Mining von Kryptowährungen- Was tun mit den übrigen GPUs?

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Im Gegensatz zu Papierwährungen, die nach Lust und Laune gedruckt werden können, müssen digitale Währungen „geschürft“ werden. Da die Kryptowährungen vor allem Ende 2017 deutlich an Wert gewannen, fingen viele an, sich für das Mining zu interessieren. Man nutzte vor allem Grafikkarten (GPUs) und ASIC-Miner um die beliebtesten und vor allem wertvollsten Kryptowährungen zu minen.

Die enorme Nachfrage nach GPUs

Nutzer verleihen ihre Rechenleistung, um ein komplexes kryptographisches Rätsel zu lösen und für den Arbeitsaufwand bekommt man eine Belohnung in Form von der jeweiligen Kryptowährung. Die Grafikkarten, wie sie in leistungsstarken Gaming-PCs verwendet werden, war für die meisten die beste und günstigste Option um zum Beispiel Ethereum zu schürfen. Innerhalb kürzester Zeit folgte ein Boom, sodass die Grafikkarten regelrechte Mangelware wurden.

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Viele kauften GPUs, um ihre Hashleistung zu erhöhen und Kartenhersteller wie Nvidia, Advanced Micro Devices, Micron und Intel erlebten steigende Umsätze. Die Aktien von Nvidia und Micron im Jahr 2017 stiegen um 45 bzw. um 50 Prozent. Schließlich standen die Regale leer, Gamer waren wütend und die Krypto-Miner waren bereit, von ihrer neu entdeckten Fähigkeit, digitale Währungen zu minen, zu profitieren. Aufgrund der steigenden Schwierigkeit, neue Mining-Farmen aber auch durch den Crash im Jahr 2018 war und ist derzeit das Mining mit GPUs in Deutschland nicht profitabel.

Der nächste Markt für die GPU

Mit steigender Nachfrage stiegen auch die Preise der Grafikkarten, teilweise sogar um 80 Prozent. Um Verluste zu kompensieren, begannen einige, ihre GPUs zu einem Bruchteil des ursprünglichen Kaufpreises zu verkaufen. Marco Iodice, Mitgründer und CEO von Leonardo Render, einem Unternehmen, das bestrebt ist, Verbrauchern alternative Anwendungsfälle für ihre überschüssige GPU-Kapazität zur Verfügung zu stellen, versteht die Angst der GPU-Miner.

Jetzt haben sie eine Hardware, die die Hälfte des Kaufpreises wert ist, also versucht man verzweifelt zu verkaufen, aber dies ist zumindest eine Option, um einen Teil der Anfangsinvestition zurückzuerhalten.

Infolgedessen beginnen sich alternative Anwendungsfälle herauszubilden. Das Unternehmen Leonardo Render nutzt die Blockchain, um ein Ökosystem zu schaffen, in dem GPU-Inhaber ihre überschüssige Rechenleistung verkaufen können, die nach Grafik- und Video-Rendering-Funktionen suchen, da diese ebenfalls auf GPU-Leistung angewiesen sind.

Andere Initiativen konzentrieren sich auf neue Technologien wie die Forschung mit künstlicher Intelligenz. VectorDash nutzt beispielsweise ein dezentrales Netzwerk, um KI-Forschern eine erschwingliche GPU zur Verfügung zu stellen, indem es die Fähigkeiten ehemaliger Krypto-Miner nutzt. Da die Ära des GPU-Krypto-Mining teilweise schwierig wird, gibt es noch Möglichkeiten, dass GPU-Anwender mit einem etwas anderen Ansatz Gewinne erzielen können.


Quelle: Cryptoslate, Image: pixabay, CC0

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