Um Bitcoin steht es nicht so schlecht, wie einige Experten behaupten

Um Bitcoin steht es nicht so schlecht, wie einige Experten vermuten

„Bitcoin ist tot“ oder „Das Ende ist nah“ sind mediale Schlagzeilen, die immer wieder zu lesen sind. Dabei wissen die meisten Leute gar nicht, dass Bitcoin überhaupt „angefangen“ hat. Erst in dieser Woche hat ein vermeintlicher Experte der internationalen Finanzmärkte im US Senat über Kryptowährungen gelästert. Allerdings kam eine statistische Studie zu dem Schluss, dass sich der Bitcoin-Markt kaum von dem anderer (gesetzlicher) Fiat-Währungen unterscheidet.

Marktstabilität im Vergleich

Eine Gruppe am Institut für Kernphysik an der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IFJ PAN) nutzte verschiedene Kriterien, um den Bitcoin Markt einzuschätzen und zu vergleichen. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Chaos: An Interdisciplinary Journal of Nonlinear Science veröffentlicht.

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Die Analyse untersuchte die Bitcoin-Preisänderungen, die in einminütigen Sequenzen dargestellt wurden, für den Zeitraum zwischen 2012 und April 2018. Der erste analysierte Parameter war Rendite, also Gewinne, die über einen bestimmten Zeitraum erzielt wurden. Bei einem reifen Markt deutet alles darauf hin, dass die Verteilung der Gewinne dem inversen kubischen Gesetz folgt. Und wenn man die ersten beiden Jahre bei Bitcoin außer Acht lässt, dann verhält sich Bitcoin seit 2014 wie ein traditioneller „reifer“ Markt.

Volatilität-Clustering

Volatilität-Clustering ist „die empirisch nachzuweisende Eigenschaft in finanzwirtschaftlichen Zeitreihen, dass große Preisbewegungen wiederum eher große Preisbewegungen bewirken und vice versa. Steigt z.B. der Kurs einer Aktie heute überdurchschnittlich stark an, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Kurs morgen auch stark steigt ODER fällt. Das „ODER“ ist deshalb von Bedeutung, da die Richtung der Preisbewegung als zufällig angenommen wird und nur das Ausmaß der periodischen Schwankung (beispielsweise absolute oder quadrierte Renditen) derartige Abhängigkeitsstrukturen aufweisen.“

In reifen Märkten gibt es keine Korrelation mit den Renditen. Auch hier passt Bitcoin zu der Dynamik eines reifen Marktes. Das Volatilität-Clustering stuft aufgrund des Hurst-Exponent auch Trendwenden ein. Das ist eine Zahl zwischen 0 und 1, eine niedrige Zahl bedeutet eine Trendwende und eine hohe Zahl bedeutet einen andauernden Trend. Der Hurst-Exponent bei Bitcoin liegt bei 0,5, was für reife Märkte typisch ist.

Multifraktale Märkte

Ein Markt mit multifraktalen Eigenschaften bedeutet, dass der Markt reif ist. Der Teamleiter der Studie Prof. Stanislaw Drozdz erklärte:

[Bitcoin verhielt sich insbesondere in den letzten sechs Monaten] wie reguläre und reife Märkte – wie Aktien-, Dollar-, Öl- oder Rentenmärkte.

Damit erfüllt Bitcoin seit vielen Monaten alle wichtigen Kriterien für einen reifen Finanzmarkt. Interessanterweise konnte Bitcoin das ohne die Unterstützung einer Zentralbank oder Regierung erreichen.


Quelle: Bitcoinist, Photo by Andre Francois on Unsplash, CC0

Zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2018

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    Was sagen Sie denn dazu das Bitmain durch eine Hintertür in der Firmware der durch Bitmain verkauften Miner eine 51% Attacke fahren könnte? Das würde das dezentrale Konzept von Bitcoin unterlaufen.

    JOHNNYFLY

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