Craig Wright bekommt jetzt ordentlich Druck vom Gericht

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Ein Gericht in Florida hat Craig Wright, den selbsternannten Satoshi Nakamoto, angewiesen, eine Liste der in seinem Besitz befindlichen Bitcoin-Adressen zu erstellen. Wrights frühere Behauptung, das sei übermäßig schwer, ließ das Gericht nicht gelten.

Aber Moment… ist Dr. Wright nicht der Kläger?

Nein, dabei handelt es sich um einen anderen Gerichtsfall. Im vorliegenden wird Wright vom Nachlass von Dave Kleiman verklagt – wegen angeblichen Diebstahls zwischen 500.000 und 1 Million Bitcoin. Allerdings besaß keine der Parteien die fragliche Summe BTC, als der Fall ursprünglich eingereicht wurde.

Ironischerweise kam es überhaupt erst zu diesem Fall, weil Wright vorgibt, Satoshi zu sein: Nachdem Kleiman Wright angeblich geholfen hatte, Bitcoin zu entwickeln, sollen die zwei die fraglichen Coins abgebaut haben. Wright hatte sich lange Zeit gewunden, eine Liste seiner Bitcoin-Bestände bis zum 31. Dezember 2013 zu erstellen – nun hat das Gericht entschieden, dass er dazu verpflichtet ist.

Darüber hinaus muss er Einzelheiten über den „blinden Investmentfonds“ preisgeben, auf den er 2011 angeblich all seine Bitcoin-Bestände verschoben hat – eine weitere Methode Wrights, Infos über sein Krypto-Vermögen zu verschleiern. Gerichtsunterlagen weisen jedoch darauf hin, dass diese Informationen vom Treuhänder eingeholt werden können.

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Wäre etwas Ähnliches für die andere Gerichtssache nützlich?

Nun – ja, aber nicht unbedingt für Wright. Wenngleich man annehmen sollte, dass er alle Informationen zur Verfügung stellen wird, die seine Behauptung untermauern. Verklagst du alle Leute, die anzweifeln, dass du Satoshi Nakamoto bist, so solltest du zumindest im Ansatz nachweisen können, dass du diese Person bist…

Fakt ist: Einen Beweis zu erbringen, den die Krypto-Gemeinschaft akzeptiert, sollte ein Kinderspiel sein – zumindest für Satoshi Nakamoto. Aber stattdessen präsentiert Wright weiterhin gefälschte Dokumente als „Beweise“.

Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass Wright uns alle trollt. Vielleicht könnte er als echter Satoshi einen kryptographischen Beweis liefern – und hat sich dagegen entschieden. Vielleicht schockt er uns alle, sobald er genug Bitcoin SV zum Schnäppchenpreis akkumuliert hat. Das wiederum passt allerdings nicht besonders gut zum Bild von Satoshi, dem weisen und selbstlosen Bitcoin-Erfinder.

Lustiger wäre, wenn Wright zustimmen würde, Bitcoin aus dem Genesis-Block zu entfernen – wohlwissend, dass ihm das nicht möglich ist. Und dann kommt der echte Satoshi ums Eck und macht genau das für ihn. Das jedenfalls würde ich tun, wenn ich Satoshi Nakamoto wäre… was ich wahrscheinlich nicht bin.

Bildnachweis: pixabay, CC0 Textnachweis: bitcoinist, Emilio Janus

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