1 Kryptowert – 2 Welten: Wie Wertanlage und alltäglicher Gebrauch vereint werden können

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Die EZB plant mit ihrem Großprojekt „Digitaler Euro“ eine echte Zahlungsmittelalternative aus der Kryptowelt in den kommenden Jahren ins Leben zu rufen. Bisher haben Sich Kryptowährungen, Coins und Token vor allem als volatile Wertanlagen bewiesen. Nach und nach versuchen Anbieter, die Brücke zwischen digitaler Wertspeicherung und alltäglichem Gebrauch als Zahlungsmittel zu schlagen. Ewald Rieder, Gründer und CEO von SANUSLIFE, hat mit dem unternehmenseigenen SANUSCOIN einen Ansatz entwickelt, wie ein Utility-Payment-Token sowohl dezentral als Wertspeicher als auch zentral in einem geschlossenen System als Zahlungsmittel fungieren kann.

Wie ist es dazu gekommen, dass ein Wasserfilterunternehmen sich dazu entschließt, einen eigenen Krypto-Token zu schaffen? Wie lief die Entwicklung des eigenen Utility-Payment Tokens?

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Ewald Rieder: „Als Unternehmen muss man immer überlegen, wie man sich neue Trends zu Nutze machen kann, um einerseits Wachstum zu generieren und auf der anderen Seite den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Da mich die Blockchain-Technologie von Anfang an faszinierte, und ich mir sicher bin, dass sich diese Technologie in den nächsten Jahren genauso etablieren wird, wie damals das Internet, war für mich klar, jetzt schon darauf zu setzen. Wir wollten als einer der ersten all unseren Usern den Zugang zu dieser Welt ermöglichen. Für viele Menschen und Unternehmen ist meiner Meinung nach noch gar nicht möglich abzuschätzen, was mit der Blockchain-Technologie alles erreicht werden kann und möglich ist. Nur um einen bildhaften Vergleich herzustellen: Mit dem Internet kam das Einkaufen im Online-Shop, mit der Blockchain kommt nun das Bezahlen über Wallet und QR-Code (anstatt mit der Karte oder Bargeld).

 Bei unserem Coin handelt es sich um einen besonderen Ansatz, da er einerseits dezentral auf der Bitcoin-Blockchain läuft und in einem zweiten Moment zentral in unserer App eingesetzt werden kann. Hier haben wir schon mit einer ganz großen Sache zu tun – zumal es sich um zwei ganz verschiedene Projekte handelt: Bei SANUSCOIN over Bitcoin-Blockchain handelt es sich um ein Projekt, das auf das bestehende Colored-Coin-Prinzip beruht und so angepasst werden musste, dass der Payment-Utility-Token – parallel zu echten Bits bzw. Bitcoins – auf der Bitcoin-Blockchain transferiert werden kann. Bei der zentralen Speicherung über das e-Voucher Wallet in der App handelt es sich um den Aufbau einer komplett neuen, globalen Zahlungsinfrastruktur, ausgestattet mit zahlreichen Features und Schnittstellen für potenziell alle Unternehmen und alle User auf der ganzen Welt. Letzteres ist ein echtes Mammutprojekt, das aufgrund seiner Komplexität wie u.a. 145 Währungen, KYC- und KYB-Prozesse, Custodian, usw. in mehreren Phasen fertiggestellt wird und an dem Programmierer aus der ganzen Welt mitarbeiten.

Bereits im Spätherbst gehen wir davon aus, die erste App-Version und die ersten Funktionen auf den Markt bringen zu können.“

Was ist eigentlich genau der SANUSCOIN? Welches Konzept verfolgen Sie damit?

Ewald Rieder: „Der SANUSCOIN ist ein digitaler Gutschein bzw. ein Utility-Payment-Token. Er ist wie der Bitcoin streng per Softwarecode limitiert, was ihn vor Inflation schützt. Neben seiner dezentralen Speicherung auf der Bitcoin-Blockchain aber, kann er in einem zweiten Moment auch als Zahlungsmittel in der App in einem geschlossenen Ökosystem genutzt werden. Und innerhalb dieser App nimmt der Coin eine ganz besondere Stellung ein. Denn mit jeder SANUSCOIN-Transaktion setzt jeder User automatisch gleich mehrere Mechanismen in Bewegung, die nicht nur den User selbst belohnen, sondern auch die ganze Gemeinschaft, auf die das ganze Ökosystem fußt. Das heißt: Der User bezahlt für seine Ware oder Dienstleistung. Die Akzeptanzstelle kassiert sofort den Kaufbetrag, abzüglich einer sofortigen Spende für den SANUSPLANET Foundation Pool. Dies ist unsere Initiative, die ausgewählte Umweltschutzprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. Bei den Transaktionen mit dem Coin kommen noch eine kleine Investition in das Empfehlungs-Netzwerk und eine geringe Gebühr für die Durchführung der Zahlung seitens der SANUSLIFE Administration AG hinzu. Das Wichtigste für uns dabei ist stets, alle involvierten Parteien gerecht teilhaben zu lassen und dabei trotzdem noch mit jeder Transaktion einen Teil für wohltätige und umweltschützende Zwecke abzugeben.“

Inwiefern unterscheidet sich der Utility-Payment-Token von bekannten Kryptowährungen wie Ethereum und Co.?

 Ewald Rieder: „Der SANUSCOIN kann dezentral und in Zukunft auch zentral genutzt werden. Hinzu kommt, dass hinter dem Token ein Ökosystem steckt, das seit über 15 Jahre besteht und durch den Coin den nötigen Zündstoff erhält, sich weltweit zu etablieren. Der Token soll dabei die vielfältigen Möglichkeiten der Kryptowelt mit einer Nutzerfreundlichkeit im Payment-Bereich und dem Umweltschutz verbinden. Der Unterschied zu den Größen der Branche ist die Vielfältigkeit und der ganzheitliche Ansatz in einem Ökosystem. Jeder Privatperson und jedem Unternehmer auf der ganzen Welt soll die Möglichkeit geboten werden, die Kryptowelt so vorteilhaft wie möglich zu nutzen: Denn bei jeder Transaktion erhält der Käufer ein Credits-Cashback, leistet einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und wird zusammen mit seinem Netzwerk wiederum an allen Transaktionen weltweit beteiligt. Will heißen: Der Kunde kauft Coins, bezahlt mit Coins, erhält Waren und Dienstleistungen gegen Coins, erhält Provisionen und Prämien in Form von Coins, kann die Coins beim Einkaufen wieder 1:1 einlösen, steigert den Coin-Wert durch die Nachfrage und unterstützt mit jeder Coin-Zahlung die Umwelt. Der Unternehmer erhöht seinen Bekanntheitsgrad durch die Platzierung in der App, erhält neue Kunden durch das Angebot der neuen Zahlungsart, kann seinen Beitrag für den Umweltschutz und für das Weiterempfehlen seiner Produkte frei wählen und wird innen wie außen als „grünes“ Unternehmen wahrgenommen.“

Ihr Token wird neben der dezentralen Blockchain-Speicherung auch zentral gespeichert. Welche unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten und Chancen bietet dieses 2-Welten Prinzip?

Ewald Rieder: „Auf der Bitcoin-Blockchain dient der Token in erster Linie – wie der Bitcoin selbst – als Wertspeicher. Da er wie der Bitcoin streng limitiert ist, hochsicher gespeichert und programmiertechnisch eine Meisterleistung darstellt, könnte man ihn auch in gewisser Weise mit Gold vergleichen. Denn genau wie bei Gold kann man sowohl mit Bitcoin als auch mit dem Coin sein Vermögen vor Inflation, Staatsbankrott oder Bankenpleiten evtl. schützen. Die Coins auf der Bitcoin-Blockchain sind dort vielleicht sogar noch eine Spur sicherer angelegt. Wer solche Krypto-Token auf der Bitcoin-Blockchain lagert, braucht lediglich ein Smartphone mit Internetzugang, und kann so jederzeit, unabhängig und überall auf der Welt darauf zugreifen, sie von A nach B transferieren oder einfach nur digital kontrollieren, wie sich der Wert der Coins entwickelt hat. Voraussetzung ist jedoch, dass man den Zugangscode zum Wallet hat bzw. ihn sicher aufbewahrt. Man ist jederzeit selbst für die Coins verantwortlich.

Die digitalen Möglichkeiten von Kryptowerten können dann allerdings bei einer parallellaufenden zentralen Speicherung vollends ausgeschöpft werden. Bisher sind Bitcoin und Co. nur sehr selten echte Zahlungsmittelalternativen. Kombiniert man die dezentrale Speicherung als Wertspeicher mit einer zentralen Speicherung für transparente und schnelle Transaktionen, verbindet man das Beste aus diesen zwei Welten und kann Vorteile für länderwährungsneutrale Zahlungsmittelalternativen schaffen. So schafft man eine Brücke zwischen Krypto- und Wirtschaftswelt.“

Wer sich mit dem Utility-Payment-Token beschäftigt, wird schnell auf die enge Verknüpfung zu nachhaltigen Umweltschutzprojekten aufmerksam. Was hat es damit auf sich und wie wirkt sich diese Verbindung operativ aus?

Ewald Rieder: „Der Utility-Payment-Token ist an ein Umweltschutzprogramm namens SANUSPLANET gekoppelt, bei dem es sich um eine Initiative von unserem Unternehmen handelt. Dies wird von der Meeres- und Umweltschutzaktivistin Magdalena Gschnitzer geleitet. Alle Einkäufe und SANUSCOIN-Transaktionen sind eng mit dem Programm verbunden, da stets ein gewisser Teil gespendet wird. Unternehmen können zusätzlich noch entscheiden, wie viel an Marge sie abgeben und zum Schutz der Umwelt beitragen wollen. Damit auch alles seine Ordnung hat und sichergestellt wird, dass die Spenden auch tatsächlich dort ankommen, wo sie hinsollen, haben wir uns „Maggy“ – wie sie von uns allen liebevoll genannt wird – ins Boot geholt. Sie spricht die verschiedenen Organisationen an, betreut sie, wählt die Projekte aus und sorgt schlussendlich dafür, dass jeder Cent im SANUSPLANET Foundation Pool direkt bei den Organisationen ankommt. Auch hier wollen wir einen neuen Maßstab setzen, denn die administrative Seite, also die Spesen, übernimmt zu 100% die SANUSLIFE Administration AG.

Die Kryptowelt ist, besonders durch die hohen Rechenleistungen und den damit verbundenen Energieverbrauch, in den Augen vieler alles andere als „grün“. Jedoch ist Umweltschutz ein wichtiger Aspekt mit Blick auf die Zukunft, genau wie die vielfältige Nutzung von digitalen Währungen und Token in den kommenden Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Daher war es sehr wichtig, beide Aspekte von Beginn an zusammenzubringen.“

Zuletzt aktualisiert am 17. September 2021

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MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.

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