5,4 Millionen Dollar! WWW-Erfinder verkauft Internet-Quellcode als NFT – doch es enthält einen Fehler

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Der Erfinder des Internet, wie wir es heute kennen – Tim Berners-Lee –, hat den 30 Jahre alten Quellcode des World Wide Web als NFT (Non-Fungible-Token) verkauft – für 5,4 Millionen Dollar. Mittlerweile kam aber heraus: Das NFT enthält einen Fehler.

5,4 Millionen für NFT „This Changes Everything“

Tim Berners-Lee gilt als eine der berühmtesten Persönlichkeiten der Tech-Branche: Von ihm stammt jenes bedeutende Konzept, aus dem das heutige Internet hervorgegangen ist. Das hatte er bereits 1989 ersonnen – und jetzt zu Geld gemacht. Über das New Yorker Auktionshaus Sotheby’s wurde das Programm versteigert und konnte dabei einen Verkaufspreis von sage und schreibe 5,4 Millionen Dollar erzielen. Inhalt des NFTs mit dem Titel „This Changes Everything“: eine animierte, halbstündige Version des fast 10.000 Zeilen langen Codes – und ein Brief des Informatikers vom Juni 2021, in dem Berners-Lee seine Erlebnisse bei der Erstellung des Codes reflektiert.

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Berners-Lee erläutert:

„Der Prozess, dieses NFT zur Auktion zu bringen, hat mir die Möglichkeit gegeben, auf den Moment zurückzublicken, als ich mich vor dreißig Jahren zum ersten Mal hinsetzte, um diesen Code zu schreiben, und darüber nachzudenken, wie weit das Web seither gekommen ist und wohin es in den kommenden Jahrzehnten gehen könnte.“

Hintergrund NFTs: Bei sogenannten NFTs (non-fungible Token) handelt es sich um Blockchain-basierte Krypto-Token (meist auf Ethereum, aber auch auf Tezos oder Polygon), mit denen Nutzer nachweisen können, ein digitales oder physisches Asset tatsächlich zu besitzen bzw. dessen Eigentümer zu sein. Sir Berners-Lee zufolge sind NFTs „die neueste spielerische Schöpfung in diesem Bereich und das angemessenste Mittel für Eigentum, das es gibt”.

Anfang des Jahres erlebte die NFT-Branche einen gigantischen Boom, der schlussendlich in einem Rekordverkauf beim Auktionshaus Christie’s gipfelte: Digitalkünstler Beeple erzielte für seine NFT-Sammlung unglaubliche 69 Millionen Dollar. Seitdem sind die Umsätze zwar zurückgegangen, doch die Entwicklung des NFT-Ökosystems geht ungebremst voran. NFTs sind gekommen, um zu bleiben. Das zeigt auch die Tatsache, dass IT-Pionier Berners-Lee ein derart historisches Dokumente als NFT verkauft.

Berühmtes NFT enthält kritischen Fehler

Übrigens: Der 66-Jährige zeichnet auch verantwortlich für die Entwicklung von HTML, URL und HTTP – drei bedeutende Technologien, die bis heute die Beschaffenheit und Funktionalität des Internets maßgeblich prägen. Hinzu kommt: Der Programmierer und seine Frau sind Mitbegründer der „World Wide Web Foundation“, außerdem übersieht er mehrere Non-Profit-Organisationen, die sich um „digitale Gleichberechtigung“ kümmern.

Seinen Anteil am Verkaufserlös möchte Bernes-Lee nun gemeinsam mit seiner Frau Rosemary Leith Berners-Lee für wohltätige Zwecke spenden:

„Ich bin begeistert, dass die Initiativen, die Rosemary und ich unterstützen, von dem Verkauf dieses NFT profitieren werden. Ich möchte allen, die bei Sotheby’s an diesem Projekt gearbeitet haben, und der Krypto-Community für ihre Hilfe und Unterstützung danken.”

Gut möglich allerdings, dass das berühmte NFT vernichtet („verbrannt“) und erneut herausgegeben wird. Denn: Bereits kurz nach Auktionsende fanden Nutzer einen Fehler in Berners-Lee halbstündigem Video. Teile des Quellcodes, den Berners-Lee in der Programmiersprache C geschrieben hat, wurden darin durch Äquivalente der Programmiersprache HTML ersetzt – für Enthusiasten ein grober Schnitzer, der sich jedoch auch wertsteigernd auswirken könnte.

So kam es beispielsweise auch bei einer Kunstaktion des Künstlers Banksy zu einem Fehler: Eines seiner Bilder sollte während einer Auktion geschreddert werden – die Mechanik versagte aber, das Werk wurde nur zur Hälfte vernichtet – und wurde durch diesen Fehler noch mehr wert.

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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