Bitcoin ist wieder ein Jahr älter – doch seine Geschichte fängt gerade erst an

Gestern war der elfte Geburtstag des ersten lebensfähigen digitalen Assets: Bitcoin. Am 3. Januar 2009 hat Satoshi Nakamoto anonym den ersten Block der Bitcoin-Blockchain abgebaut und damit die Geschichte verändert.

Obwohl Bitcoins erste elf Jahre unglaublich waren, beginnt die Geschichte von BTC gerade erst. Die Art von Veränderung, die die Kryptowährung zu bewirken vermag, wird kaum über Nacht geschehen – und es scheint sogar unwahrscheinlich, dass es innerhalb von ein paar Jahrzehnten geschehen wird.

Bitcoin: Ein Marathon, kein Sprint

Heute vor elf Jahren ging das Bitcoin Netzwerk live. Nach seinen bescheidenen Anfängen mit einer Handvoll engagierter Kryptographen beflügelt das Netzwerk heute die Fantasie von Millionen Menschen.

Hättest du diesen allerersten Netzwerkteilnehmern gesagt, dass Bitcoin in rund einem Jahrzehnt mehr als 130 Milliarden Dollar wert sein würde und die Aufmerksamkeit der mächtigsten Menschen der Welt auf sich zieht – hätten sie dir mit ziemlicher Sicherheit nicht geglaubt.

Obwohl Bitcoin bereits mehr erreicht hat, als die meisten in seiner kurzen Existenz erhoffen konnten, hat er noch einen sehr langen Weg vor sich. Zumindest, wenn er absolute globale Bedeutung erreichen soll, wie einige seiner engagiertesten Befürworter hoffen.

Da Bitcoin ähnliche Qualitäten wie Gold und darüber hinaus weitere Vorteile besitzt, wird häufig argumentiert, dass BTC eines Tages als globale Abrechnungswährung dienen wird – so, wie es Gold in den vergangenen Jahren getan hat. Wer dieser Überzeugung ist, glaubt, dass das derzeitige Fiat-System eine historische Anomalie darstellt und seine Unzulänglichkeiten (wie die ausufernde Inflation und das Zentralbanksystem, das es kontrolliert) die Weltöffentlichkeit dazu ermutigen werden, sich einer viel härteren Form von Geld zuzuwenden.

Dank seines fixen Gesamtangebots und des robusten Sicherheitsmodells stellt Bitcoin die härteste Form von Geld dar, die die Menschheit je gekannt hat. Außerdem kann BTC viel einfacher weltweit transferiert und gespeichert werden – zwei der Mängel, die den Übergang zum Fiat-System schmackhafter machten.

Während diese Qualitäten das digitale Asset als globale Währung besser geeignet machen als alles, was es bisher gegeben hat, ist der Weg dorthin noch ein weiter. Ein Übergang vom derzeitigen System zu einem heute kaum vorstellbaren System wird sicherlich Jahrzehnte dauern. Viele derer, die sich in jüngster Zeit von der Branche angezogen fühlen, scheinen durch die gerade vergangenen Jahre abgestumpft zu sein.

Allerdings ist Bitcoin – das allererste vollständig dezentralisierte Währungssystem – der beste Vermögenswert des gerade vergangenen Jahrzehnts. Für eine solch potenziell disruptive Innovation ist das, offen gesagt, hervorragend.

Aber selbst zum elften Geburtstag befindet sich Bitcoin noch in einem sehr frühen Stadium seiner Geschichte. Es wird sicherlich noch viele weitere Höhen und Tiefen geben, wenn BTC ausreichend globales Kapital absorbieren soll, um die Stabilität und das Vertrauen zu erreichen, die für die Unterstützung einer revolutionären neuen Wirtschaft erforderlich sind.

Textnachweis: newsbtc

Zuletzt aktualisiert am 4. Januar 2020

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