Ripples XRP – ein „zentralisierter Banker-Coin“? Jetzt wehrt sich einer der Entwickler

Ripples XRP hat einen schlechten Ruf, weil der Coin zentralisiert sein soll. Doch wie wahr ist diese Behauptung? Jetzt hat sich der Director of Developer Relations bei Ripple, Matt Hamilton, zu diesem Thema geäußert und einiges klargestellt.

Vor dem Prozess SEC vs. Ripple drehte sich die Diskussion bei XRP oft darum, dass es keine „echte“ Kryptowährung ist. Dies ist auf mehrere Merkmale zurückzuführen – Hauptgrund für die Kritik waren die „geschlossenen“ zentralisierten Knoten (Nodes) des Netzwerks.

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Das hat zu einer anhaltenden Feindseligkeit zwischen XRP-Inhabern und dem Rest der Krypto-Community geführt. Nun dominiert zwar die SEC-Klage das Gespräch, das oben genannte lauert aber immer noch im Hinterkopf der Menschen.

Aber: Ist daran überhaupt etwas dran?

Können XRP-Transaktionen eingeschränkt werden?

In einem Interview mit dem „Crypto Jebb“-YouTube-Kanal erläutert Hamilton seine Sicht der Dinge bezüglich gängigen Ripple-Mythen.

Hamilton zufolge würden die Begriffe Zentralisierung und Dezentralisierung verschiedene Dinge für verschiedene Menschen bedeuten. Deshalb könne sich die Community nicht darauf einigen, ob Ripples XRP ein zentralisiertes oder dezentralisiertes Netzwerk ist.

Aber für ihn bedeutet dezentralisiert die Möglichkeit, dass jeder das Netzwerk ohne Einschränkung nutzen kann. So könne beispielsweise keine Partei XRP-Nutzer davon abhalten, auf dem Netzwerk zu transagieren, wenn sie es wünschen.

„Das wichtigste Kriterium ist, dass du nicht willst, dass dich jemand blockiert oder zensiert oder dich daran hindert, das Netzwerk zu nutzen, richtig? Ich möchte in der Lage sein, eine Zahlung zu machen, und zwar, sie wissen schon, unabhängig. In dieser Hinsicht ist der XRP Ledger dezentralisiert.“

Niemand könne XRP-Token beschlagnahmen oder Transaktionen zensieren, was seiner Meinung nach ein entscheidendes Maß für Dezentralität ist.

Ripple hat keine Kontrolle über das XRP-Netzwerk

Ein weiterer Streitpunkt bezieht sich auf die Zentralisierung der Knoten im XRP-Ledger. Ein Knoten verbindet sich mit dem Netzwerk, um Transaktionen zu validieren und weiterzuleiten, während er auch eine Kopie des Ledgers behält.

Vollknoten (full nodes) stellen sicher, dass ein bestimmter Satz von Regeln befolgt wird. Die Gefahr besteht hier darin, dass eine dominante Entität, die die Mehrheit der Knoten kontrolliert, das Netzwerk manipuliert.

Der XRP-Ledger hat derzeit 156 Validierungsknoten, von denen 19 als Ripple-Knoten identifizierbar sind – was bedeutet, dass Ripple 12 % der Knoten kontrolliert.

Hamilton bestätigt das. Ripple-Knoten würden nur einen kleinen Prozentsatz des Netzwerks ausmachen. Außerdem fügt er hinzu, dass ein Konsens von 80% erforderlich ist, um Transaktionen zu validieren. Daher könne Ripple das Netzwerk nicht manipulieren.

„Das Netzwerk selbst ist dezentralisiert. Ripple kontrolliert nur ein paar Prozent der Knoten im Netzwerk. Und der Konsens-Algorithmus bedeutet, dass man 80% Konsens über die Transaktionen braucht. Es gibt also keine einseitige Partei, die es kontrolliert.“

Abschließend, so Hamilton, habe die Menge der gehaltenen XRP keinen Einfluss auf die Menge der ausgeübten Kontrolle, da es sich um einen „vertrauensbasierten“ Konsensalgorithmus handelt und nicht um ein Proof-of-Stake-Modell – und das, obwohl Ripple den größten Teil der XRP hält.

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Textnachweis: Cryptoslate

Zuletzt aktualisiert am 24. Juni 2021

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