Neues Krypto-Gesetz in Deutschland: Jetzt dürfen „Spezialfonds“ in Bitcoin, Ethereum & Co. investieren

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Seit 1. Juli gilt in Deutschland das sogenannte Fondsstandortgesetz. Klingt sperrig, ist aber bullish: Damit dürfen inländische Spezialfonds bis zu 20 Prozent ihrer verwalteten Mittel in Kryptowährungen anlegen. Experten sehen enormes Zuflusspotenzial.

Zuflüsse in Höhe von 350 Milliarden Euro

Gerade ist hierzulande ein bedeutendes Krypto-Gesetz in Kraft getreten: das Fondsstandortgesetz. Das erlaubt es sogenannten Spezialfonds, in Krypto-Assets wie Bitcoin, Ethereum, Binance Coin oder andere zu investieren. Zahlreiche institutionelle Anleger in Deutschland erhalten also erstmals die Möglichkeit, Kapital in die schnell wachsende Kryptobranche zu allokieren.

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Hintergrund: Der Bundestag hatte dem Fondsstandortgesetz am 22. April in zweiter und dritter Lesung zugestimmt, am 28. Mai 2021 folgte der Bundesrat. Mit dem Fondsstandortgesetz wird eine EU-Richtlinie umgesetzt, die insbesondere den grenzüberschreitenden Vertrieb von Investmentfonds durch einheitliche Regelungen vereinfachen soll.

Ist das Gesetz in Deutschland der Startschuss für die vielbeschworene institutionelle Krypto-Adaption? Viele gehen davon aus, dass Bitcoins jüngster Bull-Run, der die Kryptowährung Nummer 1 von Preisen bei 5.000 Dollar auf 65.000 Dollar gebracht hat, in großen Teilen von institutionellen Käufern angetrieben und am Leben gehalten wurde.

Analysten zufolge könnte das neue Gesetz auch bei uns enorme Kapitalzuflüsse in die Kryptobranche bewirken. Sven Hildebrandt beispielsweise, Leiter des Hamburger Blockchain-Beratungsunternehmens „DLC Distributed Ledger Consulting“, erwartet bei Krypto-Assets einen theoretischen Zufluss in Höhe von 350 Milliarden Euro. Dass es sich hierbei um eine massive Summe handelt, zeigt ein Vergleich: Bitcoins aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 527 Milliarden Euro.

Das „größte Investmentvehikel“ Deutschlands

Rund 1,87 Billionen Euro sollen in rund 4.000 Spezialfonds gebunden sein. Auf dieser Schätzung basiert Hildebrandts Berechnung. Der Experte spricht vom „größten Investmentvehikel“, dass es in Deutschland gibt. Sehr viel Geld befindet sich in diesen Fonds – und jetzt haben sie zum ersten Mal die Möglichkeit, in Krypto zu investieren.

Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) lobt die neue Gesetzgebung und fordert zudem eine Ausweitung von Spezialfonds auf Publikumsfonds. Allgemein gehen Branchenbeobachter davon aus, dass die Kryptobranche vom Fondsstandortgesetz profitieren wird, da es die noch junge Anlageklasse Kryptowährungen weiter legitimiert.

Auch außerhalb Deutschlands wächst das institutionelle Interesse an Kryptowährungen. Wie eine Umfrage der US-Großbank JP Morgan ergeben hat, beabsichtigen mehr als 20 Prozent aller institutionellen Anleger, die noch nicht in Krypto-Währungen investiert haben, dies in Zukunft höchstwahrscheinlich zu tun. Teilgenommen an der Umfrage haben mehr als 3.400 Investmentbänker von 1.500 Banken. Außerdem schreibt die Großbank in einem neuen Report, dass Proof of Stake immer attraktiver werden wird, sobald das Ethereum-Upgrade 2.0 abgeschlossen ist. JP Morgan zufolge könnte ETH deshalb bis zum Jahr 2025 zu einer 40-Milliarden-Dollar-Industrie anwachsen.

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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