Australische Börse verschiebt Pläne zur Einführung von Krypto-Technologie

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Australische Börse verschiebt Pläne zur Einführung von Krypto-Technologie

Die Australian Securities Exchange (ASX) hat ihre ehrgeizigen Pläne zur Einführung eines vollwertigen, verteilten Ledger-Abwicklungssystems von 2020 auf das zweite Quartal 2021 verschoben, so ein offizieller Bericht.

 

DLT-Probleme

Anfang April dieses Jahres sorgte die Schlagzeile, dass die ASX Blockchain-basierte System für die eignen Finanz-Dienstleistungen integrieren möchte, für Begeisterung. Damals veröffentlichte die Börse ein Dokument, das Pläne zur Ablösung ihres derzeit verwendeten Sicherheits-Clearingsystems beinhaltete.

Basierend auf öffentlichem Feedback und Richtlinien erwartet die australische Wertpapierbörse nun, dass ein DLT-gestütztes System im Jahr 2021 in Betrieb genommen wird, anstatt wie ursprünglich geplant im Jahr 2020. März oder April 2021 soll das Produkt vorgestellt werden, so der Bericht. Danach folgt eine branchenweite sechsmonatige Testphase, gefolgt von einer weiteren sechsmonatigen Phase für Tests bezüglich der Benutzer-Entwicklung und Zugänglichkeit – bevor dann das DLT-basierte System genutzt wird.

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Der Hauptgrund für die Verzögerung liegt daran, dass Tester besorgt über die „Reife“ der Technologie waren und auch darüber, ob es überhaupt möglich ist, den Wechsel innerhalb dieser kurzen Zeitspanne vorzunehmen. Die ASX-Pläne zur Einführung etlicher Funktionen für das DLT-System sowie das DLT-System selbst in diesem „kurzen Zeitrahmen“ wurde „übertrieben ehrgeizig“ genannt:

Es wurde argumentiert, dass dies zu einer höheren Komplexität und einem höheren Risiko in den einzelnen Projektphasen und […] der Umsetzung führen würde.

 

Funktionen werden wahrscheinlich später vorgestellt

Aufgrund dieser Verzögerung werden wohl auch sieben weitere von der ASX geplante Funktionen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden – darunter zum Beispiel die Abwicklung von Fremdwährungen, Kontokorrent-Informationen und eine Reihe weiterer Finanzdienstleistungen.

Die Börse meinte zudem, dass nach der Einführung möglicherweise nicht alle Funktionen den Nutzern zur Verfügung stehen, und wies dabei auf regulatorische Hürden und potenzielle Anlegerrisiken hin. Die ASX hält jedoch an den Blockchain-basierten Plänen fest, um Transparenz einzuführen und den Clearingprozess effizient voranzutreiben. Darüber hinaus glaubt der Börsendirektor und CEO Dominic Stevens, dass das System die Kosten deutlich reduziert: Er nennt einen Wert von 23 Milliarden Dollar, der eingespart werden könnte.


Quelle: Cryptoslate, Photo by Sam Wermut on Unsplash, CC0

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