Trading App zur Verfügung stellt.

Analyse- und Tradingtools

Bei der Auswahl der Wertpapiere und der Zusammenstellung des Aktiendepots sind unterstützende Analysetools von großem Wert. Diese praktischen Helfer informieren mit Charts und Statistiken über die relevanten Kennzahlen einer Aktie sowie über die Kursentwicklung der letzten Zeit.

Bei vielen Anbietern besteht auch die Möglichkeit, sich durch einen Kursalarm über einen günstigen Kauf- oder Verkaufskurs einer Aktie informieren zu lassen. Mit einer Watchlist können präferierte Aktien zudem ohne Risiko beobachtet werden.

Wurden Aktien bereits erworben, kommt Tradinghelfern eine wichtige Bedeutung zu:

  • Dazu zählen automatisierte Kauf- und Verkaufsorder und Limits, mit denen Gewinne abgesichert und Verluste vermieden werden können.
  • Ebenso sind Auswertungen zur Performance des eigenen Depots hilfreich, um fundierte Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen zu können.

Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Gerade  Neulinge am Aktienmarkt  sollten darauf achten, dass ihr Broker ein gutes und verständliches Informationsangebot bereithält.

Neben gut formulierten FAQs zählen dazu auch Blogs mit Informationen zu aktuellen Entwicklungen am Kapitalmarkt oder übersichtliche Anleitungen und Erklärungen, in denen z. B. auch unterschiedliche Order- und Limitfunktionen erläutert werden.

Viele Anbieter bieten mit Tutorials, Webinaren und Erklärvideos zusätzliche hilfreiche Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Service

Bei auftretenden Problemen möchte niemand gerne in der Warteschleife einer Hotline hängen oder übermäßig lange auf eine Antwortmail des Anbieters warten. Daher spielt auch der angebotene Kundenservice bei der Wahl des passenden Online-Brokers eine wichtige Rolle.

Besonders empfehlenswert sind dabei Anbieter, die mit einem 24/7-Telefonsupport jederzeit schnelle Hilfe bei Fragen und Problemen bieten.

Trading Plattformen im Überblick

 eToroPlus500FlatEXfinanzen.net
etoroPlus500 logoFlatEX logofinanzen.net
Gesamtbewertung

4,9/5

4,7/5

4,5/5

4,3/5

Handelsplätze19k. A.k. A.20
außerbörsliche Handelsplätze0k. A.k. A.15
LegitimationAusweiskopieAusweiskopie, AdressnachweisPost-IdentPost-Ident
Kostenloses DemokontoJaJaNeinNein
FinanzaufsichtCySEC, BaFINFAC, CySECBaFinBaFin
Mindesteinzahlung200 USD später 50 USD100 Eurokeinekeine
Grundgebührkeinekeinekeinekeine
Kosten pro TransaktionkeineSpreads5,90 Euro D / 15,90 Euro Ausland5,00 Euro EU / 10,00 Euro USA
Einzahlungsgebührenkeinekeinekeinekeine
Auszahlungsgebühren25 USDkeinekeinekeine
Übernachtgebührenjakeinekeine*keine
Inaktivitätsgebühr50 USD monatl. nach 12 Monatenbis zu 10 USD monatl. nach 3 Monatenkeinekeine
SupportHilfe-Portal, TelefonE-Mail, ChatKontaktformular, TelefonKontaktformular, Telefon
Erreichbarkeit TelefonsupportMo – Fr
10:00 - 15:00 Uhr
24/7Mo – Fr
08:00 – 22:00 Uhr
Mo – Fr
08:00 – 19:00 Uhr

75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

* Für die Verwahrung sog. US Pink Sheets wird eine monatliche Gebühr von 35,90 Euro fällig.

eToro

etoroeToro zählt zu den Global Playern für Finanzdienstleistungen für Privat- und Einzelkunden. Bekannt ist der 2007 zunächst als Forex Trading Plattform gegründete Dienstleister vor allem für seine vielfältigen Möglichkeiten im  Social Trading Heute nutzen rund 10 Millionen Kunden aus 140 Ländern die Angebote der Plattform.

Handelsplätze und -zeiten

eToro bietet den Handel an 19 internationalen Börsenplätzen an, darunter z. B.:

  • die Frankfurter Börse,
  • die Börse in Hongkong,
  • die NYSE oder
  • der New York Tech.

Außerbörsliche Handelsplätze werden nicht angeboten, durch die breite Streuung der Handelsplätze von Ost bis West können Order jedoch auch abseits der deutschen Börsenhandelszeiten platziert werden.

Neben Aktien und Fonds stehen Kunden viele weitere Handelssegmente zur Verfügung, wie Devisen, Indizes, ETFs, Anleihen, (Krypto-)Währungen, Rohstoffen und CFDs.

Tradinggebühren

Der Finanzdienstleister punktet mit kostenlosen Orders im Aktienhandel für das gesamte Tradingvolumen. Auch ein Ausgabeaufschlag oder Rollovergebühren werden nicht fällig.

Zusätzliche Gebühren

Einzahlungen sind bei eToro kostenlos, für Auszahlungen wird jedoch eine Gebühr von 25 USD fällig. Zudem kann eine  Inaktivitätsgebühr  anfallen, wenn für einen Zeitraum von 12 Monaten kein Login auf dem Kundenkonto verzeichnet wird. Pro Monat werden dann 10 USD fällig, allerdings nur solange der Kontostand des Kunden noch über Mittel verfügt.

Sicherheit

Die Finanzaufsicht über eToro wird übernommen von:

  • der britischen FCA (Financial Conduct Authority) und
  • der CySEC (Cyprus Securities and Exchange Commission)

Kunden ist somit eine Einlagensicherung von bis zu 20.000 Euro pro Anleger garantiert.

Depoteröffnung

Die Eröffnung eines kostenlosen und unbegrenzt verfügbaren Demokontos ist bei eToro mit der Eingabe eines Benutzernamens und Passwortes möglich.

Für den Wechsel in ein reales Handelskonto ab einem Investment von 2.000 Euro ist jedoch zusätzlich eine Verifizierung des Kontos notwendig, wofür der Upload einer Ausweiskopie benötigt wird.

Ein Post- oder Video-Ident-Verfahren ist nicht notwendig. Für den Abschluss der Registrierung müssen zudem branchenüblich Fragen zu persönlichen Anlageerfahrungen und -interessen beantwortet und eine Telefonnummer hinterlegt werden.

Benutzerfreundlichkeit

eToro bietet seinen Kunden eine übersichtliche Plattform, die auch Neulinge vor nicht allzu große Herausforderungen stellen sollte. Dank der Optimierung für mobile Endgeräte ist die Bedienung auch mit dem Smartphone komfortabel möglich.

Eine App für Android und iOS ist zusätzlich verfügbar.

Analyse- und Tradingtools

Die große Stärke von eToro liegt vor allem in der Möglichkeit des  Social Tradings Kunden können dabei die Depots erfolgreicher Investoren, sog. Signalgeber, beobachten und so von deren Wissen profitieren.

Damit ist auch eine Steigerung der eigenen Depotperformance möglich, zumal besonders gewinnbringende Portfolios mit wenigen Klicks im eigenen Depot abgebildet werden können.

Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Mit einer hauseigenen Trading-Akademie bietet eToro die Möglichkeit, das eigene Wissen mit Live-Webinaren, eKursen und Trading-Videos zu vertiefen. Ein eigener Blog informiert zudem über aktuelle Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Service

Durch ein Hilfe-Portal und einen deutschsprachigen Telefonsupport (erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 10:00 Uhr und 15:00 Uhr) bietet der israelische Finanzdienstleister im Bedarfsfall persönliche Hilfestellung.

Stärken

  • Keine Ordergebühr
  • Möglichkeit zum Social Trading
  • Hauseigene Trading-Akademie

Schwächen

  • Kein außerbörslicher Handel möglich.

Fazit: Als erfahrener Global Player unter den Finanzdienstleistern ist eToro auch für Kleinanleger und Aktienneulinge eine empfehlenswerte Option. Die Chance, neben dem klassischen Aktienhandel auch die Möglichkeiten des Social Tradings zu nutzen, bildet dabei die besondere Stärke des Anbieters.

Da Ordergebühren entfallen, kann eToro als Broker uneingeschränkt empfohlen werden.

75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

Plus500

Der 2008 in Haifa gegründete Finanzdienstleister ist heute vor allem für seine Möglichkeiten im  CFD-Handel  bekannt. Für neue Anleger ist die übersichtliche und intuitive Verwaltungdes Kundenaccounts mit einem deutschsprachigen Interface ein echtes Plus.

Eine Vielzahl von Charts und Handelstools unterstützen Investoren dabei, den Überblick über die verschiedenen Investmentvehikel und Indizes zu behalten.

Handelsplätze und -zeiten

Eine genaue Auflistung der Handelsplätze und -zeiten wird von Plus500 nicht angeboten. Durch die große Auswahl von mehr als 2000 Finanzinstrumenten, die an nahezu allen großen Börsen der Welt gehandelt werden können, bietet der Dienstleister jedoch ein breites Spektrum an Handelsplätzen und -zeiten.

Tradinggebühren

Plus500 berechnet für Trades keine feste Grundgebühr. Stattdessen erfolgt die Berechnung der fälligen Gebühren wie im CFD-Handel üblich mit  Pips und Spreads einem Abrechnungsmodel, das vor allem für Neulinge am Kapitalmarkt nicht leicht zu durchschauen ist.

Als Spread bezeichnet man die Differenz zwischen dem Kaufkurs (Geldkurs) und dem Verkaufskurs (Brief) einer Aktie. Der Kaufkurs bezeichnet den höchsten Preis, für den der Broker eine Aktie (zurück-)kauft, der Verkaufskurs den niedrigsten Preis, für den der Broker die entsprechende Aktie verkauft.

Grundsätzlich gilt bei diesem Handelsmodell: Je enger der Spread, um so höher der Gewinn.

Zusätzliche Gebühren

Ein- und Auszahlungen sind bei Plus500 grundsätzlich kostenlos. Ebenso sind das Öffnen und Schließen von Trades und die Bereitstellung von Echtzeit-Devisenkursen kostenfrei.

Anfallen können jedoch Übernachtungsgebühren (Over-Night-Gebühren), deren Höhe sich am jeweiligen Finanzinstrument orientiert. Wird die Plattform mehr als drei Monate nicht genutzt, wird zudem eine Inaktivitätsgebühr in Höhe von 10 USD pro Monat fällig.

Tipp:Durch einen regelmäßigen Login ins Kundenkonto kann diese Gebühr allerdings vermieden werden.

Gebührenpflichtig sind zudem auch garantierte Stopp-Order. Die Berechnung der Gebühr erfolgt indirekt durch entsprechend vergrößerte Spreads.

Sicherheit

Da Plus500 verschiedene Tochterunternehmen unterhält, z. B. in Zypern, Großbritannien oder in Singapur, erfolgt die Regulierung durch die jeweils zuständige Finanzaufsicht. Besonders bedeutend ist dabei die Aufsicht und Regulierung durch:

  • die britische Aufsichtsbehörde FCA sowie
  • die zypriotische CySEC.

Plus500 versichert zudem, Kundengelder auf segregierten Kundenkonten zu verwahren, so dass diese im Fall einer Insolvenz durch den Zugriff der Gläubiger geschützt sind. Plus500UK Ltd ist zudem Mitglied im FSCS.

Plus500

Depoteröffnung

Mit einem kostenlosen und unbegrenzt verfügbaren Demokonto bietet Plus 500 seinen Kunden die Möglichkeit, Investmenterfahrungen zu sammeln, ohne dabei eigenes Kapital riskieren zu müssen.

Zudem können Demo- und Echtgeldkonto parallel genutzt werden, so dass auch beim Handel mit realen Werten weiterhin Trades und Strategien ohne Risiko getestet werden können.

Zur Überprüfung der Identität und der Wohnanschrift müssen ein Ausweisdokument und ein Dokument eines Finanzinstitutes, einer Behörde oder eines Versorgungsunternehmens, auf dem die Adresse des Kunden zu erkennen ist, eingereicht werden. Der Handel mit Echtgeld ist ab einer Einzahlung von 100 Euro möglich.

Benutzerfreundlichkeit

Der Handel bei Plus500 ist möglich via:

  • Web-Trader,
  • iPhone bzw. iPad App,
  • Android App und
  • Windows Phone App

Insgesamt zeigt die Plattform eine klare und übersichtlicher Struktur, auf der sich auch neue Anleger schnell zurechtfinden können. Nicht alle Informationen sind in deutscher Sprache verfügbar, der deutschsprachige Seiten- und der FAQ-Bereich sind allerdings so umfassend gestaltet, dass kaum Fragen ungeklärt bleiben dürften. Die  oft holprigen Übersetzungen  können weitestgehend vernachlässigt werden, da die Verständlichkeit der Texte davon nur selten betroffen ist.

Analyse- und Tradingtools

Der Finanzdienstleister bietet seinen Kunden Market-, Stop-Limit, Stop-Loss, Entry-Limit- sowie Trailing-Stop-Orders an. Auch garantierte Stop-Loss-Orders sind bei einigen Kurswerten möglich. Damit ist das Portfolio der Tradingtools mit dem Angebot anderer Dienstleister vergleichbar.

Sehr schwach ausgeprägt ist dagegen das Angebot an Analysewerkzeugen, das außer klassischen Kerzencharts und einigen wenigen technischen Indikatoren keine weiteren Funktionen.

Auch hier zeigt sich, dass Plus500 vor allem erfahrene Trader ansprechen möchte, die erfahren genug sind, um sich benötigte Informationen selbstständig zu beschaffen.

Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Zur Information der Kunden bietet der israelische Finanzdienstleister einen Wirtschaftskalender, der über anstehende Ereignisse und Kapitalmaßnahmen informiert. Zudem besteht die Möglichkeit, verschiedene Alarmfunktionen zu konfigurieren, mit denen der Anbieter via Email, SMS oder Push-Benachrichtigung in Echtzeit über Kursentwicklungen und wichtige Händlermeinungen informiert.

Da sich das Angebot von Plus500 mit seinem vor allem auf den CFD-Handel ausgerichteten Portfolio vor allem an erfahrene Trader richtet,  fehlen Weiterbildungsangebote fast vollständig

Service

Bei persönlichen Rückfragen ist Plus500 über Email, WhatsApp und Online-Chat erreichbar. Dieser ist sogar am Wochenende besetzt. Die Möglichkeit zum telefonischen Support bietet der Finanzdienstleister nicht.

Stärken

  • Keine Ordergrundgebühr
  • Unbegrenzt verfügbares Demokonto
  • Alarmfunktion in Echtzeit

Schwächen

  • Abrechnungsmodel in Spreads kompliziert für neue Anleger
  • Wenig Informations- und Analysetools
  • Keine Weiterbildungsangebote
  • Kein telefonischer Support

Fazit: Plus500 besticht vor allem durch die ausbleibenden Ordergebühren sowie die übersichtlich gestaltete Plattform. Ein Nachteil für Neuanleger sind jedoch der nicht vorhandene Telefonsupport, sowie fehlende Analysetools und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Durch die Möglichkeit, alle Funktionen des Anbieters mit dem unbegrenzten Demokonto ausgiebig zu testen, können Neulinge sich jedoch dennoch umfassend und risikofrei mit dem Angebot von Plus500 befassen, um so selbst zu entscheiden, ob sie für die entfallenden Ordergebühren auch Defizite bei Information und Support in Kauf nehmen möchten.

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

FlatEX

Das im Jahr 2006 gegründete Unternehmen zählt zu den jüngeren Onlinebrokern auf dem Finanzmarkt. Das zur FinTech Group Bank AG gehörige Unternehmen mit Sitz in Frankfurt hat sich dabei vor allem  auf Privatanleger spezialisiert,  denen getreu dem Unternehmensmotto „einfach, besser, handeln“ ein leicht verständliches und faires Angebot unterbreitet werden soll.

Derzeit verfügt FlatEX über einen Kundenstamm von mehr als 155.000 Kunden, deren verwaltetes Vermögen auf mehr als 4 Milliarden Euro zu beziffern ist.

Handelsplätze und -zeiten

Mit FlatEX ist der Handel an allen deutschen Börsen sowie an den wichtigsten Börsen in den USA, Kanada sowie in Frankreich, Italien, Belgien, Portugal und den Niederlanden möglich.

Für den außerbörslichen Direkthandel zwischen 08:00 Uhr und 22:00 stehen den Kunden Produkte von

  • Morgan Stanley,
  • Goldman Sachs,
  • UBS,
  • der Deutschen Bank,
  • BNP Paribas,
  • HSBC und
  • Vontobel zur Verfügung.
Für die Abwicklung des Handels werden separate Gebühren fällig, dafür entfallen die Börsengebühren.

Tradinggebühren

Für das Anlegen und die Verwaltung eines Depots erhebt FlatEX keine Gebühren. Aktien und ETFs können zu einem einheitlichen Festpreis von 5,90 Euro im außerbörslichen Direkthandel, im Handel an deutschen Börsen und im XETRA-Handel erworben und verkauft werden, der Handel an den Auslandsbörsen kostet pro Order 15,90 Euro.

Für Sparpläne werden 1,50 Europro Ausführung fällig.

Zusätzliche Gebühren

Beim Handel in Fremdwährungen können zusätzliche Spesen anfallen. Für eine Ordererteilung per Telefon wird eine zusätzliche Gebühr von 15,90 Euro pro Order fällig, sofern der Kunde persönlich mit einem Mitarbeiter des Dienstleisters sprechen möchte. Die telefonische Ordererteilung via Sprachcomputer ist kostenlos.

Sicherheit

Für die Konto- und Depotführung kooperiert Latex mit der biw AG, die der Aufsicht der deutschen Bankenfinanzaufsicht (BaFin) Dadurch sind alle Kundengelder bis zu einer Höhe von 100.000 Euro abgesichert.

Eine zusätzliche Sicherung über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken erfolgt nicht.

Registrierung und Einstieg

Für den Antrag zur Depoteröffnung wird die Eingabe von persönlichen Daten, eine Auskunft zu Vorerfahrungen und zur Risikobereitschaft sowie die Einverständniserklärung zu diversen Regularien gefordert.

Die Legitimation kann ausschließlich über das Post-Ident-Verfahren

Benutzerfreundlichkeit

Mit Hilfe der sog. mobilenWebfiliale können FlatEX-Kunden den Wertpapierhandel auch von unterwegs steuern. Hinter dem Begriff verbirgt sich die für mobile Endgeräte optimierte Webseite des Investment-Dienstleisters.

Eine zusätzliche eigene App wird nicht angeboten. Am PC kann das Angebot zudem mit Hilfe der browserbasierten Trading-Desk-Plattform genutzt werden. Alle Anwendungen sind einfach und intuitiv zugänglich.

Ein kostenloses  Demokonto fehlt jedoch. 

Analyse- und Tradingtools

Mit über 40 verschiedenen Orderarten bewegt sich das Angebot von FlatEX weit über dem verfügbaren Durchschnitt.

50 Realtime-Kurse können bei Depoteröffnung ausgewählt werden, ohne dass dafür zusätzliche Gebühren anfallen. Mit jedem weiteren Monat und jeder weiteren Order können 10 bzw. 25 weitere Realtime-Kurse genutzt werden. Die Abfrage eines Realtime-Kurses, der nicht zum Freibestand des Kunden gehört, wird mit 0,01 Euro je Abfrage berechnet.

Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Neben regelmäßigen News und verschiedenen Live-Charts bietet FlatEX auch eine Mustererkennung, Aktienscans und eineResearch-Funktion.

In der  FlatEX-Akademie  besteht zudem die Möglichkeit, das eigene Finanzwissen mit Hilfe von Webinaren, ebook-Schulungen und Schulungsvideos zu erweitern.

Service

Wer persönlich mit FlatEX korrespondieren möchte, kann dies von Montag bis Freitag zwischen 08:00 Uhr und 22:00 Uhr telefonisch oder über das Kontaktformular des Brokes tun. Im Social Media ist FlatEX auf facebook, Twitter, Google+ und Youtube vertreten.

Bei der Aktionsreihe „FlatEX vor Ort“ bzw. „Börsen-Roadshow“ besteht zudem die Möglichkeit, die Experten des Brokers persönlich anzusprechen.

Stärken

  • Festpreis für alle Orders
  • Über 40 verschiedene Orderarten verfügbar
  • Präsenzveranstaltungen vor Ort
  • Digitale FlatEX Akademie

Schwächen

  • Verhältnismäßig hohe Orderkosten
  • Einige Informationsangebote kostenpflichtig
  • Kein Demodepot

Fazit: Mit seinem umfassenden Informations- und Weiterbildungsangeboten bildet der Finanzdienstleister FlatEX eine gute Option für Privatanleger, die Einsteigerwissen sammeln oder ihre Kenntnisse vertiefen möchten. Positiv zu erwähnen sind auch die transparente und verlässliche Gebührenordnung sowie die guten Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten.

Einzig ein kostenloses Demokonto sucht man in den Dienstleistungen des Anbieters vergeblich.

finanzen.net

Lange Jahre war die Onlineplattform finanzen.net vor allem für ihr umfassendes und zuverlässiges Informationsangebot zu Finanz- und Kapitalthemen bekannt.

Dank einer  Kooperation mit der OnVista-Bank die als Vertragspartner für alle Fragen zur Konto- und Depotführung fungiert, macht finanzen.net seit 2018 jedoch auch als Online Broker auf sich aufmerksam. Anleger erhalten so die Informationskompetenz eines erfahren Finanzinformationsdienstleisters in Kombination mit den Serviceleistungen einer auf den Onlinehandel spezialisierten Direktbank.

Handelsplätze und -zeiten

Finanzen.net bietet eine großes Produktportfolio, das neben Aktien auch ETFs (18.000 Fonds, 160 Sparpläne), Zertifikate, Optionen und den CFD-Handel umfasst. Für den börslichen Handel kooperiert der Anbieter dabei mit mehr als 20 Börsen weltweit.

Zudem besteht die Gelegenheit zum außerbörslichen Direkthandel bei 15 Handelspartnern. Der Handel mit Aktien ist an allen deutschen Börsen möglich.

Tradinggebühren

Der deutsche Online Broker bietet Trades zum Festpreis von 5,00 Euro pro Trade (zzgl. 2,00 Euro Handelsplatzgebühr) an allen deutschen und europäischen Handelsplätzen und 10 Euro pro Trade (zzgl. 5,00 Euro Handelsplatzgebühr) an amerikanischen Handelsplätzen an.

Damit fallen bei kleineren Ordervolumen im Verhältnis zwar höhere Gebühren an, als bei vielen anderen Anbietern. Kunden brauchen dafür jedoch keine unangenehmen Überraschungen oder versteckten Gebühren befürchten.

Zusätzliche Gebühren

Finanzen.net erhebt neben den Festpreisgebühren keine weiteren Zusatzgebühren. Im Gegenteil: Für den außerbörslichen Direkt- und Limithandel bei sog.  Premium Plus-Partnern (BNP Paribas, Commerzbank, Société Générale, Vontobel) werden sogar nur 2,50 Euro Ordergebühr fällig sowie 2,00 Euro Handelsplatzgebühr. Zudem sind mehr als 250 Sparpläne für nur 1,00 Euro erhältlich.

Lediglich für den Handel an der europäischen Derivate-Börse werden höhere Grundgebühren fällig. Zudem wird für den Service der telefonischen Ordererteilung bzw. -streichung eine Pauschale von 20,00 Euro pro Auftrag fällig, Auftragsstornierungen und Limitänderungen per Telefon kosten 10,00 Euro.

Sicherheit

Durch die Zusammenarbeit mit der OnVista-Bank gelten für alle Kundenvermögen die Auflagen der deutschen Bankenfinanzaufsicht (BaFin), die eine gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde sicherstellt.

Da OnVista zudem Mitglied im Freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken ist, sind alle Kundeneinlagen zusätzlich bis zu einer Höhe von 3,3 Mio. Euro abgesichert.

Registrierung und Einstieg

Die Depoteröffnung kann bei finanzen.net einfach und bequem durch das Ausfüllen des Antragsformulars erledigt werden, in das die üblichen persönlichen Daten einzutragen sind. Anschließend muss das Formular ausgedruckt und die Registrierung per Post-Ident-Verfahren legitimiert werden.

Ein kostenloses Demokonto, mit dem alle Funktionen des Anbieters risikofrei getestet werden können, wird nur über den Kooperationspartner OnVista angeboten.

Benutzerfreundlichkeit

Neben dem Zugang über die Onlineplattform können die Dienste von finanzen.net auch mittels der  hauseigenen App  genutzt werden, die für iOS- und Android-Geräte verfügbar ist. Browseranwendung und App punkten mit einer leichten und intuitiven Bedienbarkeit. Alle wichtigen Funktionen, wie das Erteilen von Kauf- und Verkaufsaufträgen, können so bequem von unterwegs genutzt werden.

Auf Wunsch kann auch die Handelssoftware GTS genutzt werden.

Analyse- und Tradingtools

Finanzen.net stellt seinen Kunden eine Vielzahl von Ordertypen zur Verfügung, darunter Stop-Orders, Market-Orders, Limit-Orders oder auch Trailing-Stop-Buy. Alle Orders können dabei kostenfrei erteilt werden. Eine Ausnahme bildet die Ordererteilung per Telefon. Aktuelle Analysen können über den Kooperationspartner OnVista abgerufen werden.

Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Allen Neukunden bietet finanzen.net einen Gutschein von 129,00 Euro, mit der bei der Münchener Euro-Akademie der Online-Lehrgang  „Grundlagen des Börsenhandels“  absolviert werden kann.

Zudem besteht die Möglichkeit, das Informationsangebot von OnVista zu nutzen, das neben einem eigenen Blog verschiedene Videos und Podcasts umfasst. Für ausreichend aktuelle Informationen sorgt die große Informationsplattform von finanzen.net, die nach Schätzungen monatlich von mehr als 4 Millionen Usern genutzt wird.

Service

Neben einem ausführlichen FAQ-Bereich steht den Kunden von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 19:00 Uhr auch ein Telefonsupport für persönliche Anfragen zur Verfügung. Außerhalb der Geschäftszeiten können Anfragen auch über das Kontaktformular gestellt werden. Ein Live-Chat ist nicht verfügbar.

Stärken

  • Einheitliche Orderprovisionen
  • Keine versteckten Kosten und Zusatzgebühren
  • Hohe Einlagensicherung
  • Gute Informationsmöglichkeiten

Schwächen

  • Verhältnismäßig hohe Orderprovisionen bei kleinen Anlagebeträgen
  • Kostenloses Demokonto nur beim Kooperationspartner OnVista verfügbar.

Fazit: Durch die transparente Gebührenordnung ist finanzen.net vor allem für Neukunden eine interessante Option. Diesen würde auch ein kostenloses Demokonto der Einstieg ins Onlinebroking erleichtern, allerdings ist dieser Service nur beim Kooperationspartner OnVista verfügbar.

Durch die hohen Sicherheitsstandards und die umfassenden Informationsmöglichkeiten zeigt sich finanzen.net als gute Wahl für Privatanleger. Diese zahlen vor allem bei kleinen Anlagebeträgen zwar eine verhältnismäßig hohe Ordergebühr, können dafür jedoch mit einem guten Informations- und Serviceniveau rechnen.

Letztes Update:

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

Sebastian Bauer

Sebastian Bauer schreibt für diverse Finanzpublikationen - unter anderem coincierge. Sein Spezialgebiet ist neben Kryptowährungen das Thema Online Marketing sowie persönliche Finanzen.