Bitcoin-Kurs: Manipulation durch Tether? Bericht belegt Bestandsdeckung

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BTC-Kurs Manipulation durch Tether Bericht belegt Deckung

Letzte Woche gab es etliche Schlagzeilen, dass der rasante Anstieg im Dezember 2017 aufgrund einer Marktmanipulation des Stablecoin Tether verursacht wurde. Doch nun belegt die Anwaltskanzlei Freeh, Sporkin & Sullivan, dass alle Tether zum Stichtag Juni 2018 durch den US-Dollar gedeckt sind. Vorwürfe vom Tisch oder billiger Trick?

Bitcoin Marktmanipulation durch Tether – Was war passiert?

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Professor John Griffin und dem Doktoranden Amin Shams untersuchte den Transaktionsverlauf von Kryptowährungen auf der Krypto-Börse Bitfinex und fand einen Zusammenhang zwischen Preisschwankungen bei Bitcoin und der Ausgabe von Tether. Die Studie behauptete, dass diese Aktionen rund 50 Prozent der Preissteigerungen von Bitcoin und 64 Prozent anderer Top-10-Altcoins ausmachten.

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Professor Griffin betonte in einem Interview mit der New York Times, dass das Muster der Transaktionen, das er und sein Forschungspartner entdeckt haben, eine bedeutende Rolle bei beispiellosen Kursgewinnen auf dem Krypto-Markt gespielt hat.

Tether ist an den Wert des US-Dollars gebunden und kann zum Kauf anderer Coins verwendet werden. Die von den texanischen Forschern durchgeführte Studie konzentrierte sich auf 87 Einzelfälle zwischen März 2017 und März 2018, als Tether von Bitfinex zu anderen Börsen transferiert wurde.

Vorwurf der Unstimmigkeit – Stichtag 01.Juni ist der Bestand gedeckt

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Die Rechtsanwaltskanzlei Freeh Sporkin & Sullivan LLP mit Sitz in Wahsington wurde von Tether beauftragt eine umfassende Untersuchung einzuleiten. Die Anwaltskanzlei, spezialisiert sich auf Rechts-, Ermittlungs- und Überwachungsdienste und wurde von ehemaligen hochrangigen Bundesrichtern sowie dem ehemaligen Direktor des FBI gegründet.

Im Rahmen ihrer Untersuchung konnte die Anwaltskanzlei den Dollar-Saldo durch die von Tether kontrollierten Bankkonten jederzeit bestätigen. Laut dem offiziellen Bericht gab es unangekündigte Untersuchungen, um den Saldenbestand zwischen Tether und des jeweiligen Bankkontos zu überprüfen. Während diesem Zeitraum war zu jederzeit eine Einstimmigkeit des Bestandes an Tether und Dollar festzustellen. Im Bericht hebt man im Detail vor allem den Stichtag des 01. Juni hervor und belegt mittels einem dokumentierten Bestandsabgleich, dass die Salden von Tether sowie der Bankkonten übereinstimmen.

Der Vorwurf der Marktmanipulation kann durch diesen Bericht nicht aus der Welt geschaffen werden. Der Rechtsanwaltskanzlei nach hat man alle Dokumente über die Vergangenheit erhalten und könnte theoretisch Parallelen zum Tether Bestand ziehen.  Im Bericht wird aber nicht deutlich, ob Saldenbestände aus der Vergangenheit überprüft wurden.

Außerdem wurde diese Untersuchung von einer Rechtsanwaltskanzlei geführt. Um solche Stichtags-Bestände aufzudecken, sollte mindestens eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wenn nicht sogar einer von den Big Four herangezogen werden, um ein vertrauenswürdiges Audit durchzuführen. Einige sind der Meinung, dass ein solcher “halbherziger” Bericht nur noch mehr Fragen aufwirft, während andere bereits jegliche Manipulationsvorwürfe vom Tisch kehren.

Das beste noch zum Schluss! Im offiziellen Bericht durch die Anwaltskanzlei wird explizit darauf hingewiesen, dass man die Ergebnisse nicht mit einem offiziellen anerkannten Audit gleichsetzen kann.


Image: pixabay, CC0

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Ich beschäftige mich seit einigen Jahren täglich mit dem Thema Kryptowährungen und habe es mir zur Aufgabe gemacht, die komplexe Materie einfach darzustellen.

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