Chinesisches Unternehmen verliert 23 Millionen Dollar – angeblich durch geheimes Krypto-Mining

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Eine Tochtergesellschaft der chinesischen Firma Huatie wurde für zehn Prozent ihres ursprünglichen Wertes verkauft, nachdem Verluste aus angeblichen geheimen Kryptowährungsaktivitäten in Höhe von rund 23 Millionen US-Dollar aufgetreten waren.

90 Prozent hat wahrscheinlich der Bärenmarkt 2018 gefressen

Laut der chinesischen Krypto-Medienfirma 8BTC wurde Huatie HengAn, eine Tochtergesellschaft von Huatie, für zwei Millionen Dollar verkauft. Berichte deuten darauf hin, dass der Wert des Unternehmens von einer anfänglichen Bewertung von 25 Millionen Dollar innerhalb eines Jahres um etwa 90 Prozent gesunken ist.

Huatie HengAn, ursprünglich ein Bauunternehmen, soll 2018 36.500 Stück Hardware gekauft haben, die als „Server“ von Kanaan und Ebang gelistet waren. Da beide Unternehmen keine Server verkaufen, sondern Krypto-Mining-Hardware, besteht der Verdacht, dass Huatie HengAn sich vom Bau zum Krypto-Mining gewendet hat.

Bereits im Dezember 2018 wies der Huatie-Jahresbericht Verluste von rund 14 Millionen US-Dollar für seine Tochtergesellschaft aus. Bis Februar 2018 stieg der Gesamtnettoverlust auf 23 Millionen US-Dollar.

Da der Gesamtverlust nur zwei Millionen Dollar von den anfänglichen 25 Millionen Dollar Investition in das Unternehmen entfernt liegt, scheint es, dass die Muttergesellschaft beschlossen hat, die Reißleine zu ziehen und das Unternehmen zu verkaufen.

Wenn Huatie HengAn tatsächlich Kryptomining betrieben hätte, wäre es das jüngste in einer wachsenden Liste von Unternehmen, die vom Bärenmarkt des Jahres 2018 betroffen sind. Während der einjährigen Bärenzeit sank der gesamte Kryptowährungsmarkt auf breiter Front um durchschnittlich mehr als 80 Prozent.

2018 – ein schreckliches Jahr für Mining-Unternehmen

Für die erste Jahreshälfte 2018 schien es, als wären die Mining-Unternehmen immun gegen die Preise im Kryptowährungsmarkt. Zum dritten Quartal 2018 tauchten jedoch immer wieder Berichte über Firmen in finanziellen Nöten auf.

Cloud Mining-Anbieter wie Hashflare waren die ersten, die aufgrund mangelnder Rentabilität geschlossen wurden. Dann tauchten Berichte über massive Verluste für den Miningriesen Bitmain auf – eine Situation, die sich durch dessen Setzen auf Bitcoin Cash weiter verschärfte. Die Folgen der vermuteten Verluste führten dazu, dass das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl reduziert und ganze Abteilungen entlassen hat. Bitmain hat außerdem einen neuen CEO ernannt.

Ebang, Bitmain und Kanaan gaben die Pläne für Börsengänge (IPO) auf. GMO erlitt ebenfalls Verluste von 12 Millionen Dollar, die das Unternehmen zwangen, sein Mining-Hardwareunternehmen zu schließen. Selbst Unternehmen wie Nvidia, die Hardware für Miner verkaufen, blieben nicht verschont: Die Firma versucht Berichten zufolge derzeit, unverkaufte Bestände loszuwerden, weil die Nachfrage seit 2018 kontinuierlich sinkt.

 Bildnachweis: pixabay, CC0 Textnachweis: bitcoinist

Zuletzt aktualisiert am 21. April 2019

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