Paytm beantragt Börsengang im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar

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Paytm App - IPO

Der digitale Zahlungsriese Paytm, eines der wertvollsten Start-ups Indiens, plant, bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar im Rahmen eines Börsengangs aufzubringen. So heißt es in einem am Freitag der Marktaufsichtsbehörde des Landes vorgelegten Papierentwurf.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Noida (unterstützt von Alibaba, dass mit Ant Financial 36 % von Paytm besitzt), Berkshire Hathaway und SoftBank (mit etwa 18 %) sagte, dass es neue Aktien im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar ausgeben will.

Das wertvollste Stat-up in Indien?

Paytm in IndienPaytm, war bis vor Kurzem das wertvollste Start-up in Indien. Anfang dieses Monats hatte Paytm bereits Gespräche mit Goldman Sachs und Fidelity geführt, um eine Pre-IPO-Runde einzuleiten.

Das Start-up, das auf dem zweitgrößten Internetmarkt der Welt mit PhonePe und Google Pay konkurriert, plant etwa 577 Millionen US-Dollar zur Erweiterung seines Angebots an Zahlungsdiensten und etwa 269 Millionen US-Dollar für neue Initiativen und Akquisitionsmöglichkeiten zu verwenden.

Paytm wurde 2009 ins Leben gerufen, um Benutzern dabei zu helfen, digitale Zahlungen über ihr Telefon zu tätigen und Guthaben aufzuladen. In den letzten zehn Jahren hat das Unternehmen eine breite Palette von Diensten geschaffen. Heute betreibt es ein Zahlungsgateway, einen E-Commerce-Marktplatz, Ticketbuchungen und verkauft auch Versicherungen und digitales Gold. In mehreren dieser Kategorien gilt Paytm als Marktführer in Indien.

Paytm unter der Leitung von Vijay Shekhar Sharma beschreibt sich selbst als „eine zahlungsgesteuerte Superapp, über die wir unseren Verbrauchern innovative und intuitive digitale Produkte und Dienstleistungen anbieten“.

Die IPO-Pläne von Paytm kommen zu einer Zeit, in der die Pandemie Indiens digitale Wirtschaft beflügelt hat und die lokalen Börsen einen wachsenden Appetit auf Consumer-Tech-Aktien zeigen. Der Börsengang des indischen Lebensmittellieferanten Zomato in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar in dieser Woche dauerte nur wenige Stunden, bis er von Einzelhandels- und Ankerinvestoren vollständig gezeichnet wurde.

Bisher ist Paytm noch nicht rentabel

Geld senden mit PaytmFür Paytm hängt vieles von einem erfolgreichen Börsengang ab. Für das im März 2021 endende Geschäftsjahr wurde ein konsolidierter Verlust von 233,6 Millionen US-Dollar ausgewiesen, gegenüber 404 Millionen US-Dollar im Jahr 2020.

Anfang dieser Woche hat auch der von Sequoia unterstützte Rivale von Paytm “MobiKwik” einen Börsengang beantragt, bei dem es um die Beschaffung von etwa 250 Millionen US-Dollar geht.

Banker und Analysten sind optimistisch gegenüber Paytm, dessen Geschäft mit mobilen Geldbörsen in den letzten Jahren an Glanz verloren hat, da UPI – ein von Banken in Indien unterstütztes Zahlungssystem – Abnehmer in Google und PhonePe fand und den Markt im Sturm eroberte. Aber Paytm hat sich erholt, argumentieren Analysten.

„Mit dem Aufkommen von UPI stellen immer mehr die die Marktführerschaft von Paytm in Frage“ schrieben die Analysten und bezogen sich auf das exponentielle Wachstum der Zahlungsapp, welche von Retailbanken in Indien entwickelt wurde und der bereits von mehreren Firmen, darunter Google und PhonePe, genutzt wird.

„Unter der Haube ist Paytm führend bei Händlerzahlungen und hat ein Ökosystem aus synergetischen Fintech-Vertikalen rund um seine ‚Superapp‘ aufgebaut. Das Ökosystem umfasst Zahlungen, umfassendes Merchant Acquiring, Kredittechnologie, digitale Bank, Vermögen und Versicherungstechnik. Wir glauben, dass der Superapp-Kampf in Indien kein „Winner-takes-all“ ist.“ – Bernstein-Analysten

Allerdings sollten Privatanleger einige Risikofaktoren berücksichtigen. In seiner heutigen Einreichung sagte Paytm, dass es ein „in ausländischem Besitz und kontrolliertes Unternehmen” ist und dieses Eigentum auch nach dem Börsengang behalten wird und daher den indischen Gesetzen für ausländische Investitionen unterliegt.

Paytm sagte auch, dass seine Vermögensvertikale Paytm Money in der Vergangenheit „bestimmte Verstöße“ gegen Gesetze und Vorschriften begangen hat. Und einige der größten Investoren des Unternehmens beabsichtigen, ihre Anteile beim Börsengang zu verkaufen.

Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2021

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Kevin Benckendorf ist in Deutschland aufgewachsen, aber in der Welt Zuhause. Seine Passion ist die neuste Technik. Seit 2015 beschäftigt er sich außerdem mit Kryptowährungen und Finanzen im Allgemeinen. Er war bereits für mehrere ICOs als Berater tätig.

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