Krypto-Wallets: Ledger entlässt 10 % der Belegschaft nach Produktproblemen

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Der Krypto-Bärenmarkt war nicht gerade freundlich zu vielen Blockchain- oder Krypto-fokussierten Unternehmen und Firmen, die gezwungen waren, ihre Strategien zu überdenken, Mitarbeiter zu entlassen oder gar den Laden dicht zu machen, weil es an Geld oder Interesse mangelt.

Das jüngste Opfer des vermeintlich schwindenden Interesses an der Krypto-Sphäre ist der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger, der Berichten zufolge bis zu 10 % seiner Mitarbeiter entlassen hat. Aber ist die Entlassung auf den Bärenmarkt zurückzuführen, oder haben einige geschäftsbedingte Fehler das Technologieunternehmen ins Wanken gebracht?

Anhaltender Bärenmarkt: Ledger sieht sich mit Personalabbau konfrontiert

Der Krypto-Bärenmarkt 2018-2019 war lang und brutal, was dazu führte, dass selbst die größten Kryptounternehmen Mitarbeiter entlassen mussten – darunter der Bitcoin-Mining-Produzent Bitmain und der Ethereum-Startup-Inkubator ConsenSys. Das jüngste Unternehmen, das sich mit umfangreichen Entlassungen konfrontiert sieht, ist jedoch der französische Krypto-Hardware-Wallet-Hersteller Ledger.

Laut einem Bericht der lokalen französischen Medienagentur Presse Citron erwägt der Hersteller des beliebten Ledger Nano S USB-Wallets, bis zu 10 % seiner 200 Mitarbeiter zu entlassen.

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Während des Bullenlaufs 2017 soll Ledger über eine Million Einheiten versandt und verkauft haben. Während Ledger CEO Eric Larchevêque den Investoren jüngst „gute Verkäufe“ zusicherte, hat das Unternehmen eindeutig mit einigen finanziellen Problemen zu kämpfen, wenn ein Personalabbau von 10 % in Betracht gezogen wird.

Bärenmarkt-Blues oder schlechte Geschäftstaktiken?

Ledgers Leiden sind möglicherweise nicht ausschließlich das Ergebnis des Krypto-Bärenmarktes. Das Unternehmen hat in jüngster Zeit für Aufsehen im Krypto-Bereich gesorgt, seine Kunden immer wieder enttäuscht und seinen engsten Konkurrenten des schlechten Geschmacks beschuldigt.

Die Probleme begannen Ende letzten Jahres, als Ledger ein Update für seinen beliebten Nano S-Hardware-Wallet herausgab, welche die Anzahl der Apps, die installiert werden konnten, effektiv auf 2 oder 3 begrenzte, so die Reddit-User, die ihre Abneigung im r/ledgerwallet Subreddit zum Ausdruck brachten. Die User beschwerten sich darüber, dass das Update den Nano S obsolet gemacht habe und Nutzer zwingen würde, ein Upgrade auf den Nano X in Betracht zu ziehen oder mit einer schlechteren Nutzererfahrung zu leben, als sie es gewohnt waren.

Dort finden sich auch zusätzliche Beschwerden von Kryptoinvestoren, die den bluetoothfähigen Hardware-Wallet Nano X vorbestellt hatten – ursprünglich sollte das Produkt im März versendet werden. Ledger hatte allerdings Probleme mit der Produktionsqualität, die dazu führten, dass anfänglich nicht ausreichend Einheiten zur Verfügung standen, was zu einer Verzögerung führte.

Ende April erwartet Ledger Ersatzgeräte, sodass der Nano X bald darauf mit der Auslieferung beginnen sollte – sofern es nicht zu weiteren Überraschungen in der Produktion kommt. Ledger erhielt auch einige negative Presseberichte, nachdem das Unternehmen auf der MIT Bitcoin Expo Behauptungen über mögliche Schwachstellen in der Hardwaretasche Trezor seines Mitbewerbers Satoshi Labs aufgestellt hatte.

Bildnachweis: pixabay, CC0 Textnachweis: newsbtc

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