Wie man in Aktien Fonds investiert

Wie man in Aktien Fonds investiert
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Entscheidet sich der Anleger für einen Investmentfonds (wird in der Regel auch oft nur als „Fonds“ bezeichnet), so vertraut er sein Vermögen einem Fondsmanager von einer Fondsgesellschaft an, der in diverse Finanzwerte investiert. Jedoch ist der Anleger nicht alleine – er investiert mit vielen anderen Anlegern, die sodann hoffen, dass der Fondsmanager sein Ziel erreicht: Gewinne erzielen.

Wie genau das Fondsinvestment abläuft und was es zu beachten gibt, wird im folgenden Artikel näher beleuchtet.

Warum es Alternativen braucht

Befasst man sich mit der Geschichte der Fondsanlage, so muss man bis in das Jahr 1774 zurückblicken, als Adriaan van Ketwich, ein Kaufmann aus Amsterdam, den ersten Fonds auflegte. Der „Eendragt Maakt Magt“ (übersetzt: „Eintracht macht stark“) setzte sich aus Anleihen aus Europa sowie aus den niederländischen Kolonien und aus Süd- wie Mittelamerika zusammen. Der Niederländer war durchaus erfolgreich und setzte damals einige Standards, die sogar heute noch gültig sind.

Folgt man der Studie der Deutschen Bundesbank, so haben 80 Prozent der Deutschen ihr Geld in verzinsliche Anlagen gesteckt. Entscheidet man sich heutzutage aber für Sparbriefe, Tages- oder Festgeld oder auch das Sparbuch, so gibt es nur eine sehr geringe Verzinsung, die am Ende nicht einmal die Inflation ausgleichen kann. Somit erlebt jeder Zinssparer einen  realen Wertverlust.  Da die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) wohl nicht so bald beendet werden wird, braucht es daher Alternativen.

Möchte man Vermögen aufbauen, also gewinnbringend investieren, so ist es ratsam, wenn ein Teil des zur Verfügung stehenden Geldes in Anlagen gesteckt wird, die von Beginn an höhere Renditen versprechen. Eine komfortable Möglichkeit stellen hier Investmentfonds dar, die von Vermögensverwaltern gemanagt werden – das heißt, sie investieren das Kapital des Fonds in aussichtsreiche Wertpapiere.

  • Handelt es sich um einen klassischen Aktienfonds, so fließt das Geld in diverse Aktien.
  • Bei einem Rentenfonds wird hingegen in Anleihen investiert.

Der große Vorteil, wenn man sich für einen Fonds entscheidet?

  • Die Streuung. Verliert eine Aktie oder Anleihe an Wert, so hat das nur geringe Auswirkungen auf das gesamte Fondsvermögen – somit auch nur ein eine geringe Auswirkung auf das Vermögen des Anlegers.

Gebühren dürfen nicht unterschätzt werden

Fonds können problemlos über

  • Die Hausbank,
  • Eine Online-Bank oder auch
  • Direkt über den Fondsvermittler gekauft werden.

Jedoch ist es wichtig, dass der Anleger im Vorfeld darauf achtet, welche Gebühren anfallen.

In der Regel fallen beim Kauf eines Fonds nämlich  recht hohe Ausgabeaufschläge  an – mitunter bewegt man sich hier im Bereich der 5 Prozent. Wer hier etwa Fondsanteile im Wert von 1.000 Euro erwirbt, der muss eine Gebühr von 50 Euro bezahlen – bei 10.000 Euro sind es schon 500 Euro.

Des Weiteren bieten Hausbanken oft nur hauseigene Fonds an. Das bedeutet, dass der Anleger mitunter gar keine große Auswahl bereitgestellt bekommt, sondern das nehmen muss, was von Seiten der Bank angeboten wird – wer hier etwa bei der Sparkasse ist, der wird wohl die DeKa-Fondsgesellschaft empfohlen bekommen.

Bevor man sich also für einen Fonds entscheidet, sollte man einen Vergleich durchführen – so kann man auch an den Gebühren sparen. Denn es gibt sehr wohl einige Fonds, die auch ohne Ausgabeaufschlag auskommen.

Aktien-, Renten- oder doch lieber ein Mischfonds?

Wurde das Fondsdepot eingerichtet, so geht es in weiterer Folge um die Frage, für welchen Fonds man sich überhaupt entscheiden soll. Es stehen diverse Fondsgattungen zur Auswahl, die sich orientieren an:

  • Renditeziel, Die besten Kryptowährungen für ein Investment 2019
  • Anlagedauer und
  • Risikobereitschaft.

Am Ende muss jeder Anleger selbst entscheiden, in welchen Fonds er sein Geld stecken möchte – eine allgemeine Empfehlung kann hier also nicht abgegeben werden.

Wichtig ist, dass man beachtet, dass es Fonds gibt, die das Ziel verfolgen, so hohe Renditen wie nur möglich zu erzielen – dabei handelt es sich um offensive Fonds. Diese sind zwar chancenreicher, aber durchaus riskant.

Geht es hingegen nur um den Werterhalt, so spricht man von einem defensiven Fonds – dazu gehören etwa Renten- wie auch Geldmarktfonds.

Von Bedeutung ist natürlich auch der Anlagezeitraum. Ist das Ziel der langfristige Vermögensaufbau oder geht es um eine werterhaltende Veranlagung? Anleger sollten sich immer bewusst sein, dass  Wertpapiere, die höhere Gewinne versprechen, auch riskanter als weniger rentierliche Anlagen sind. 

Aktienfonds

Entscheidet man sich für einen Aktienfonds, so legt der Fondsmanager das Geld in diverse Aktien an, die er für chancenreich erachtet. Aktienfonds können vor allem chancenorientierten Anlegern empfohlen werden, die einen langen Anlagehorizont haben.

Die Renditeerwartung liegt, abhängig von der Anlagedauer, zwischen 5 Prozent und 10 Prozent/Jahr. Aufgrund der Tatsache, dass die Kurse natürlich auch Schwankungen unterliegen, können mitunter höhere Verluste wie auch Gewinne erzielt werden.

Aktienfonds kann man daher nur Anlegern empfehlen, die auch die Geduld wie starke Nerven haben, etwaige Kursrücksetzer auszusitzen.

Mischfonds

Das Fondsmanagement entscheidet bei einem Mischfonds auf Basis der im Fondsprospekt vorzufindenden Regeln, ob der Schwerpunkt auf Anleihen oder doch auf Aktien gelegt wird.

Multi Asset- oder auch Mischfonds können dann empfohlen werden, wenn der Investor nicht selbst die Entscheidung treffen will, in welche Anlageklasse investiert werden soll – die Entscheidung trifft in diesem Fall sodann der Fondsmanager.

Rentenfonds

Rentenfonds, die gerne auch als Anleihefonds bezeichnet werden, können sehr wohl auch sicherheitsorientierten Anlegern empfohlen werden. Dabei investiert man in festverzinsliche Wertpapiere von

  • Ländern,
  • Staaten oder 
  • Unternehmen.

Fast alle Staaten wie auch viele Unternehmen geben regelmäßig verzinsliche Schuldverschreibungen aus, sodass Projekte finanziert oder Ausgaben bezahlt werden können.

Die Höhe des zur Verfügung stehenden Zinssatzes hängt immer mit dem Risiko zusammen. Je höher das Ausfallrisiko, desto höher ist der Zinssatz.

Entscheidet man sich als Anleger für einen sogenannten Rentenfonds, so investiert man aber nicht nur in ein Wertpapier, sondern in zahlreiche Anleihen, sodass das Risiko gestreut wird.

Dachfonds

Der Dachfondsmanager investiert nicht in Anleihen oder Aktien, sondern in andere Fonds. Dabei handelt es sich um Zielfonds.

Zielsparfonds

Zielsparfonds, die man auch als Target-Fonds oder Lebenszyklusfonds bezeichnet, sind eine relativ neue Fondsgattung.

Die Zusammensetzung des Portfolios ist zeitabhängig – je weiter das Zieldatum entfernt ist, desto höher ist der (natürlich riskantere) Aktienanteil.

Garantiefonds

Entscheidet sich der Anleger für einen Garantiefonds, so hat man eine Garantie auf einen Mindestbetrag, der am Ende der im Vorfeld festgelegten Laufzeit ausbezahlt wird.

Jedoch darf man hier nicht die Kehrseite der Medaille außer Acht lassen:  Versicherungen kosten Geld  – das heißt, das Versprechen, eine Mindestsumme ausbezahlt zu bekommen, nagt natürlich auch am Gewinn.

Diverse andere Fondsklassen

Investiert man in Immobilienfonds, so wird das Geld des Anlegers in Immobilienprojekte gesteckt.

Entscheidet man sich hingegen für einen Rohstofffonds, so fließt das Geld der Anleger in Rohstoffe oder in Wertpapiere von Emittenten, die sich im Rohstoffsektor aufhalten.

Auf der Suche nach dem passenden Fonds

Hat man sich für eine Fondsgattung entschieden, so geht es in weiterer Folge darum, dass man nun den für sich besten Fonds findet. Ist einem die persönliche Beratung wie Betreuung wichtig, so kann man Kontakt mit einem Mitarbeiter der Hausbank aufnehmen oder eine Beratung von einem freien Finanzberater in Anspruch nehmen.

Wichtig ist nur, dass man bei derartigen Gesprächen eine Portion Skepsis mitbringt – jeder Finanz- und auch Bankberater hat interne Zielvorgaben zu erreichen. Es geht darum, dass er ein Produkt verkauft. Spürt man einen vom Berater ausgehenden Druck, das heißt, will dieser, dass das Geschäft so schnell wie möglich abgeschlossen wird, ist es ratsam, sich die Sache noch zu überlegen – man sollte sich, vor allem auch dann, wenn man unsicher ist, niemals unter Druck setzen lassen.

Haben es am Ende mehrere Fonds in die engere Auswahl geschafft, so kann man auch die anfallenden Gebühren gegenüberstellen. Dabei sollte man sich aber nicht nur auf den möglichen Ausgabeaufschlag konzentrieren, sondern einen Blick auf die erfolgsabhängigen Gebühren (Performance-Fee) oder auch auf die Management-Gebühr werfen.

Wichtig ist, dass man sich beim Fondskauf nicht gleich alle Eier in den Korb legt – es geht darum, dass man das Risiko streut. Aus diesem Grund sollte man, je nach Anlagevermögen, in diverse Fonds investieren, die unterschiedliche Investmentschwerpunkte und Strategien abdecken.

Zwei Empfehlungen

Wichtig ist, dass der Anleger einen Fonds wählt, der auch der persönlichen Risikoneigung entspricht. Ein chancenorientierter Anleger sollte sich für einen Aktienfonds entscheiden.

Interessant sind vor allem auch jene Fonds, die nicht nur in Europa investieren, sondern Aktien aus der ganzen Welt heranziehen. Somit werden das Kapital sowie das Risiko auf diverse Aktien gestreut, die sich in unterschiedlichen Branchen wie Ländern aufhalten.

Low Volatility Equity Portfolio A

Eine ausgesprochen gute Rendite-Risiko-Struktur weist der „Low Volatility Equity Portfolio A“ (WKN: A141C0; ISIN: LU0861579265) von AllianceBernstein auf.

In den letzten fünf Jahren konnte der Welt-Fonds eine Jahresrendite von durchschnittlich 12,5 Prozent erzielen (Stand: März 2019). Vergleicht man andere Fonds, die in derselben Kategorie daheim sind, so liegt die Rendite bei durchschnittlich 8,3 Prozent/Jahr. Das vorrangige Anlageziel des Aktienfonds ist der langfristige Kapitalzuwachs. Hier wird vorwiegend in Unternehmen investiert, die ihre Heimat in Industrieländern haben.

Aktuell wird verstärkt in US Aktien – der Anteil liegt derzeit bei rund 50 Prozent – investiert. Das Fondsmanagement investiert aber auch in die Informationstechnologie (NICE-Systems oder auch Microsoft) – hier liegt der Anteil bei 23 Prozent. Aber das Geld fließt zum Teil auch in den Gesundheits- wie Finanzsektor. Besonders hervorzuheben ist der Umstand, dass vorrangig Aktien ausgewählt werden, die ein wesentlich geringeres Risiko als der Gesamtmarkt mit sich bringen.

Candriam Equities L Europe Innovation C

Befasst man sich mit den Europa-Fonds, so kann der Candriam Equities L Europe Innovation C (WKN: A0Q2N9; ISIN: LU3044046155) empfohlen werden.

Dabei handelt es sich um einen aktiv gemanagten Fonds, der in den letzten fünf Jahren eine Rendite von durchschnittlich 11,1 Prozent/Jahr erzielen konnte. Vergleichbare Fonds lagen hier bei einer durchschnittlichen Rendite von 5,1 Prozent/Jahr. Auch hier geht es um das Kapitalwachstum. Vorrangig wird vom Fondsmanagement in Unternehmen investiert, die eine hohe Innovationskraft haben.

Zudem achtet man darauf, dass sich die Tätigkeitsschwerpunkte der Unternehmen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (kurz: EWR) befinden. Vorwiegend investiert man in:

  • Konsumgüter (22 Prozent),
  • Grundstoffe (19 Prozent) und
  • Investitionsgüter (17 Prozent).

Rund 60 Prozent der Unternehmen befinden sich in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und in der Schweiz. Zu den Top-Unternehmen gehören unter anderem die Konsumgüterhersteller Beiersdorf (Tesa, Nivea) oder auch Henkel (Pril, Persil).

Auf die Höhe des Ausgabeaufschlages Acht geben

Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die dann anfällt, wenn Fondsanteile erworben werden. Die Höhe des Ausgabeaufschlags wird von der Kapitalanlagegesellschaft festgelegt und kann sich von Fonds zu Fonds unterscheiden. In der Regel liegt der Ausgabeaufschlag zwischen 1,0 und 5,0 Prozent.

Zu beachten ist, dass der Ausgabeaufschlag, der beim Fondskauf vom Fondsanleger bezahlt werden muss, natürlich ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor ist. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass man darauf achtet, den Ausgabeaufschlag so gering wie möglich zu halten – das heißt, man sollte sich im Vorfeld auf die Suche begeben, ob es auch die Möglichkeit gibt, gar keinen Ausgabeaufschlag bezahlen zu müssen.

Wiederveranlagend oder doch ausschüttend?

Fonds gibt es in thesaurierenden wie ausschüttenden Varianten. Mitunter gibt es denselben Fonds auch in beiden Varianten. Der Unterschied?

  • Die ausschüttenden Fonds werden die Fondserträge regelmäßig an die Anleger ausgeschüttet.
  • Bei einem thesaurierenden Fonds kommt es nicht zur Ausschüttung, sondern zu einer Reinvestition, sodass sich der Wert der Fondsanteile erhöht.

Zu beachten ist, dass es jedoch einen Unterschied bei der Besteuerung gibt: Laufende Erträge sind – ganz egal, ob es sich um einen ausschüttenden oder thesaurierenden Fonds handelt – abgeltungssteuerpflichtig, wobei es um den Zeitpunkt geht, ab wann die Einnahmen vom Fonds als erwirtschaftet verbucht werden.

Handelt es sich um einen ausschüttenden Fonds, so geht es um den Auszahlungstag – das heißt, am Tag der Auszahlung wird auch die Abgeltungsteuer einbehalten. Bei dem thesaurierenden Fonds sind die erzielten Erträge aber erst gegen Ende des Geschäftsjahres von steuerlicher Bedeutung.

Wann braucht man einen Fondsmanager?

Die Fondsqualität hängt natürlich vom Fondsmanager ab. Schlussendlich trifft er die Entscheidungen, in welche Wertpapiere investiert wird und in welche nicht.

Sehr gute Analyseteams wie Vermögensverwalter besuchen immer wieder das Management und auch die Fertigungsstätten der Firmen und überzeugen sich somit selbst, in welchem Zustand das Unternehmen ist.

Zudem investieren gute Fondsmanager immer unabhängig von bestimmten Vergleichsindizes. Wobei es auch Fondsmanager gibt, die in erster Linie einen bestimmten Börsenindex nachbilden wollen.

Soll jedoch ein bestimmter Börsenindex nachgebildet werden, so braucht man keinen Fondsmanager – die „Tracker-Strategie“ kann kostengünstig mit Exchange Traded Funds (kurz: ETF) oder Zertifikaten abgebildet werden.

Nur jene Fondsmanager, die in bestimmte Aktien, Märkte oder auch Branchen investieren, können in weiterer Folge den Markt schlagen und somit eine überdurchschnittliche Rendite erzielen. Man darf aber an dieser Stelle nicht vergessen, dass man auch verlieren kann – also schlechter als der Markt ist.

Man kann auch mit kleineren Beträgen mitmischen

Selbst mit geringen Beträgen kann man ein Vermögen aufbauen. Wer sich für einen Fondssparplan entscheidet, der braucht keine hohen Summen investieren – es geht darum, dass ein monatlicher Betrag, das können etwa 50 Euro sein, einbezahlt wird.

Fondssparen kann vor allem dann empfohlen werden, wenn man einen langfristigen Vermögensaufbau plant – schlussendlich kann das Fondssparen nämlich zu einer ausgesprochen wichtigen Säule für die private Altersabsicherung werden.

  • Von Vorteil ist der Umstand, dass Sparer auch jederzeit einen Zugriff auf das Vermögen haben. Das unterscheidet etwa das Fondssparen auch von den staatlich reglementierten Anlageformen – dazu gehören etwa die Rürup- und auch die Riester-Rente.

Natürlich geht es auch hier um die Frage, wie hoch die Kosten ausfallen. Bevor man sich für das Fondssparen entscheidet, sollte man ebenfalls im Vorfeld einen Vergleich durchführen und dabei vorwiegend auf die Gebühren achten, die dabei entstehen können.

Wie erfolgversprechend sind ETFs?

Die Möglichkeit, sein Geld in einen ETF zu stecken, also in den „Exchange Traded Fund“, wird immer beliebter.

Indexfonds
Das Prinzip eines börsengehandelten Indexfonds ist ausgesprochen simpel: ETFs bilden die Wertentwicklungen diverser Börsenindizes nach – kann der DAX um 1,5 Prozent zulegen, so steigt auch der Indexfonds um 1,5 Prozent. Aktuell befinden sich, folgt man dem Vermögensverwalter Blackrock, mehr als 2 Billionen US Dollar in ETFs. Natürlich darf man aber das Risiko nicht ganz außer Acht lassen – fällt beispielsweise der DAX, so verbucht auch der ETF einen Rückgang.

Doch warum werden ETFs immer beliebter? Diverse Untersuchungen haben belegt, dass es nur sehr wenige Fondsmanager gibt, die – zumindest langfristig gesehen – bessere Wertentwicklungen als ETFs erzielen.

Warum sollte man also in einen gemanagten Fonds investieren, wenn mit der Nachbildung bessere Ergebnisse erzielt werden können? Zudem warten ETFs mit günstigeren Gebühren auf – so liegen die Kosten bei durchschnittlich 0,37 Prozent/Jahr. Bei Aktienfonds befindet sich die durchschnittliche Gebührenhöhe bei 1,55 Prozent/Jahr.

Ein Anleger, der einen  einfachen wie auch kostengünstigen Zugang zum Kapitalmarkt  sucht, der sollte sich also einmal näher mit Exchange Traded Funds auseinandersetzen – hier wird eine kostengünstige Alternative geboten, die zudem auch erfolgversprechend ist. Aber auch ein ETF-Sparplan ist interessant, da auch in diesem Fall ein Index nachgebildet wird. Zu beachten ist, dass man natürlich auch hier einen Vergleich durchführen sollte – nur so findet man heraus, welcher Anbieter die besten Konditionen (und somit die geringsten Gebühren) hat.

Die Vorteile eines Aktienfonds

  • Von Vorteil ist der Umstand, dass man sich nicht mit den diversen Einzelwerten auseinandersetzen muss. Somit spart man Zeit.
  • Als weiterer Vorteil kann die automatische Streuung der Anlage gesehen werden, sodass kein allzu hohes Risiko besteht.
  • Zudem kann jederzeit auf das eigene Vermögen zugegriffen werden.
  • Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf: Investiert man in Aktienfonds, so darf man sich, sofern sich der Markt in die richtige Richtung bewegt, über eine gewinnbringende Anlage freuen – man muss also keine Angst vor einem realen Wertverlust haben.

Worauf Anleger achten müssen

Aber auch wenn es einige Vorteile gibt, so darf man keinesfalls die Schattenseiten außer Acht lassen.

  • Spezial-, Dach- oder auch Hedge- wie Branchenfonds sind nur bedingt empfehlenswert.
  • Zudem sollte man sich auch gegen gehebelte oder sogenannte Short-ETFs (hier setzt man auf den fallenden Kurs) entscheiden. Natürlich kann man so die Gewinne in die Höhe treiben, jedoch steigt auch das Risiko eines Verlusts.
  • Wer sein Geld in Aktienfonds investiert, der sollte nicht glauben, dass man am Ende nur Gewinne verbuchen kann – auch wenn mit der richtigen Streuung das Risiko reduziert werden kann, so sind Verluste immer möglich.

Anleger brauchen Geduld

  • Aktienfonds stellen noch immer die beste Möglichkeit dar, wenn man am Markt attraktive Rendite erzielen will.

Selbst dann, wenn morgen ein kleines Beben dafür sorgt, dass die Aktienpreise um 20 Prozent fallen, wird man langfristig einen Gewinn verbuchen. Am Ende geht es darum, dass man die Ruhe bewahrt und etwaige Abstürze aussitzt.

Wer keine Erfahrung hat und/oder mitunter auch etwas ängstlich ist, der sollte zu Beginn nur kleine Beträge investieren. Der Investitionsgrad kann dann mit der Zeit ausgebaut werden.

Wichtig ist, dass man auf die Diversifikation, also die richtige Streuung, achtet. Mit einer guten Streuung kann man problemlos den MSCI World-Index oder auch den S&P 500-Index übertreffen – und das, obwohl man kaum ein Risiko eingegangen ist. Dabei sollte man in alle zur Verfügung stehenden Regionen investieren – so etwa in die USA, Europa, Brasilien, Russland, Japan, Indien, China, Afrika wie auch in Australien, Kanada sowie Mexiko. So kann man sicher sein, dass alle Regionen abgedeckt sind. Zudem ist es ratsam, auch in diverse Branchen zu investieren.

Doch warum sollte man sein Geld weltweit aufteilen und zudem noch darauf achten, in unterschiedliche Branchen zu investieren? Weil es immer wieder andere Regionen sind, die sich besonders gut entwickeln; zudem muss auch nicht immer nur eine Branche Gewinne einfahren. Natürlich können diverse Branchen auch einbrechen – doch die Wahrscheinlichkeit, dass alle Branchen, in die man investiert hat, zeitgleich in die Krise stürzen, ist ausgesprochen gering. Somit kommt es – zumindest zum Teil – zu Verlusten, die jedoch abgefangen werden, weil in anderen Branchen – und das zur selben Zeit – Gewinne eingefahren werden.

 

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About the Author:

Julia Koch

Seit meinem Studium der BWL interssiere ich mich für die Themen Digitalisierung und Investments und schreibe als freie Autorin unter anderem auf coincierge.de darüber.