Die besten Passwort-Manager im Test

Ein Passwort-Manager macht Nutzern das Leben nicht nur einfacher, sondern er hilft Nutzern auch dabei, lange und komplizierte Passwörter zu erstellen, die zu einer höheren Sicherheit im Internet führen. Bei der Vielzahl der Anbieter stellt sich nur noch die Frage, welcher Passwort-Manager der Richtige für einen ist und welchen man vermeiden sollte.

Genügt ein Gratis-Angebot oder lohnt es sich doch, hierfür Geld zu investieren? Der folgende Testbericht nimmt die bekanntesten Anbieter unter die Lupe und informiert über alles rund um das Thema Passwort-Manager.

Wozu benötigt man einen Passwort-Manager?

Wer kennt es nicht? Man versucht, sich in ein älteres E-Mail-Konto einzuloggen oder eines der vielen Google Drive-Konten zu öffnen, da man eine wichtige Datei benötigt. Leider erinnert man sich nicht an das richtige Passwort und muss nun erneut das Passwort zurücksetzen. Dies ist nicht nur umständlich, sondern raubt auch unnötig viel Zeit.

Das beschriebene Problem kennen sehr viele Menschen. Der Grund hierfür ist einfach: Die  Anzahl der aktiven Konten wächst ständig  an. Hatte man früher nur eine oder zwei E-Mail-Adressen, so hat man im Jahre 2020 neben diversen E-Mail-Konten auch noch Facebook, Instagram, Twitter, Skype, etc., die alle ein individuelles Passwort benötigen.

Es wird dringend davon abgeraten, für alle Konten dasselbe Passwort zu verwenden. Dies würde nämlich bedeuten, dass im Falle eines Leaks Hacker Zugriff auf die gesamte Online-Präsenz haben. Selbst wenn man nur ein Passwort besitzen wollte, wäre dies auch nicht immer machbar, da unterschiedliche Konto-Anbieter verschiedene Anforderungen an die Passwort-Erstellung haben und die Kontoinhaber dazu gezwungen sind, spezielle Zeichen zu verwenden.

Um besser durch den Passwort-Dschungel zu kommen, haben verschiedene Softwarehersteller sogenannte Passwort-Manager kreiert, die den Nutzern dabei helfen sollen, das oben benannte Problem ein für alle Mal zu lösen. Diese Passwort-Manager haben sich zur Aufgabe gemacht:

  • Passwörter und Online-Zugänge verschlüsselt abzuspeichern,
  • Konten und Anmeldedaten zu verwalten,
  • Adressen und Notizen zu hinterlegen,
  • Online-Formulare automatisch auszufüllen und
  • sichere Passwörter zu generieren.

Was genau ist ein Passwort-Manager?

Die Hauptaufgabe eines Passwort-Managers lässt sich relativ einfach zusammenfasse: Diese besteht darin,  Kombinationen von Benutzernamen, Passwörtern und URLs zu speichern sodass der Nutzer sich nicht merken muss, auf welcher Website welches Passwort verwendet wurde.

Die Passwort-Manager, die momentan auf dem Markt zu finden sind, unterscheiden sich vor allem dadurch, inwieweit diese Aufgaben automatisch verrichtet werden können. Im Bestfall können sie die Zugangsdaten, die man in das Web-Formular eingibt, automatisch abspeichern, sodass der Nutzer hier nicht viel manuell eingeben muss. Nicht nur werden die Passwörter somit gespeichert, sondern Passwort-Manager sind zudem in der Lage, Zugangsdaten automatisch in die betreffenden Formularfelder einzugeben, sodass nur noch eingeloggt werden muss und die Passwort-Eingabe von selbst erfolgt.

Wer noch mehr Service möchte, dem können hochwertige Passwort-Manager auch bei der Änderung von bereits existierenden Passwörtern behilflich sein. Dies ist möglich, indem die Manager das Ausfüll-Formular erkennen und es automatisch mit dem sowohl alten als auch neuen Passwort ausfüllen. Das neue Passwort wird gespeichert und beim nächsten Log-In verwendet.

Es gibt sogar Anbieter, die darüber hinaus noch Adressen und sogar Kreditkarten und Bankverbindungen automatisch ausfüllen können.

Tipp:Man sollte zudem unbedingt darauf achten, dass der Passwort-Manager nicht nur für den Desktop-Rechner, sondern auch eine Applikation für Android oder iOS beinhaltet, da viele Seiten häufig von mehreren Plattformen aus betreten werden.

Im Idealfall sollte der Passwort-Manager eine Synchronisationsfunktion zwischen dem Desktop- und der mobilen Anwendung haben. Dank Cloud-Technologie ist dies heutzutage auch kein großes Problem mehr und wird von fast allen großen Anbietern angeboten.

Passwort-Manager Anbieter Vergleich

Schauen wir uns nun die besten Passwort-Manager auf dem Markt an:

Dashlane

Das hervorragende Gesamtpaket von Dashlane überzeugt auf ganzer Linie. Der Anbieter kombiniert eine nutzerfreundliche und intuitive Benutzeroberfläche mit einer Reihe von nützlichen Zusatzfunktionen:

  • Mit Windows, macOS, iOS, Android und Linux werden die gängigsten Betriebssysteme abgedeckt.
  • Die Daten lassen sich plattformübergreifend per Cloud synchronisieren und gespeicherte Zugangsdaten können mit Angehörigen, Freunden oder Kollegen problemlos geteilt werden.
  • Vor allem beim automatischen Speichern und der Eingabe von Passwörtern überzeugt Dashlane auf ganzer Linie und beweist eine große Zuverlässgkeit. Das Ausfüllen von Anmelde-, Adress- und Zahlungsdaten-Formularen im Browser findet automatisch statt und wird auch automatisch gespeichert.
  • Selbst bei der Änderung der Passwörter, der Königsdisziplin unter den Passwort-Managern, kann Dashlane noch einmal mehr überzeugen. Man braucht nur einen einzigen Mausklick auf das Passwortfeld und Dashlane bietet die Option an, ein neues Passwort für das Feld sofort zu kreieren. Sobald das neue Passwort erstellt wurde, speichert Dashlane dieses automatisch ab und aktualisiert den Datensatz – mehr Nutzerfreundlichkeit kann ein Passwort-Manager kaum liefern.
  • Die Premium-Version bietet zudem noch integriertes VPN für maximale Sicherheit an.
  • Die kostenfreie Version dagegen ist leider sehr eingeschränkt – so kann nur ein Betriebssystem genutzt werden.

Daher ist Dashlane leider nur für die Premium-Version zu empfehlen, es sei denn man benutzt wirklich nur ein Gerät und ist nicht auf Datensynchronisation angewiesen.

Zur Dashlane Webseite

LastPass

LastPass ist genau wie Dashlane ein sehr populärer Passwort-Manager:

  • Die Bedienung ist relativ einfach gestaltet und erlaubt auch Anfängern, sich schnell zurechtzufinden.
  • LastPass ist ebenfalls wie Dashlane für die Betriebssysteme Windows, macOS, iOS, Android und Linux geeignet.
  • Auch Datensynchronisation via Cloud stellt kein großes Problem dar.
  • Ein großes Plus ist, dass die Gratis-Version schon mit vielen Extras ausgestattet ist – so können unendlich viele Passwörter generiert werden und auch die Anzahl der genutzten Geräte ist unbegrenzt.
  • Negativ ist jedoch festzuhalten, dass die Passwörter auf den Servern von LastPass gespeichert werden. Dies bietet ein enorm hohes Risiko, sollten die Server einmal gehackt werden, haben die Hacker direkt alle Passwörter der Nutzer und können einen immens großen Schaden anrichten. Dieses Sicherheitsrisiko sollte unter allem Umständen überdacht werden.

Wer sich für LastPass entscheidet, der hat bereits in der Gratis-Version viele Extras – unendlich viele Passwörter für unendliche viele Geräte. Ein  starkes Angebot für eine überzeugende Software, die leider Sicherheitsrisiken aufzuweisen hat.

Bitwarden

Bitwarden ist der erste Passwort-Manager in der Liste, der auf Open-Source-Software beruht. Das Unternehmen hinter dem Produkt bietet Bitwarden jedoch aus kommerziellen Zwecken an.

  • Wie auch die Vorgänger in der Liste deckt Bitwarden die gängigsten Betriebssyteme Windows, macOS, iOS, Android und Linux ab.
  • Zudem werden die Browser Chrome, Firefox, Safari, Edge und Opera abgedeckt. Damit ist Bitwarden, was die Plattformen angeht auf Augenhöhe mit LastPass und kann Dashlane sogar übertrumpfen, da dieser Opera nicht unterstützt.
  • Der Passtwort-Manager kombiniert sehr gute Sicherheitsfeatures mit einer intuitiven und komfortablen Bedienung.
  • Als Plus gibt es zudem einen 1GB sicheren Cloud-Speicher.
  • Im Praxistest konnte Bitwarden sehr gute Leistungen beim automatischen Ausfüllen von Anmeldeformularen auf dem Desktop und in mobilen Apps zeigen.
  • Beim automatischen Ausfüllen von Adress- und Zahlungsdaten ist dagegen nur die Desktop-Version uneingeschränkt zu empfehlen.
  • Leider kann der Passwort-Manager nicht automatisch Passwörter ändern. Dies müssen Nutzer bei Bitwarden immer noch manuell machen.

Die Gratis-Version alleine kommt schon voll ausgestattet mit einer unbegrenzten Anzahl an Passwörtern und einer unbegrenzten Anzahl an Geräten und das sogar für bis zu 2 Anwender. Wer sich doch für die Premium-Variante entscheidet, der ist dennoch in der unteren Preisklasse mit dabei. Alles in allem ein  sehr gutes und faires Angebot  von einem eher unbekanterem Anbieter.

KeePass

KeePass basiert wie Bitwarden auf Open-Source-Technologie, jedoch wurde dieser Passwort-Manager nicht für kommerzielle Zwecke entwickelt und ist kostenlos zu haben.

  • Die Software bietet viele Extras und eine Funktionsweise, die zum Teil auch mit den großen Unternehmen mithalten kann.
  • KeePass unterstützt die großen 4 Betriebssysteme Windows, macOS, iOS, Android.
  • Linux-Nutzer müssen sich leider anderweitig umschauen.
  • Problematisch wird es nur, wenn es zur gewöhnungsbedürftigen Benutzeroberfläche kommt. Diese ist nämlich alles andere als intuitiv und eher etwas für erfahrene Nutzer.
  • Es läuft leider nach dem Download der Hauptsoftware nichts automatisch ab. Diese Funktion kann aber nachträglich hinzugefügt werden, wenn man online nach den benötigten Plug-ins  sucht. Dies ist gerade für Anfänger ungeeignet sowie auch für diejenigen, die ein schnelles und effektives System direkt nach dem Download bereit haben möchten.
  • Noch schwerer wird es bei der Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten. Die Cloud, die hierzu normalerweise benötigt wird, ist nicht integriert, sondern diese muss vom Nutzer selbst bereitgestellt werden. Die Synchronisation kann durch Apps aus verschiedenen Quellen durchgeführt werden.

Kurz zusammengefasst ist KeePass kein schlechtes Produkt – man könnte es aber am besten als  „Do-It-Yourself-Passwort-Manager“  umschreiben, da wirklich viele Funktionen erst per zusätzlichem Plug-in verfügbar sind. Die Software ist somit nur einer bestimmten Zielgruppe zu empfehlen, aber nichts für den Normalverbraucher.

Password Depot

Bei Passwort-Depot handelt es sich um einen echten Industrieveteranen, der bereits seit 20 Jahren erhältlich ist. Dementsprechend ist das Produkt auch ausgereift und liefert ein gutes Testergebnis. Jedoch sind manche Features oder besser gesagt, das Fehlen der Features ein Anzeichen dafür, dass das Produkt nicht ganz mit der Zeit gegangen ist und noch großen Nachholbedarf hat:

  • Ein großes Manko ist die spärliche Unterstützung der Betriebssysteme. Es werden nur Windows und Linux unterstützt. Alle Apple-Nutzer sowie alle mobilen Nutzer sind also dazu gezwungen, sich bei der Konkurrenz umzusehen. Im Jahre 2020 ist dieses Model auf Dauer nicht überlebensfähig.
  • Zudem bringt Password Depot keine eigene Cloud mit sich. Wer Password Depot mit einer Cloud-Synchronisation nutzen will, der kann zumindest dafür Dropbox, Google Drive, OneDrive, HiDrive und Box verwenden. Dies ist aber nur ein schmaler Trost, wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz diesen Service kostenfrei anbietet.
  • Die Einrichtung ist dagegen relativ einfach und auch sonst bietet die Software den vollen Funktionsumfang eines Passwort-Managers.

Das Geschäftsmodell ist ebenfalls veraltet. Die Software ist im Einzelpreis, ohne Abo-Modelle erhältlich. Dies mag langfristig sogar günstig sein, aber der gehobene Preis sowie die fehlende Unterstützung von diversen Plattformen lässt das Programm  im Schatten seiner Konkurrenten  stehen.

RoboForm

RoboForm ist zwar einer der unbekannteren Anbieter, kann aber sowohl durch Aufmachung, Nutzerfreundlichkeit und besondere Features überzeugen.

  • RoboForm unterstützt mit Windows, macOS, iOS und Android die gängigsten Betriebssysteme.
  • Vor allem die automatische Passworteingabe funktioniert nicht nur einwandfrei, sondern unterscheidet sich auch optisch von der Konkurrenz. Wenn man sein Passwort eingeben muss, findet sich in den  Anmeldeformularen ein kleines RoboForm-Logo, das Nutzern ein Passwort-Auswahl-Menü bietet. Im Gegensatz zu anderen Apps, die gar keine Auto-Fill-Funktion haben oder eine, die nicht einwandfrei funktioniert, bringt RoboForm dagegen eine fast perfekte Leistung.
  • Diese Funktion funktioniert nicht nur hervorragend mit mobilen Apps, sondern auch bei der Passwortabfrage von Browser-Apps gab es wenig Probleme. Es werden zudem relativ viele Browser, selbst unbekanntere, unterstützt.
  • Ein weiterer Pluspunkt neben der überraschend guten Performance ist das Preis-Leistungsverhältnis. Das Jahresabonnement ist günstiger als das der meisten anderen Anbieter, sodass der relativ kleine Anbieter selbst in der Oberliga mitmischen kann.

1Password

1Password besticht durch eine solide Leistung sowie eine leicht zu bedienende Nutzeroberfläche. Der Passwort-Manager ist für PC, Mac, Android und iOS erhältlich.

  • Die Synchronisation über verschiedene Plattform verläuft einwandfrei und es steht neben der eigenen Cloud des Anbieters auch die eigene Cloud (Dropbox oder iCloud) zur Verfügung. Man kann sogar allein auf eine WLAN-Verbindung zurückgreifen.
  • Auch bei der automatischen Passworteingabe kann 1Password glänzen. Im Browser werden Adressen und Zahlungsdaten in die richtigen Formularfelder per Mausklick eingetragen. Auch bei der mobilen Variante macht 1Password hier eine gute Figur.
  • Die Nutzerfreundlichkeit von 1Password ist wirklich einmalig und kann sich besonders in diesem Bereich stark von der Konkurrenz absetzen.
  • Leider ist das Geschäftsmodell ein dickes Minus. Es gibt keine kostenlose Nutzung, auf der zumindest interessierte Nutzer die Möglichkeit hätten, das Produkt besser kennenzulernen. Anstelle gibt es Jahresabonnements, die zudem nicht ganz billig sind.

Hier wäre ein  besseres Verkaufsmodell angebracht sodass Nutzern eine eingeschränkte Version gratis zur Verfügung gestellt wird.

Fazit: Dashlane überzeugt auf ganzer Linie

Wer einen seriösen, zuverlässigen und vor allem sicheren Passwort-Manager benötigt, der ist bei Dashlane bestens aufgehoben.  Dashlane überzeugt auf ganzer Linie. 

  • Vor allem hervorzuheben sind die Automatik-Funktionen, die ihres Gleichen suchen. Egal für welches Betriebssystem man sich entscheidet, die Auto-Fill-Funktion von Passwörtern funktioniert einwandfrei.
  • Selbst das Ändern von Passwörtern läuft automatisch ab – hier ist Dashlane der Konkurrenz meilenweit im voraus.
  • Leider ist die Demo-Version so abgespeckt, dass wir nur die Vollversion empfehlen können.

Wer nicht bereit ist, sein hart verdientes Geld für einen Passwort-Manager auszugeben, der ist bei Bitwarden bestens aufgehoben:

  • Ein ansprechendes Design, hohe Nutzerfreundlichkeit und vor allem anderen ein ausgereiftes Sicherheitskonzept machen die kostenlose Version zu einer guten Wahl.
  • Einzig die Änderung der Passwörter läuft nicht automatisch ab und muss manuell eingegeben werden. Gerade, da die Software kostenlos zur Verfügung gestellt ist, ist dies ein Punkt, über den man gut und gerne hinwegsehen kann.
Bei der Summe an täglichen Hackerangriffen sollte sich jeder Nutzer bestmöglich schützen. Passwort-Manager tragen ihren Teil zu einem sicheren Internet bei.
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Zu Dashlane

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Sebastian Bauer

Sebastian Bauer schreibt für diverse Finanzpublikationen - unter anderem coincierge. Sein Spezialgebiet ist neben Kryptowährungen das Thema Online Marketing sowie persönliche Finanzen.