Bitcoin: SegWit-Transaktionen erreichen neues Allzeithoch

„Segregated Witness“-Transaktionen (SegWit) sind auf dem Vormarsch und haben gerade einen neuen Höchststand erreicht.

SegWit-Anwendung nimmt zu

SegWit ist eine Lösung für das Bitcoin-Skalierbarkeitsproblem, die am August 2017 per Soft Fork implementiert wurde. Sie teilt eine Transaktion in zwei Segmente auf, die eine Signatur oder „Zeugen“-Daten aus der ursprünglichen Transaktion enthalten. Durch das Entfernen von Signaturdaten gibt SegWit 65 Prozent des Platzes in einer bestimmten Transaktion frei, sodass mehr davon in einen Block passen. Dies führt zu einem deutlichen Rückgang der Gebühren, da mehr Transaktionen durch das Netzwerk fließen könnten.

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Die Integration von SegWit ermöglicht auch die Formbarkeit von Transaktionen, was die Implementierung von Funktionen wie dem Lightning Network und Atomic Swaps als Smart Contract Layer auf dem Bitcoin-Protokoll ermöglicht.

Nun machen SegWit-Transaktionen laut TransactionFee.Info 50,5 Prozent aller Aktivitäten auf der Bitcoin-Blockchain aus. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass seine Einführung weiterhin ein stetiges Wachstum verzeichnet, auch wenn einige der bedeutendsten Unternehmen der Branche es versäumt haben, sie umzusetzen.

Vor SegWit lag die geschätzte Gebühr, die für jede Transaktion bezahlt wurde, je nach Bestätigungsgeschwindigkeit bei etwa 147 bis 230 Satoshis pro Byte, was 3,11 bis 4,87 $ entspricht. Derzeit machen sie nur 44 bis 87 Satoshis pro Byte aus, was zwischen 0,82 und 1,6 Dollar liegt. Trotz der großen Auswirkungen, die die Implementierung auf die Transaktionsgebühren hatte, muss die weltweit größte nicht-depotpflichtige Walletplattform Blockchain.com diese noch integrieren.

Das Unternehmen steht derzeit in der Kritik, weil es die Bitcoin-Einführung angeblich unterbrochen hat, weil es SegWit und andere Bitcoin-Skalierungslösungen nicht implementiert hat. Bereits 2017 erklärte Blockchain-CEO Peter Smith, dass SegWit bereit sei, von seinem Unternehmen übernommen zu werden – weigerte sich aber ohne weitere Erklärung, dies zu tun.

BitPay hat die Implementierung von SegWit auch verschoben, aber erst letzten Monat angekündigt, dass seine Wallets das Protokoll nutzen dürfen. In einem Blogbeitrag enthüllte BitPay, dass es einem Benutzer auf GitHub zu verdanken sei, der sie mit einer vorgeschlagenen Änderung der Open-Source-Bitcoin-Client-Bibliothek Bitcore kontaktierte.

Da die Anzahl der Transaktionen mit SegWit weiter steigt und immer mehr Unternehmen es schließlich auf ihren Plattformen implementieren, wird Bitcoin schneller und kostengünstiger in der Nutzung. Basierend auf der Akzeptanzrate dieser Technologie und ihren Auswirkungen auf die Bitcoin-Blockchain scheint es, dass Bitcoin Satoshi Nakamotos Idee von „Peer-to-Peer Electronic Cash“ immer näherkommt.

Textnachweis: cryptoslate

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