Facebook: Kehrtwende beim Krypto-Werbebann

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Facebook hat heute eine Lockerung des Werbeverbots für Unternehmen angekündigt, die Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Krypto bewerben. Wenig verwunderlich, da der Social-Media-Riese derzeit auch seine eigenen Bemühungen diesbezüglich verstärkt: Zuckerberg will einen Stablecoin schaffen, der mit seinen Apps – etwa Facebook und dem Messenger – verwendet werden kann.

Viele in der Krypto-Community argumentieren, dass ein von Facebook beworbenes Digital Asset eher mit dem US-Dollar und anderen Fiat-Währungen konkurrieren würde als mit Bitcoin. Ein weiteres beliebtes Argument lautet: Eine Facebook-Kryptowährung könnte viele User dazu bringen, sich mit Krypto erstmals auseinanderzusetzen und digitale Assets zu verwenden.

Social Media Gigant lockert seine Regeln für Krypto-Werbung

Laut einem Facebook-Blogbeitrag wird die Social-Networking-Website ihr bisheriges Werbeverbot für Krypto und Blockchain-Technologie weiter lockern. Der Beitrag lautet:

Wir haben das Feedback gehört und die Wirksamkeit der Richtlinie bewertet. Während wir immer noch verlangen, dass sich die Leute fürs Schalten von Krypto-Anzeigen bewerben, werden wir diese Richtlinie ab heute darauf beschränken, dass keine Vorgenehmigung mehr für Anzeigen im Zusammenhang mit Blockchain-Technologie, Branchennachrichten, Bildung oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit Kryptowährung erforderlich ist.

Gemäß den Werberichtlinien und Gemeinschaftsstandards von Facebook landen einige Produkte und Dienstleistungen auf einer verbotenen Liste, etwa z.B. ICOs, andere hingegen auf einer eingeschränkten Liste – wie z.B. Börsen. Verbotene Werbung wird sofort abgelehnt, während eingeschränkte Inhalte weiterhin der Genehmigung bedürfen, was Berichten zufolge mit einem Überprüfungsverfahren zusammenhängt:

Bei diesem Verfahren werden die erhaltenen Lizenzen und andere relevante öffentliche Informationen über ihr Unternehmen weiterhin berücksichtigt, unabhängig davon, ob sie an einer öffentlichen Börse gehandelt werden (oder ob sie eine Tochtergesellschaft einer öffentlichen Gesellschaft sind).

Das Krypto-Werbeverbot für Facebook wurde erstmals im Januar 2018 angekündigt. Die ursprüngliche Richtlinie bestand darin, einfach alle Werbung im Zusammenhang mit Krypto- oder Blockchain-Technologie zu blockieren, um potenziell schädliche Anzeigen auszusieben. Das Verbot wurde zunächst im Juni desselben Jahres gelockert und um die Klausel ergänzt, dass für bestimmte Produkte oder Dienstleistungen eine schriftliche Genehmigung erforderlich ist.

Facebook schwächt sein Werbeverbot nun weiter ab, da das Unternehmen die Einführung eines eigenen Digital Assets erforscht – angeblich einen an den US-Dollar gebundenen Stablecoin. Da es diesem an den Eigenschaften zu fehlen scheint, die Bitcoin zu einem guten potenziellen Wertspeicher machen, argumentieren viele Analysten: Was auch immer Facebook für ein Kryptosüppchen kocht – es dürfte eher eine Konkurrenz für den Dollar als für Bitcoin werden.

Tatsächlich glauben viele Analysten, dass die Einführung einer Facebook-Währung letztendlich ein Segen für Bitcoin und andere digitale Assets sein wird. Spencer Bogart von Blockchain Capital stellte heute Morgen auf Bloomberg fest, dass das Projekt einen riesigen Zustrom von neuen Nutzern erzeugen könnte, die sich für dezentrale digitale Assets interessieren:

Es ist wie im Internet zu sein; die Leute können sich ausprobieren, Bitcoin besitzen, sie können anfangen, Ether zu halten. Ein gewisser Prozentsatz der Anwenderbasis dürfte das wahrscheinlich tun, und ich denke, das wird ein dramatischer Katalysator sein.

Er argumentiert auch, dass Nachrichten über die Facebook-Pläne „ein Feuer entfacht“ hätten unter Finanzinstituten – die würden jetzt erwägen, ebenfalls an Krypto-Produkten und -Dienstleistungen zu arbeiten. Berichten zufolge wären viele von Facebook inspiriert, den Sprung selbst zu wagen und folgen dem Beispiel des sozialen Netzwerks. Ein von Bogart genanntes Beispiel ist die jüngste Ankündigung von TD Ameritrade, Exposures für Kryptoanlagen anbieten zu wollen.

Textnachweis: newsbtc

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