Bitcoin für 16 Millionen Dollar gestohlen! Krypto-Betrüger muss für 15 Jahre ins Gefängnis

Der Wahl-Schwede Roger Nils-Jonas Karlsson wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Bitcoin im Wert von 16 Millionen Dollar gestohlen hat.

Senioren abgezockt und Luxus-Wohnungen in Thailand gekauft

Mit dem anhaltenden Erfolg von Kryptowährungen kommt es auch immer häufiger zu Betrügereien. Nun hat ein Mann gestanden, sage und schreibe 3.575 Menschen um ihre Bitcoins gebracht zu haben. Gelungen ist ihm das mit einem „Bitcoin-Investitionsprogramm“ – sprich: einem Ponzi-Schema. 16 Millionen Dollar konnte der Mann über die Masche abzweigen.

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Wie die Ermittlungen nachgewiesen haben, lockte der 47-Jährige zwischen 2012 und 2019 tausende Unschuldige mit dem Versprechen großartiger Renditen in die Falle bzw. seinen „Pre Funded Reversed Pension Plan“. Anlegern wurde für jeden 100-Dollar-Anteil eine Auszahlung von 1,15 Kilogramm Gold versprochen.

Getreu dem Motto „schickt mir eure Bitcoins, ich schicke euch noch mehr Bitcoins zurück“ gelang es ihm so, die Ahnungslosen jahrelang abzuzocken. Untermauert wurde das Ganze zusätzlich mit gefälschten Bilanzen und dem ständigen Hinweis, das Kapital sei sicher. Genutzt hat der Betrüger es dann für seine eigenen Zwecke – bis ihn die Polizei 2019 in Thailand verhaften konnte. Die Ermittler:

„Die Untersuchung von Roger Karlssons Betrug deckte ein erschreckend gefühlloses Schema auf, das mehr als ein Jahrzehnt andauerte, in dem Karlsson Tausende von Opfern ins Visier nahm, darunter finanziell schwache Senioren, um sie gefühllos ihres Vermögens zu berauben, und das alles, um einen extravaganten Lebensstil zu finanzieren, der von luxuriösen Eigentumswohnungen und verschwenderischen internationalen Urlauben umgeben war.“

Sämtliche Immobilien und Bitcoins des Betrügers wurden gepfändet. Bei der Urteilssprechung erkannten die Richter mildernd an, dass Karlsson sich in allen Anklagepunkten für schuldig bekannt hatte.

Cyberattacken auf dem Vormarsch

Laut einer aktuellen Studie der Sicherheitsfirma Barracuda sind Bitcoin-bezogene Cyberangriffe seit dem Beginn des Bull-Runs im Herbst 2020 um rund 200% gestiegen. Und wie das Ransomware-Tracking-Tool „Ransomwhere“ zeigt, konnten Hacker mit Ransomware-Attacken seit Anfang des Jahres Bitcoin im Wert von aktuell (Zeitpunkt dieses Artikels) rund 92 Millionen Dollar erbeuten.

Davon abgesehen hat die Londoner Metropolitan Police im Rahmen einer Anti-Geldwäsche-Operation gerade Kryptowährungen im Wert von umgerechnet fast 250 Millionen Dollar beschlagnahmt – Rekord! Und kein Einzelfall: Bereits Ende letzten Monats konnte die britische Polizei Kryptowährungen im Wert von umgerechnet 158 Millionen Dollar beschlagnahmen. Verhaftet wurde Berichten zufolge lediglich eine 39-jährige Frau. Kriminalbeamte betonen die Komplexität der Untersuchung – und dass die Ermittlungen noch monatelang andauern werden.

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Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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