Binance unter Dauer-Beschuss: Nach Barclays verbietet auch die Santander-Bank Binance-Zahlungen

Binance gerät zunehmend unter Druck: Nun hat eine weitere britische Bank Zahlungen an die Krypto-Börse einstellt.

Santander, eine der größten Bankengruppen Europas, wird Kundenzahlungen an die Kryptobörse Binance einstellen. Als Begründung führt das Unternehmen die angebliche Zunahme von Betrugsfällen und die Notwendigkeit an, Sicherheit für ihre Kunden zu gewährleisten.

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Die Firma erwähnt auch eine kürzliche Mitteilung der „Financial Conduct Authority“ (FCA) – die warnt davor, dass Binance keine Lizenz für den Betrieb in Großbritannien hat. Die Bank:

„In den letzten Monaten haben wir einen großen Anstieg von britischen Kunden gesehen, die Opfer von Kryptowährungsbetrug wurden. Die Sicherheit unserer Kunden hat oberste Priorität, daher haben wir beschlossen, Zahlungen an Binance nach der Warnung der FCA an die Verbraucher zu verhindern.“

Santander reiht sich ein in eine Liste von britischen Banken, die in letzter Zeit beim Umgang mit Krypto-Firmen Alarm geschlagen haben. Dazu gehören Monzo, TSB, Nat West, Metro Bank, HSBC, Lloyds, und Barclays.

Binance-CEO Changpeng Zhao hat auf die Angelegenheit in einem offenen Brief reagiert. Zhao spricht darin zwar keinen spezifischen Fall direkt an, sagt aber: Klarere regulatorische Richtlinien sind erforderlich.

Einige sind allerdings der Ansicht, dass Binance als weltgrößter Exchange als Teil eines breiteren Vorgehens gegen den Kryptowährungssektor ins Visier genommen wird.

Santander gibt Binance eine Abfuhr

Die Entscheidung von Santander kommt zu einem Zeitpunkt, an dem britische Banken sich mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit sie Kunden mit Krypto-Börsen Geschäfte machen lassen sollten – aufgrund von Bedenken hinsichtlich mangelnder regulatorischer Aufsicht und unterschiedlicher Compliance-Standards bei verschiedenen Börsen.

Ein Twitter-Nutzer kommentiert: Santander schießt bei der Bestimmung, wie ihre Kunden ihr eigenes Geld ausgeben können, über das Ziel hinaus. Seiner Einschätzung zufolge basiere die Entscheidung auf mehr als nur der Absicht, Kunden „zu schützen“. Der User:

„Ich bin kein Kind. Infolgedessen werde ich mein Geld woanders hinbringen. Wenn Sie glauben, dass Ihre Kunden leichtgläubig genug sind, um zu glauben, dass es darum geht, „uns zu schützen“, warum verbieten Sie dann nicht Glücksspielseiten? Warum verbieten Sie nicht Unternehmen, die alkoholische Getränke verkaufen? Warum nicht Fast-Food-Restaurants verbieten? Wo wird es aufhören?“

Die „Financial Action Task Force“ für Krypto kommt

Beobachter spekulieren, dass das globale regulatorische Durchgreifen gegen Binance von der Financial Action Task Force (FATF) ausgeht. Anfang des Jahres gab die FATF eine überarbeitete Richtlinie heraus, wie man mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Cardano oder Ripples XRP umgehen sollte.

Der Forschungsdirektor des Coin Center, Peter Van Valkenburgh, hält die Überarbeitung für eine „massenhafte Überwachung ohne Durchsuchungsbefehl“ von Krypto-Nutzern.

Er weist darauf hin, dass die Änderung der Definition von „Virtual Asset Service Providern“ (VASPs) viel mehr Entitäten, einschließlich DEXes, unter ihre Zuständigkeit bringt. Van Valkenburgh äußerte auch Bedenken über die Einhaltung der Datenerfassung von Transaktionsparteien.

Als solche wenden sich Banken aus Gründen des Schutzes an Binance. Aber in Wahrheit geht es nicht darum, dich und mich zu schützen. Der Grund für die Verhinderung von Zahlungen an Binance und andere Krypto-Börsen ist wahrscheinlich, sich selbst vor dem Risiko der Nichteinhaltung der FATF-Regeln zu schützen.

Zhao erkennt an, dass „Compliance eine Reise ist“ – und räumt ein, dass Binance sich verpflichtet, mit den Aufsichtsbehörden zu arbeiten.

Textnachweis: Cryptoslate

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