Sind Investitionen in Kryptowährungen noch lohnenswert? Chancen, Perspektiven und Risiken des Kryptohandels

Sind Investitionen in Kryptowährungen noch lohnenswert? Chancen, Perspektiven und Risiken des Kryptohandels
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Schon seit der Einführung im Jahr 2009 diskutiert die Finanzwelt über die Chancen und Risiken des Bitcoins. Mittlerweile haben sich digitale Währungen von einer Randerscheinung und einem Spekulationsobjekt für Außenseiter zu einer ernstzunehmenden Größe am Finanzmarkt entwickelt.

In der jüngsten Vergangenheit konnte der Bitcoin immense Wertsteigerungen verzeichnen, musste aber fast ebenso große Wertverluste hinnehmen. Es stellt sich also die Frage, ob Bitcoin und Co. das Potenzial haben, sich einen verlässlichen Platz auf dem Finanzmarkt zu sichern und so auch eine Investmentalternative für Neulinge und kleinere Anleger zu bieten.

Die Geschichte der Kryptowährungen

Von der Nerdwährung zum internationalen Zahlungsmittel: Die ursprüngliche Idee einer kryptographischen Währung geht auf Satoshi Nakamoto und ein von ihm verfasstes White Paper zurück. Da es sich bei dem Namen um ein Pseudonym handelt, ist bisher nicht geklärt, ob eine Einzelperson oder ein Team von Programmierern hinter der Entwicklung der Idee steht.

Die ersten 50 Münzen im Januar 2009 „geschöpft“ wurden, gilt der Bitcoin als älteste Digitalwährung weltweit. Bis heute hat die Kryptowährung die höchste Marktkapitalisierung sowie das größte Handelsvolumen aller Internetwährungen.

Mittlerweile haben sich jedoch mehr als  2.100 weitere Internetwährungen (Stand März 2019) entwickelt mit einer geschätzten Gesamtmarktkapitalisierung von etwa 131 Milliarden US-Dollar. Zu den bekanntesten Coins oder Token gehören neben dem Bitcoin (BTC, XBT) beispielsweise:

  • Ethereum bzw. Ether (ETH),
  • Ripple (XRP),
  • EOS (EOS),
  • Litecoin (LTC),
  • Bitcoin Cash (BCH) oder
  • Tether (USDT).

Sie gelten heute als etabliertes und vielfältig akzeptiertes Zahlungsmittel.

Die spektakulärste Zeit der Internetwährung stellen die Jahre 2016 und 2017 dar, in den der Bitcoin immense Wertzuwächse verbuchen konnte, die bis zu 2.000 Prozent betrugen. Ende des Jahres 2017 kostete ein einzelner Bitcoin so fast 20.000 US-Dollar pro Bitcoin.

Das ohnehin turbulente Börsenjahr 2018 sowie anhaltende Diskussionen bezüglich der Sicherheit von Kryptowährungen sorgten jedoch dafür, dass der Bitcoin-Kurs immer weiter sank und die Währung im November 2018 mit nur noch 3.900 US-Dollar pro digitaler Münze bewertet wurde.

Seither kommt es zu weniger umfangreichen Wertschwankungen, so dass der Bitcoin-Kurs von vielen Finanzexperten zu Beginn des Jahres 2019 als relativ stabil angesehen wird.

Die Funktionsweise der digitalen Münzen

Grundlage des Bitcoins ist der sog. Blockchain, eine Open-Source-Software, die mit einer kontinuierlich erweiterbaren Liste von manipulationssicheren Datensätzen arbeitet. Sie werden in Form von aufeinanderfolgenden Blöcken zu komplexen Datenfolgenfolgen verbunden, wodurch sie nahezu manipulationssicher werden.

Besonderheiten der Blockchain
Eine Besonderheit der Technologie besteht zudem darin, dass Bitcoins nicht zentral, sondern dezentral mithilfe eines Netzwerkes erzeugt werden. Da insgesamt maximal 21 Millionen Münzen geschürft werden können und das sog. Bitcoin-Mining hohe Rechenleistungen benötigt, ist eine Wertstabilität gewährleistet, die den Bitcoin sowohl vor Fälschungen als auch vor einer übermäßigen Inflation schützt. Die aus der Dezentralität des Blockchain resultierende Anonymität und das Fehlen einer zentralen Aufsichts- und Regulierungsbehörde gibt jedoch auch Grund zur Annahme, dass die digitalen Münzen auch für undurchsichtige und illegale Geschäfte genutzt werden.

Dennoch akzeptiert eine stetig steigende Zahl von Unternehmen Bitcoin und Co. als Zahlungsmittel.

Ein Überblick über die Formen des BTC-Investments

Es gibt verschiedene Möglichkeiten in das Investment mit Kryptowährungen zu starten. Je nach bevorzugter Anlageart steigt dabei auch das Risiko.

So sind Wallets, mit denen die digitalen Münzen lediglich verwahrt werden relativ risikoarm. Der CDF-Handel in Kryptobörsen ist dagegen nur für nervenstarke und risikofreudige Anleger geeignet.

Nachfolgend ein Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zum Kauf und Handel mit Bitcoin und Co:

Mining – Digitale Münzen generieren

Das sogenannte „Schürfen“ von Bitcoin, das auch als Bitcoin-Mining bezeichnet wird, war vor allem zu Beginn der Kryptowährungen die bekannteste Form des Bitcoin-Investments. Beim Mining stellt der Investor dem Bitcoin-Netzwerk Rechenleistung zur Verfügung, um Transaktionen zu verarbeiten und die Synchronisation sowie Absicherung des Netzwerkes sicherzustellen.

Im Gegenzug erhält er Bitcoins oder Bitcoin-Anteile. Da die auf die Hash Rate (Maßeinheit der Rechenleistung eines Bitcoin-Netzwerks) bezogenen Kosten für das Bitcoin Mining inzwischen sehr hoch sind, lohnt sich diese Variante nur noch dann, wenn der Investor eine Möglichkeiten zur Reduzierung dieser Kosten findet.

Wallets – Digitale Geldbörsen für den Bitcoin

Ein Bitcoin-Wallet bildet in vielen Fällen die Grundlage für den Besitz und Handel von digitalen Münzen. Es ist sozusagen die Geldbörse, in der Bitcoin und Co. verwahrt werden können.

Dabei sind die Wallets, die technisch gesehen nichts anderes sind, als eine lange Zeichenfolge, mit der die digitalen Münzen einem Nutzer unverwechselbar zugeordnet werden können, in ganz unterschiedlichen Ausführungen verfügbar.

1. Die älteste Wallet-Variante ist das Papier-Wallet, mit dem Anleger in der Anfangszeit ihren persönlichen Zugangsschlüssels und ihre Bitcoin-Adresse verwahrt haben. Später galt dies jedoch als verhältnismäßig unsicher. Heute bestehen Papier-Wallets aus QR-Codes, von denen einer die öffentlich zugängliche „Empfangsadresse“ des Nutzers enthält, während sich hinter dem zweiten der persönliche Zugangsschlüssel verbirgt, der nicht weitergegeben werden sollte.

2. Desktop-Wallets sind fest installierte Programme mit denen Kryptowährungen auf dem heimischen PC verwahrt werden. Neben ganz einfachen Klienten sind auch umfangreichere Softwares verfügbar, die unterschiedliche Schwerpunkte z. B. auf die Sicherheit oder auch Anonymität des Nutzers legen.

3. Mobile-Wallets sind im Grunde nichts anderes, als kompakte Desktop-Wallets, bei denen jedoch nicht auf den gesamten mehrere Gigabyte umfassenden Blockchain zurückgegriffen wird, sondern nur auf einen Ausschnitt der Datenbank. Dadurch kann das Wallet auch auf dem Smartphone verwendet werden. Mobile-Wallets sind eine gute Lösung für alle, die auch unterwegs auf ihr Bitcoin-Wallet zurückgreifen möchten (z. B. bei der Verwendung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel).

4. Keine Wallets im eigentlichen Sinn sind Online-Wallets, da die Coins bei dieser Wallet-Form nicht im unmittelbaren Besitz des Kunden sind, sondern von einer Plattform für den User verwahrt werden. Durch die notwendige Registrierung ist zudem eine geringere Anonymität als bei anderen Wallets gegeben. Dafür sind Online-Wallets, wie sie z. B. von den Plattformen eToro, Coinbase oder Blockchain angeboten werden, äußerst praktisch und komfortabel.

5. Eine verhältnismäßig junge Entwicklung stellen Hardware-Wallets dar, die in ihrem Design oftmals an einen USB-Stick erinnern. Sie bieten die Möglichkeit, die Wallets auf einem digitalen Stick sicher und dennoch mobil zu verwahren. Die bekanntesten Anbieter für solche Wallets sind Ledger und Trezor.

Übrigens: Um ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten, ist es empfehlenswert größere Krypto-Investments auf mehrere Wallets und Wallet-Systeme zu verteilen.

Kryptomarktplätze – Kryptohandel unter einzelnen Anlegern

Auf sog. Kryptomarktplätzen können Anleger Angebote zum Kauf oder Verkauf von digitalen Münzen machen, die anschließend von anderen Nutzern angenommen oder abgelehnt werden können.

Der Preis, zu dem Anleger Bitcoins kaufen und verkaufen können, ergibt sich also direkt durch Angebot und Nachfrage. Ein Kurs wird nicht gebildet. Zu den bekannten Handelsplätzen gehören Bitstamp.net, FXCM.com, Bitfinex.com und Kraken.com.

Tipp: Aufgrund der großen Anzahl von Handelsplätzen ist es jedoch unbedingt empfehlenswert, einen detaillierten Vergleich der einzelnen Anbieter und ihrer Handelsprovisionen vorzunehmen.

Bitcoin-Börsen und CFD-Broker – Handel mit Kurszertifikaten

Beim Trading über Bitcoin-Börsen und Broker besitzt der Investor die digitale Münze nicht selbst. Stattdessen handelt er mit einem Derivat bzw. CFD („Contract for Differenz“).

Er spekuliert ähnlich wie bei Aktien oder ETFs auf die Wertentwicklung bzw. den Kursverlauf der digitalen Münzen, der von der jeweiligen Plattform anhand der Trades auf dem internationalen Kryptomarkt errechnet wird.

Durch den Einsatz von Hebeln kann auch mit einem kleinen Vermögen eine große Rendite erreicht werden. Das Risiko von Verlusten bis hin zum Totalverlust ist allerdings ebenfalls beträchtlich.

Der Handel mit CFDs findet zu großen Teilen außerbörslich und damit außerhalb des regulierten Marktes statt. Der CFD-Broker ist ausschließlich in der Funktion des „Vermittlers“ zwischen dem Anleger einerseits und den Finanzmärkten anderseits tätig.

Beliebte Kryptobörsen und Broker sind beispielsweise:

1. Eine der bekanntesten Plattformen ist das 2008 gegründete Unternehmen Plus500. Nutzer profitieren hier von einem umfangreichen, kostenlosen Demokonto, einer sehr übersichtlichen und intuitiven Plattform und einer geringen Mindesteinzahlung, die bei gerade einmal 100 Euro beginnt. Bei diesem etablierten und staatlich reguliertem Broker ist der Handel mit CFDs auf alle gängigen Kryptowährungen möglich.

2. Die 2012 in den USA entstandene Börse coinbase.com hat mehr als 12 Millionen Kunden und zeichnet sich durch eine schnelle Registrierung aus. Die Gebühren sind mit 1,49 Prozent des Handelsvolumens allerdings vergleichsweise hoch.

ATFX3. Eine reiner CFD Broker ist die mehrfach ausgezeichnete Handelplattform von ATFX. Hier lassen sich eine Vielzahl von Kryptowährungen zu niedrigen Spreads handeln. Die Börse ist von der FCA Aufsichtsbehörde in London reguliert.

 

Krypto-Wertpapiere – Bitcoin-Zertifikate an klassischen Börsen handeln

In der jüngsten Vergangenheit ist es möglich geworden, auch an konventionellen Börsen und Handelsplätzen auf Bitcoin und Co. zu spekulieren. Möglich ist dies durch Zertifikate, wie beispielsweise:

  • Partizipationszertifikat auf Bitcoin des Schweizer Finanzexperten Vontobel (ISIN DE000VL3TBC7/WKN VL3TBC)
  • Zertfikat für Etherum des Providers XBT

Experten gehen davon aus, dass in naher Zukunft noch viele weitere Krypto-Zertifikate auf dem Markt verfügbar sind.

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Rechtliche Grundlagen des Bitcoin-Investments

Grundsätzlich ist den weltweiten Verantwortlichen für die Finanzmärkte bewusst, dass es global geltende Regularien für den Umgang mit den Kryptowährungen braucht.

Da diese jedoch noch nicht in Aussicht sind, haben manche Staaten eigene Vorschriften erlassen, wie beispielsweise Südkorea oder China. Durch die eingeführten Gesetze sollen Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten verhindert werden.

In der Volksrepublik China existiert jedoch noch ein weiterer Grund, die Bitcoin-Community im Zaum zu halten, der vor allem politisch motiviert ist. So wird die Community zunehmend als Gefahr erachtet, da es der staatlichen Zensurbehörde bislang nicht gelungen ist, kritische Veröffentlichungen über die Blockchain-Netzwerke zu verhindern.

In Europa hat sich die Rechtsprechung gegenüber dem Bitcoin und seinen Mitbewerbern gegenüber bislang sehr wohlwollend verhalten. Wegweisend ist in dieser Hinsicht vor allen das Urteil, das der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Oktober 2015 gesprochen hat:

Bezüglich einer entsprechenden Klage durch die Bundesrepublik Deutschland urteilten die Richter, dass auf Seiten des Investors durch den Handel mit Bitcoin keine Umsatzsteuerpflicht entstehe, da der Tausch von Bitcoins vom Gericht nicht als Lieferung von Gegenständen angesehen wurde.

So werden Bitcoin-Gewinne korrekt versteuert

Um beim deutschen Finanzamt bezüglich der Besteuerung von Bitcoin-Investments zu bestehen, ist es sinnvoll ist, grundlegende Kenntnisse zur steuerrechtlichen Behandlung der Krypto-Investments zu besitzen. Dabei sollten sich Investoren vor allem mit den drei möglichen Besteuerungsarten Steuerfreiheit, Besteuerung nach persönlichem Steuersatz oder Besteuerung durch Abgeltungsteuer auskennen:

Besteuerung von Kryptokapital

Hat ein Investor sein Kapital direkt in eine Kryptowährung investiert (z. B. durch die Verwahrung der Coins in einem Wallet), so unterliegt sein Investment den Regelungen aus 23 Absatz 1 Nr. 2 Einkommensteuergesetz (EStG), die besagen, dass für die erwirtschafteten Gewinne der persönliche Steuersatz anzuwenden ist.

Der Anleger kann einen jährlichen Freibetrag von maximal 600 Euro in Anspruch nehmen, eventuelle Verluste darf er nicht verrechnen, allerdings sind die Gewinne nach einer sogenannten Haltefrist von einem Jahr steuerfrei.

Hinweis: Handelt ein Anleger sehr oft mit Bitcoin, neigen manche Finanzämter dazu, ihn als gewerblichen Händler einzustufen. Diese Einordnung hätte zur Folge, dass die Möglichkeit zur Haltefrist am Jahresende entfällt und der Anleger stattdessen immer mithilfe des persönlichen Steuersatzes besteuert wird.

Besteuerung von CFD

Die Besteuerung von Derivaten und CFDs ist identisch mit der Besteuerung von Aktiengewinnen. Es wird die sogenannte Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent (zzgl. Solidaritätszuschlag sowie ggf. Kirchensteuer) fällig.

Der Investor kann einen jährlichen Freibetrag von maximal 801 Euro (oder 1602 Euro bei gemeinsamer Veranlagung von Ehepartnern) gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Dieser gilt für sämtliche Erträge aus Kapitalanlagen im Zeitraum eines Steuerjahres.

Einnahmen, die den Freibetrag übertreffen, müssen abgegeben werden. Sie werden direkt von der Bank an das Finanzamt weitergeleitet.

Investoren mit einem Einkommenssteuersatz unter 25 Prozent

Für Anleger, deren persönlicher Steuersatz weniger als 25 Prozent des Einkommens beträgt, gelten andere Besteuerungsregeln. Sie können die Gewinne aus Bitcoin-Geschäften in der Einkommensteuererklärung angeben.

In diesem Fall wendet das Finanzamt den persönlichen Steuersatz des Anlegers an. So kann das ohnehin meist knappe Vermögen geschont werden.

Für wen eignet sich eine Investition in Krypotwährungen?

Aufgrund der weiterhin anhaltenden Kursschwankungen bei den Kryptowährungen betrachten die meisten Finanzexperten Bitcoin und Co. als hochspekulatives Investmentvehikel.

Allerdings sind jedoch gerade die hohen Schwankungen Garanten für die anhaltende Möglichkeit, vergleichsweise hohe Renditen durch die Spekulation auf steigende oder fallende Kurse zu erzielen. Da das Risiko des Totalverlustes jedoch weiterhin gegeben ist, sollten Bitcoin-Investoren die folgenden Eigenschaften besitzen:

Belastbarkeit

Kryptowährungen besitzen die Eigenart, sehr empfindlich auf kleinste Veränderungen an den Märkten zu reagieren. Sie unterliegen einer hohen Volatilität, wodurch es vor allem im CFD-Handel innerhalb kürzester Zeit zu sehr hohen Gewinnen aber auch zu herben Kapitaleinbußen kommen kann.

Um plötzliche Kursschwankungen und zeitweilig mögliche Verluste auszuhalten und nicht übereilt falsche Entscheidungen zu treffen, benötigen Trader gute Nerven und viel Geduld.

Dies zeigen die Jahre 2016 bis 2017 sehr anschaulich: Wer im Februar 2016 beispielsweise 100 Bitcoins zu je 400 US-Dollar erworben hat (Gesamtwert: 40.000 USD) und sie trotz der folgenden Wertschwankungen nicht sofort wieder abgestoßen hat, der besaß Ende 2017 Bitcoins einen Gesamtwert von 2 Millionen USD.

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Risikobereitschaft

Wer sein Kapital in Kryptowährungen investiert, der tut gut daran, sich permanent das Risiko vor Augen zu führen, das er mit dem Kauf der digitalen Münzen eingegangen ist.

Gewinne bei Bitcoin-Investitionen können einzig dadurch generiert werden, dass der Kurs pro Münze je nach CFD-Variante steigt oder fällt. Anderweitige sichere Renditen wie Dividenden oder Zinsen gibt es beim Bitcoin nicht.

Wer also eher auf die Sicherheit seines Kapitals bedacht ist, der sollte andere Arten der Geldanlage wählen und in keinem Fall alle Investments in Kryptowährungen anlegen. Dies gilt insbesondere für den Handel mit Hebeln.

Geduld

Manchmal ist es genau das Richtige, einfach nichts zu tun. Diese Weisheit gilt auch für den Handel mit Bitcoin an den globalen Märkten. Ist man in das BTC-Trading eingestiegen, ist es ratsam, nicht bei jeder kleinen Kursschwankung in Panik zu geraten und BTC-Bestände zu verkaufen.

Prinzipiell gilt, dass geduldige Trader auf lange Sicht wesentlich erfolgreicher sind, als jene, die kurzfristig denken und handeln.

Dass sich Geduld auszahlt, beweisen auch die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss. Sie investierten im Jahr 2013 eine Summe von 11 Millionen US-Dollar in Bitcoin, wobei jede Münze damals 120 US-Dollar kostete. Im Dezember 2017 lag der Kurs bei knapp 16.000 US-Dollar und aus den investierten 11 Millionen waren etwa 1,5 Milliarden US-Dollar geworden.

Interesse am Weltgeschehen

Wie viele Wertpapiere, so gelten auch Kryptowährungen als Barometer der Weltwirtschaft. Sie reagieren empfindlich auf Veränderungen im politischen Tagesgeschehen. Der regelmäßige Blick in die Schlagzeilen des Tages sowie die News aus Weltwirtschaft und Handel ist für Krypto-Investoren daher absolut empfehlenswert.

So rutschten nach einer Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, Strafzölle gegen China zu verhängen, nicht nur Aktien von Autobauern in die Tiefe. Auch der Bitcoin gab nach dieser Nachricht nach.

Es kann allerdings auch zum umgekehrten Effekt kommen: Verlieren andere Zertifikate an Wert, so kann dies Anleger auch zur Flucht in Krypto-Gold motivieren, was wiederum steigende Kryptokurse zu Folge hat.

Tipp: Krypto-Investoren sollten daher neben digitalen Münzen auch verlässliche Informationen sammeln und den Mut zur eigenständigen Prognose fassen.

Tipps für ein erfolgreiches BTC-Trading

Nicht nur die Kryptowährungen selbst sind aufgrund der Blockchain-Technologie eine Wissenschaft für sich. Auch der Handel mit Bitcoin ist ein anspruchsvolles Unterfangen, an das man sich nur heranwagen sollte, wenn man sich zuvor mit den grundlegenden Gegebenheiten des Bitcoinsystems und anderer digitalen Währungen sowie mit der Dynamik der Finanzmärkte auseinandergesetzt hat.

Es lohnt sich deshalb, die nachfolgenden Anregungen zu beachten, um erfolgreicher ins BTC-Trading zu starten.

Grundkenntnisse aneignen

Neuinvestoren sollten sich zuerst solide Grundkenntnisse zur Welt der Kryptowährungen aneignen, die auf vielen Webseiten aber auch in Tutorials und Videos dargestellt werden.

Die Basics, die Anleger schon vor dem ersten Bitcoin-Kauf oder Krypto-Trade kennen sollten:

  • Die Erfassung des Wirkprinzips der Blockchain-Technologie.
  • Das Anlegen eines Wallets zum Speichern der Bitcoins.
  • Ein Überblick über die Funktionsweise von Bitcoin-Markplätzen.
  • Ein Überlick über Bitcoin-Börsen oder CFD-Brokern und das Wissen um die Eigenheiten der verschiedenen Anbieter und Plattformen.

Ob sich das Investieren in Bitcoin auch heute noch lohnt, hängt also entscheidend auch von den Kenntnissen des Investors ab.

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Nur freies Kapital einsetzen

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz für Geldanlagen, welches besagt, dass man für Investitionen egal welcher Art immer nur frei verfügbares Kapital verwenden sollte. Diese Regel sollte man auch beachten, wenn man in Kryptowährungen investieren möchte.

Leider übergehen jedoch nicht wenige Anleger diesen Grundsatz und nutzen für ihre Investitionen z. B. Geld, das für eine große Anschaffung angespart wurde, etwa für ein dringend notwendiges Fahrzeug oder eine Notreparatur der Heizung.

Achtung: Bei einem Verlust des Kapitals im Rahmen eines BTC-Tradings mit CFDs kann es dann schnell zu schwerwiegenden finanziellen Problemen kommen.

Demokonto nutzen – Training vor dem Echtgeldhandel

Um sich mit der oftmals rasanten Dynamik von Kryptoplattformen und CFD-Brokern vertraut zu machen und Übung in der Einschätzung von Situationen zu erhalten, ist es sinnvoll, vor dem Einstieg ins reale Trading mit echtem Kapital zunächst ein sogenanntes Demokonto zu nutzen.

Vor allem für unerfahrene Trader bieten solche Konten die Möglichkeit zur Durchführung von Trades ohne finanzielles Risiko. Vorteile:

  • Sie erlauben das Erproben der unterschiedlichen Funktionen der jeweiligen Software.
  • Sie ermöglichen das Ausprobieren verschiedener Anlagestrategien.
  • Sie geben die Chance zum Sammeln von Erfahrungen bezüglich der optimalen Anlagesummen.
  • Sie können zur Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit bei zeitkritischen Anlagen beitragen.

Tipp: Bei Plattformen wie Plus500 oder nextmarkets wird dem Anleger ein solches Demokonto zur Verfügung gestellt. Vor allem für den erfolgreichen Handel in volatilen, also schwankungsanfälligen Märkten erscheint ein Training mit Demokonto sinnvoll. Dabei sollte auch die Funktionsweise bestimmter Hebel getestet werden, um ein Gefühl für die Funktionsweise und die Dynamik derart riskanter Finanzinstrumente zu erhalten. Dabei schadet es nichts, im Demokonto bewusst hoch zu pokern, um Sicherheit im Umgang mit den verfügbaren Finanzinstrumenten zu erhalten und risikoärmere Strategien für echte Geldanlagen zu entwickeln.

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Stopp-Loss-Funktion beim Trading mit Bitcoin-CFDs

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Bitcoin-Kurs in der Lage ist, innerhalb weniger Augenblicke kaum vorstellbare Kurssprünge nach oben oder nach unten zu vollziehen.

Zum Schutz vor Verlusten sollten Anleger deshalb die Stopp-Loss-Funktion ihres Depots verwenden. Mit ihr lässt sich vor dem Trade eine frei wählbare Verlustgrenze festlegen, bei deren Erreichen das System die Position automatisch schließt und so die Verluste auf ein vertretbares Maß reduziert. Ebenso funktioniert es in die entgegengesetzte Richtung, nur dass hier die Grenze kurz unterhalb eines denkbaren Minimalwertes gesetzt wird.

Übrigens: Viele Depots und Plattformen verfügen auch über eine sog. Trailing-Stop-Funktion. Dabei wir das Loss-Limit dynamisch verwaltet und z. B. bei einer Zwischenphase mit Gewinnen automatisch nach oben erhöht. Anleger müssen dazu nur einen Wert ihrer Order definieren.

Beispiel:

STOPP-LOSS: Verkauf bei Kursrutsch um 2% des Kurswertes
TRAILING STOP: Verkauf bei 2% Verlust, Grenze nach oben korrigieren z. B. ab 2% Gewinn

Wahl des richtigen Brokers

Mit einer guten Brokerwahl kann der Anleger großen Einfluss auf die zu erwartenden Trading-Resultate nehmen. Bei der Wahl einer Plattform sollten man hauptsächlich auf folgende Qualitäten achten:

  • Seriosität,
  • eine vorhandene Lizenz,
  • die Höhe der Gebühren,
  • das Vorhandensein von Tutorials,
  • eine leichte Handhabung der Benutzeroberfläche sowie
  • einen (möglichst deutschsprachigen) Kundenservice

Da gerade die Ausführungsgeschwindigkeit mit darüber entscheidet, ob ein Trade erfolgreich ist oder ob er sich aufgrund von Zeitverzögerungen bei der Ausführung des jeweiligen Trades negativ auf das Ergebnis auswirkt, sollte auch dieser Aspekt beachtet werden.

Zudem ist es wichtig, dass der Anleger sich ohne Probleme auf der Benutzeroberfläche zurechtfindet und zur Verfügung stehende Tools anwenden kann. Manche Broker bieten auf ihrer Website beispielsweise einen sogenannten Bitcoin-(Um-)Rechner Er ist in der Lage anzuzeigen, welchen Wert eine Bitcoin-Münze in Euro oder US-Dollar besitzt. Außerdem lässt sich der Rechner nutzen, um eine Kryptowährung in eine andere digitale Münze umzurechnen.

Spekulation: Wie entwickelt sich das Krypto-Gold

Es versteht sich, dass für eine so hochspekualtive Geldanlage wie Kryptowährungen keine präzisen Prognosen für die Entwicklung des jeweiligen Münzwertes gegeben werden können. Folglich sind sich auch die Experten uneinig, welchen Weg Bitcoin und Co. gehen werden und welchen Wert die digitalen Münzen in naher Zukunft wirklich besitzen werden.

Dazu einige Thesen:

  • 2018 ist sich der Star-Ökonom Nouriel Roubini sicher, dass die Bitcoin-Blase als „größte Blase in der Geschichte der Menschheit“ bereits geplatzt ist.
  • Der Kapitalgeber Jim Breyer geht davon aus, dass die Finanzmärkte bereits in einen „nuklearen Krypto-Winter” eingetreten sind.
  • Kevin Werbach, Professor an der Wharton Business School in Philadelphia ist sich sicher, dass eine Steigerung des Userstammes und die Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten eine Grundvoraussetzung zur realistischen Einschätzung der Krypto-Kurswerte sind.
  • Der Gründer des Vermögensverwalters Morgan Creek Digital Assets, Anthony Pompliano, ist davon überzeugt, dass die Kurse der Kryptowährungen zunächst weiter fallen, dann aber wieder deutlich steigen. Selbst einen Kurswert von über 10.000 Euro pro Bitcoin hält Pompliano für möglich.
  • Aaron Lasher, der sich selbst als Bitcoin-Ethusiast bezeichnet, hält die Gefahr einer Bitcoin-Blase für sehr gering. Stattdessen vermutet er im Interview mit der Zeitschrift Merkur in den nächsten zehn Jahren eine Kursentwicklung mit einem Wert von 200.000 Euro pro Münze. Bitcoin stellt für ihn folglich die ultimative Geldanlage dar.
  • Der Bankier Carl Mayer von Rothschild gibt Anlegern folgenden Rat: “Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.” Er spielt damit auf den Gedanken des antizyklischen Investieren an, der besagt, dass es sinnvoll ist Geld anzulegen, wenn alle anderen in Krisenzeiten abspringen.

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About the Author:

Martin Schwarz

MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.