Der Brexit wird Coinbase zwingen, europäische Konten zu verschieben

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Coinbase, eine der beliebtesten Kryptowährungsbörsen der Welt, wird alle europäischen Konten der Plattform auf eine andere Einrichtung innerhalb der EU übertragen müssen. In einer E-Mail an seine europäischen Nutzer sagte die Börse, dass ein No-Deal-Brexit das Unternehmen daran hindern werde, E-Geld-Dienstleistungen für dort ansässige Kunden anzubieten.

Coinbase-Anwender in Europa erhalten eine Brexit-E-Mail-Warnung

Als eines der meistdiskutierten Themen der Weltpolitik wurden die möglichen Auswirkungen des Brexit auf das geopolitische Klima Europas immer wieder neu analysiert. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wird jedoch Folgen haben, die weit über die reine Politik hinausgehen. Denn: Der Austritt aus der EU ohne ein Rückzugsabkommen könnte auch nachteilige Folgen für das Finanzsystem haben.

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Coinbase, die größte aus den USA stammende Kryptowährungsbörse, hat im vergangenen Jahr einen großen Teil des europäischen Kryptomarktes eingenommen, wobei die Mehrheit der Kunden in Großbritannien ansässig ist.

Die Börse, die bereits im vergangenen Jahr mit den Brexit-Vorbereitungen begonnen hat, könnte schwerwiegende regulatorische Rückschläge erleiden, wenn Großbritannien die EU ohne Deal verlässt. Deshalb beginnt sie jetzt schon einmal, ihre Kunden auf das Schlimmste vorzubereiten.

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Coinbase-User in Europa erhielten jetzt E-Mails von Coinbase, die sie auf das Worst-Case-Brexit-Szenario vorbereiten. Ein Twitter-User teilte einen Screenshot der Coinbase E-Mail, in dem der Exchange verkündet, dass Benutzerkonten womöglich zu „einer anderen lizenzierten Einheit in der EU“ verschoben werden.

Der britische Finanzdienstleister von Coinbase wird ersetzt

Britischem Gesetz zufolge genießen in Großbritannien gegründete Unternehmen in allen Ländern der Europäischen Union die gleichen Rechte. Als ausländische Tochtergesellschaft musste Coinbase eine Partnerschaft mit einem lokalen Finanzinstitut eingehen, um Zahlungen britischer Kunden abwickeln zu können.

CB Payments, ein britisches E-Geldinstitut, wickelt alle Coinbase-Transaktionen ab, die aus der Europäischen Union stammen. Ein No-Deal-Brexit würde es CB Payments jedoch lediglich ermöglichen, Transaktionen aus Großbritannien abzuwickeln, was das Unternehmen zwingen würde, weitere Partnerschaften in ganz Europa einzugehen.

„In Anbetracht dessen planen wir, Ihre aktuelle Beziehung zu CB Payments, Ltd. auf eine andere lizenzierte Coinbase-Gesellschaft innerhalb der EU zu übertragen“, so die Börse in der E-Mail. Coinbase Services sollen von dieser Übertragung nicht betroffen sein.

Die Brexit-Unsicherheit bedeutet, dass Coinbase immer noch nicht weiß, wann die Übertragungen abgeschlossen sein werden. Das Unternehmen verspricht aber, dass es seine Benutzer über den Fortschritt informieren wird.

Textnachweis: cryptoslate

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