Bitcoin-Podcaster Peter McCormack: Craig Wright bekommt 100 000 Pfund, wenn er beweisen kann, dass er Satoshi ist

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Craig Wright, Chefwissenschaftler von NChain und selbsternannter Bitcoin-Schöpfer, hat in Großbritannien Verleumdungsklage gegen Peter McCormack eingereicht. Der „What Bitcoin Did“-Podcaster wird darin beschuldigt, im März und April eine Reihe von verleumderischen Tweets über Wright abgesondert zu haben, in denen er bestreitet, dass Wright tatsächlich Satoshi Nakamoto ist.

Die Craig-Wright-Satoshi-Nakamoto-Gerichts-Saga geht weiter

Die mysteriöse Identität von Bitcoins Schöpfer Satoshi Nakamoto steht seit einem Jahrzehnt im Mittelpunkt der Kryptoindustrie. Spekulationen reichen von „Nakomoto ist längst tot“ über „Satoshi ist die CIA“ bis hin zu „er ist keine Einzelperson, sondern eine Gruppe“ – und davon abgesehen weiß niemand genau, was er mit der kryptischen Persona anfangen soll.

Niemand außer – Craig Wright. Zumindest laut Craig Wright. Der umstrittene Unternehmer reichte am 17. April Klage vor einem britischen Gericht ein. Nach wochenlangen, hitzigen Online-Debatten wirft Wright Peter McCormack, dem Moderator des Podcasts „What Bitcoin Did“, nun vor, eine verleumderische Serie von Tweets über ihn verfasst zu haben.

Darin stellt McCormack Wrights Behauptung in Frage, er sei derjenige, der Bitcoin unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt habe. Die Behauptung löste eine Flutwelle des Spotts und der Entrüstung auf Wright aus. Die Klage wurde beim High Court of Justice, Queens Bench Division eingereicht und verlangt einen Schadenersatz von 100.000 £ oder rund 130.000 $. Wright hat gleichzeitig auch eine einstweilige Verfügung beantragt, um zu verhindern, dass McCormack in Zukunft ähnliche Kommentare veröffentlicht.

Der Gerichtshof für Kryptographie

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Laut dem offiziellen Gerichtsbericht ist Wright davon überzeugt, dass die Angriffe auf ihn eigentlich dazu gedacht sind, Bitcoin SV zu verletzen. In dem Bericht steht:

Wright behauptet, dass BSV das eigentliche Ziel ist, da BSV in der Lage sei, eine massive On-Chain-Skalierung durchzuführen, welche eine existenzielle Bedrohung für die Zukunft anderer Kryptowährungen darstelle, deren fehlerhaftes Design sie daran hindere, sich an den Anforderungen einer wirklich globalen Finanzplattform zu orientieren.

Dem britischen Podcaster wurde zuvor ein Unterlassungsschreiben zugestellt, und heute unterbreitete er Wrights gesetzlichen Vertretern ein überaus interessantes Angebot: McCormick erklärte sich bereit, allen Bedingungen der Klage zuzustimmen und weitere 50.000 £ zur Einigung hinzuzufügen – sofern Wright im Gegenzug Bitcoin im Wert von 50.000 Pfund aus Satoshis Wallet ausbezahlt. Wright hat auf das Angebot zum Zeitpunkt des Schreibens nicht reagiert.

An Calvin Ayre richtete McCormack ebenfalls ein Angebot: Er würde sein Haus, sein Auto, all seinen Bitcoin, seine Kleidung und seine kostbaren Metallica-Alben – insgesamt rund 250 000 Pfund wert – an ihn überschreiben und sich am Craig-Wright-Altar verbeugen, sobald er einen Dollar in Bitcoin aus dem Genesis-Block an ihn überweist. „1 Dollar für 250 000 Pfund – das ist ein fairer Deal, denke ich“, so McCormack.

Vitalik Buterin, der Mitbegründer von Ethereum, erhielt ebenfalls eine Warnung von Wright, er möge seine Ansprüche nicht mehr anfechten, oder er würde ihn wegen diffamierender Kommentare verklagen. Wright hat auch anonyme Twitter-Nutzer ins Visier genommen und mehreren Usern, darunter Hodlonaut, Diffamierung vorgeworfen.

Seine Drohungen blieben jedoch nicht unbemerkt – im Gegenteil, sein Verhalten hat sich nachteilig auf Bitcoin SV ausgewirkt. Binance, Kraken und Shapeshift haben den Coin zu Beginn der Woche aus dem Angebot genommen. BSV sackte infolge um 17 % ab. Viele sagen der berüchtigten Kryptowährung daher eine düstere Zukunft voraus.

Bild: pixabay, CC0 Textnachweis: cryptoslate

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Ich beschäftige mich seit einigen Jahren täglich mit dem Thema Kryptowährungen und habe es mir zur Aufgabe gemacht, die komplexe Materie einfach darzustellen.