Was ist Bitcoin?

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Bitcoin ist eine digitale Währung. Aber eigentlich ist Bitcoin viel mehr als das. Bitcoin löst ein Problem der digitalen Währungen mit neuartiger Technologie.

Digitale Währungen vor Bitcoin

Schon vor Bitcoin gab es unzählige Versuche und Theorien zu digitalen Währungen. Zwei Probleme stellten sich aber immer wieder. Zum einen musste der Währung vertraut werden können und darauf, dass niemand die Währung für sich beanspruchen konnte. Zum anderen bestand das Problem des „Double Spendings“ (deutsch: Doppelte Ausgabe).

Diese Probleme konnten nicht gelöst werden. Bis zum 01. November 2008. Bis Satoshi Nakamoto das Whitepaper „Bitcoin: Ein elektronisches Peer-zu-Peer-Bezahlsystemveröffentlichte.

Das Double-Spending wird durch das Peer-to-Peer-Netzwerk verhindert und man muss keiner Drittpartei vertrauen.

Satoshi Nakamoto

Wer sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto versteckt, ist bis heute nicht bekannt. Ob es eine Person war, oder eine Personengruppe, die das Whitepaper veröffentlichte und den Code programmierte, wird wahrscheinlich nie geklärt werden.

Satoshi Nakamoto begleitete das Projekt Bitcoin vom 01.08.2008 bis zum April 2011. Danach überließ er Bitcoin den Bitcoin Core Entwicklern (Gruppe von freiwilligen Entwicklern). Allerdings hatte weder Satoshi Nakamoto noch haben die Core Entwickler die Kontrolle über Bitcoin. Denn darum geht es bei Bitcoin.

Also was ist Bitcoin?

Bitcoin ist ein Netzwerk, welches eine digitale Währung und ein neuartiges Zahlungssystem bereitstellt. Das konsensorientierte Netzwerk ist das erste dezentralisierte Peer-zu-Peer-Bezahlsystem, das von den Nutzern betrieben und aufrechterhalten wird – ohne dabei eine zentrale Autorität, Drittparteien oder Sonstiges zu nutzen.

Wie funktioniert Bitcoin?

Bitcoin funktioniert wie ein Computerprogramm oder Online-Banking. Über eine Software oder Webseite erhält man einen eigene Bitcoin-Geldbörse, die heruntergeladen und installiert wird. Danach können mit dieser Software Bitcoin empfangen und versendet werden. Für den Benutzer unterscheidet sich Bitcoin und die Nutzung also nicht wirklich von bestehenden Systemen und Apps.

Komplizierter wird es, wenn man hinter die Kulissen des Bitcoin-Netzwerkes blickt. Die Blockchain, eine Art öffentliches Buchungssystem, speichert alle Transaktionen für die Ewigkeit ab. Die Computer überprüfen die Gültigkeit jeder Transaktion, wobei diese durch eine digitale Signatur sichergestellt wird. Zusätzlich kann spezielle Hardware genutzt werden, Transaktionen verarbeiten und das Netzwerk aufrechterhalten. Dieser Vorgang wird „Mining“ genannt. Und für das Mining wird eine Belohnung ausgeschüttet.

Welche Vorteile hat Bitcoin?

  • Weniger Risiko für Unternehmen: Bitcoin-Transaktionen sind nicht umkehrbar, wie z.B. bei PayPal oder Kreditkarten. Außerdem werden für Bitcoin-Transaktionen keine persönlichen Daten verlangt, was für den Kunden vorteilhaft ist.
  • Unabhängigkeit: Mit Bitcoin ist man seine eigene Bank und hat die vollständige Kontrolle über das eigene Geld. Man ist nicht auf Instanzen angewiesen, die das eigene Geld einfrieren könnten. Keine Limits, keine Feiertage, keine zeitlichen und örtlichen Grenzen. Auch ist es nicht möglich, eine Lastschrift für ein Bitcoin-Konto einzurichten.
  • (Relativ) Niedrige Gebühren und schnelle Transaktionen: Eine Bitcoin-Transaktionen dauert grundsätzlich nur 10 Minuten und das bei geringen Gebühren. Vorausgesetzt, das Bitcoin-Netzwerk ist nicht ausgelastet.

Welche Nachteile hat Bitcoin?

  • Volatilität: Wer den Preis von Bitcoin und anderen digitalen Währungen verfolgt, weiß, dass Kryptowährungen extrem volatil sind. Bestimmte Ereignisse und Aktivitäten können den Preis stark beeinflussen.
  • Neuartigkeit: Bitcoin und die Technologie ist immer noch neuartig und komplex. Fehler können sich bei neuen System einschleichen, dieses Risiko besteht immer.
  • Vertrauen und Akzeptanz: Menschen müssen Bitcoin vertrauen, damit sich die digitale Währung als Zahlungsmittel etablieren kann.

Fazit

Zwei Sachen sollte man über Bitcoin noch wissen:

  1. Bitcoin ist subjektiv: Für eine Person ist Bitcoin eine Währung, die einem finanzielle Freiheit bietet, für eine andere ist es ein illegal oder dubios und für eine wieder andere Person ist Bitcoin eine Geldanlage.
  2. Man lernt nie aus: Die Technologie entwickelt sich weiter, deswegen kann heute geschriebenes morgen schon wieder überholt sein.

1 KOMMENTAR

  1. Danke für diesen interessanten Artikel, jetzt habe ich zumindest ein Bild was Bitcoin überhaupt ist. Allerdings kann ich den ganzen Trubel darum noch nicht nachvollziehen, aber hier sind ja noch viele Artikel zum Thema werde mal noch ein paar davon lesen.

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