Der teuerste Hacker-Angriff aller Zeiten! „REvil“-Erpresser fordern Rekord-Lösegeld – in Bitcoin

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Es handelt sich um einen der teuersten Hacker-Angriffe aller Zeiten – und Bitcoin spielt auch eine Rolle: Die Erpresser-Gruppe „REvil“ hat den Dienstleister Kaseya gehackt und zahlreiche Nutzerdaten verschlüsselt. Um die wieder lesbar zu machen, verlangen die Angreifer nun ein Rekord-Lösegeld.

70 Millionen Dollar in Bitcoin

Während sich am Freitag Abend die meisten ins wohlverdiente Wochenende verabschiedet hatten, gingen bei Firmen auf der ganzen Welt plötzlich die Alarmglocken an: Eine Ransomware-Attacke hatte die IT-Systeme zahlreicher Unternehmen lahmgelegt.

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Die Angreifer nahmen allerdings nicht einzelne Firmen ins Visier, sondern deren Zulieferer Kaseya (eine sogenannte Supply-Chain-Attacke). Über dessen Infrastruktur wurde dann eine Schadsoftware auf den Kunden-Rechnern installiert: Nachdem sie eine kritische Sicherheitslücke ausgenutzt hatten, konnten die Angreifer einige VSA-Servern infizieren, die für die Fernverwaltung von Computern verwendet werden.

Als erstes meldete die schwedische Supermarkt-Kette Coop den Vorfall: Das Unternehmen musste am Samstag aufgrund der Attacke einige Filialen schließen. Auch hierzulande hat es zahlreiche Firmen getroffen. Matthias Wachter, Leiter der Abteilung Sicherheit beim BDI, findet der „Welt am Sonntag“ gegenüber hierzu eindeutige Worte:

„Noch nie wurde die deutsche Wirtschaft so stark angegriffen wie heute.“

Das Ausmaß des Schadens ist zwar noch nicht bekannt. Bestätigt sind bislang aber rund 60 Unternehmen, Schätzungen gehen sogar von bis zu 1000 Opfern aus. Als Lösegeld verlangt die „REvil“-Gruppe rekordverdächtige 70 Millionen Dollar in Bitcoin. Als Gegenleistung sollen Unternehmen dafür ein universelles Entschlüsselungs-System für die infizierten Systeme erhalten. Damit seien alle in der Lage, die Auswirkungen des Angriffs innerhalb von weniger als einer Stunde rückgängig zu machen.

Erpresser wollten erst Monero, dann doch lieber Bitcoin

Ursprünglich wollten die Hacker von den meisten Opfer gar keine Bitcoins, sondern 45.000 Dollar in Monero. Offenbar nach einem Sinneswandel entschied man sich dann aber für die Kryptowährung Nummer 1.

US-Präsident Joe Biden hatte bereits vor dem Bekennerschreiben von REvil eine Untersuchung des Angriffs eingeleitet. Die Hackergruppe namens REvil ist auch bekannt als „Sodinokibi“. Da sich der Standort der Gruppierung nicht bestimmen lässt, bleiben bezüglich ihrer Herkunft nur Vermutungen. Beispielsweise wird angenommen, es könne sich um eine russische Hackergruppe handeln, da sie bislang nie russische Organisationen oder Länder des ehemaligen Ostblocks angegriffen hat.

Weltweit arbeiten Behörden nun mit Kaseya zusammen, um den Angriff zu untersuchen.
Der Deutsche Industrieverband BDI fordert zudem eine „nationale Wirtschaftsschutzstrategie“, um künftig gegen entsprechende Attacken gewappnet zu sein. Der IT-Sicherheitsfirma Sophos zufolge ist REvil „ein ausgereiftes und weit verbreitetes Ransomware-as-a-Service (RaaS) Angebot“. Das bedeutet: Kriminelle Kunden können die Ransomware von den Entwicklern „leasen“, nach Belieben abändern und dann auf den Computern ihrer Opfer platzieren.

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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