CFD-Handel lernen 2020: Das Trading lernen & verstehen

Immer mehr Anleger möchten den CFD-Handel lernen und mit Differenzkontrakten traden. Um das CFD-Trading ranken sich Mythen und Legenden vom raschen Reichtum ebenso wie Warnungen vor hochriskanten Finanzgeschäften. Was ist also wahr?

CFDs sind ein spannendes und doch riskantes Finanzinstrument, mit dem du auf unterschiedliche Anlageklassen spekulieren kannst. Damit du profitabel CFDs handeln kannst, werden wir dich in diesem Beitrag mit allen wichtigen Grundlagen vertraut machen.

Du erfährst, wie CFDs funktionieren, welche Vorteile Sie bieten, wie du Risiken beim Handel mit Leverage steuern und sogar mit fallenden Kursen Gewinne erzielen kannst. Zudem zeigen wir dir, bei welchen CFD-Brokern du am besten CFD-Handeln lernen kannst.

Was sind CFDs?

CFDs, Contracts for Difference, sind sogenannte Differenzkontrakte. Es handelt sich um Finanzinstrumente, die zwischen einem Käufer und einem Verkäufer abgeschlossen werden und eine Vereinbarung  zum Austausch der Wertdifferenz zwischen Einstiegs- und Schließungszeitpunkt des Kontrakts   darstellen.

CFDs sind Derivate, da sie 1:1 an einen Basiswert gekoppelt sind. Sie können auf alle möglichen Anlageklassen abgeschlossen werden, es gibt etwa Aktien-CFDs, Forex-CFDs, Index-CFDs, Krypto-CFDs und Rohstoff-CFDs.

Differenzkontrakte wurden erstmals Ende der 1990er Jahre eingeführt, um Anlegern die Möglichkeit zu bieten, an der Wertentwicklung bestimmter Anlageklassen zu partizipieren, ohne die physischen Werte entgegenzunehmen. Bald zeigte sich rege Nachfrage nach CFDs, sodass diese auf immer mehr Anlageklassen ausgeweitet wurden, eigene CFD-Broker entstanden.

Wie funktionieren CFDs?

Ein Differenzkontrakt (CFD) wird zwischen zwei Parteien, einem Käufer und einem Verkäufer abgeschlossen. In dem Kontrakt wird vereinbart, dass über einen Broker bzw. eine Clearingstelle die Differenz zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlussstand eines Trades ausgetauscht wird.

Käufer sind also bullisch eingestellt, Verkäufer bärisch.

Weil sich ein CFD auf einen Basiswert bezieht, entspricht die Wertentwicklung des CFDs also der Kursentwicklung des entsprechenden Vermögenswertes. Für den Abschluss eines CFDs zahlt du der Clearingstelle bzw. dem Broker zumeist eine Gebühr in Form eines Spreads, der die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis darstellt.

  • Als Käufer erzielst du also dann einen Gewinn beim CFD-Handel, wenn der Schlusskurs über dem Einstiegspreis liegt, zu dem du den Kontrakt erworben hast. Wenn du diese Position schließen würdest, würdest du die monetäre Differenz zwischen ihrem Eröffnungs- und Schlusskurs erhalten.
  • Hingegen wirst du als Käufer einen Verlust realisieren, wenn der Kurs des Basiswerts des CFDs im Laufe der Zeit unter den Einstiegspreis sinkt.

Hebelwirkung – CFDs handeln mit Leverage

Das wohl bedeutendste Merkmal eines CFDs ist die Möglichkeit, mit Leverage (Hebelwirkung) zu handeln. Mit Leverage kannst du dir vom Broker kurzfristig Kapital leihen, um deinen investierten Betrag (Exposure bzw. Exposition) in einem bestimmten Trade zu erhöhen.

Dabei musst du einen gewissen Mindestbetrag Eigenkapital einschießen, der auch als „Margin“ bezeichnet wird.

Beispiel: du möchtest einen Rohöl-CFD auf eToro handeln, der Kontrakt hat einen Mindestwert von 2.000 €, die Marginanforderung liegt bei 10 %. Du kannst also mit einer Margin von 200 € einen CFD über 2.000 € abschließen, weil dir eToro die restlichen 1.800 € an Kapital leiht. Du hast hier einen Hebel von 1:10 gewählt – der Hebel wird immer als Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital angegeben.

Der Handel mit Leverage ist also ein zweischneidiges Schwert, eine Art Turbo für deine realisierten  Gewinne oder Verluste Angenommen du entscheidest dich, einen CFD mit einem Hebel von 1:10 zu handeln. Wenn sich der Kurs in deine Richtung entwickelt, kannst du das 5-fache des ursprünglich erzielten Gewinnes realisieren; bei negativer Kursentwicklung werden deine Verluste allerdings um 500 % höher.

Darum muss ausdrücklich auf das Risiko des Handels mit Leverage hingewiesen werden. CFD-Handel mit Leverage ist eine höchst spekulative Anlage, die rasch in enormen Verlusten resultieren kann. Überlege dir sorgfältig, wie viel Risiko du nehmen kannst und investiere nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst.

Was sind Vorteile von CFDs?

Differenzkontrakte bieten vor allem 3 wichtige Vorteile:

  • den Handel mit Leverage,
  • die Partizipation an der Wertentwicklung von Anlageklassen ohne physischen Besitz sowie
  • die Möglichkeit, durch Shorten (Leerverkäufe) auch mit fallenden Kursen Geld zu verdienen.

Gebühren beim Handel mit CFDs

Der Handel mit CFDs ist natürlich auch mit Gebühren verbunden. Diese solltest du kennen, beeinflussen sie schließlich die Rentabilität und Performance deiner Trades. In der Regel fallen beim CFD-Handel drei Arten von Gebühren an: Spreads, Order-Gebühren und Overnight-Gebühren.

SpreadsOrder-GebührenOvernight-Gebühren

Spreads

Die meisten CFD-Broker finanzieren sich über einen Aufschlag auf Kauf- oder Verkaufspreis. Daraus resultiert eine Preisspanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis, welche als Spread bezeichnet wird. Du wirst aufgrund von Spreads also teurer als zum Marktpreis kaufen und unter dem Marktpreis verkaufen.

  • Umso geringer diese Spanne, umso günstiger sind die Spreads, was sich positiv auf die Rentabilität deiner Trades auswirkt.

Order-Gebühren

Manche CFD-Broker verzichten auf Spreads, verrechnen dir allerdings mit jeder Order – ob Kauf- oder Verkauf-Order einen fixen Betrag. Order-Gebühren sind zumeist also Fixgebühren, in manchen Fällen rechnen sie sich auch nach der Höhe der platzierten Order.

  • Umso aktiver du handeln möchtest, desto mehr Positionen wirst du eröffnen, weshalb du Broker mit Order-Gebühren vermeiden solltest!

Overnight-Gebühren

Beim CFD-Handel mit Leverage leihst du dir vom Broker kurzfristig Kapital. Schließt du deine Positionen noch am selben Tag, musst du keine Leihgebühren zahlen. Hältst du deine Positionen jedoch über Nacht offen, musst du sogenannte Overnight-Gebühren zahlen. Diese betragen meist zwischen 5-10 % des geliehenen Kapitals, stellen also einen enormen Kostenfaktor dar.

  • Folglich solltest du deine gehebelten Trades nicht über Nacht offenhalten! Wenn du allerdings CFDs ohne Hebel kaufst, fallen keine solchen Gebühren an.

Was du beim CFD-Handel beachten musst

Du weißt bereits, dass der CFD-Handel mit hohen Risiken verbunden ist. Prinzipiell ist der CFD-Handel sehr kurzfristig orientiert, die meisten Trader wollen mit Hebelwirkung aus kurzfristigen Kursveränderungen Profit schlagen. Der CFD-Handel ist auch deswegen kurzfristig angelegt, weil Broker hohe Overnight-Gebühren für über eine Handelssitzung hinaus geöffnete Positionen bzw. geliehenes Kapital verrechnen.

Deine AnlagezieleBitcoin kaufen mit Hebel bei Etoro

Am wichtigsten ist beim CFD-Handel, wie von Shakespeare es formulierte, dich selbst zu kennen. Frage dich, welche Anlageziele du mit dem CFD-Handel verfolgst:

  • Wo liegen deine Prioritäten?
  • Möchtest du etwa kurzfristig spekulieren und Gewinne maximieren?
  • Willst du deine bestehenden, langfristigen Investitionen mit CFDs absichern?
  • Möchtest du dein bestehendes Portfolio um Investitionen in neuen Anlageklassen diversifizieren?

CFD Traden lernen erfordert Zeit

Prinzipiell sind all diese Ziele mit dem CFD-Handel erreichbar, du musst allerdings deine Prioritäten kennen. Ebenso solltest du Klarheit haben, wie viel Zeit du für den Handel mit CFDs investieren möchtest.

  • Möchtest du aktiver Daytrader werden und gar eine neue Teilzeitaufgabe starten?
  • Willst du hingegen längerfristig investieren und nur einmal wöchentlich deine CFD-Positionen überprüfen müssen?

Als Daytrader kannst du womöglich täglich profitable Handelsmöglichkeiten entdecken, du musst deine Positionen allerdings auch laufend überwachen, um neue Chancen zu erkennen und verlustreiche Trades rechtzeitig zu beenden.

Wenn du weniger Zeit investieren willst, solltest du mit möglichst geringen Hebeln oder ganz ohne Hebel handeln, um nicht ständig die Positionen überprüfen zu müssen.

Deine Risikobereitschaft

Als CFD-Trader bist du mit hohem Risiko konfrontiert. Doch…

  • wie viel Risiko bist du bereit, beim Handel mit CFDs auf dich zu nehmen?
  • Wie viel Kapital kannst du riskieren und im schlimmsten Fall verlieren, ohne finanzielle Probleme zu bekommen?
  • Kannst du emotional mit Kapitalverlusten umgehen, ohne Panikverkäufen oder Fear-of-Missing-Out zu verfallen?

Nimm dir einen Moment für dich Zeit und setze dich intensiv mit diesen Fragen auseinander. Höre auf dein Bauchgefühl. Wenn du nervös oder unrund wirst, beim Gedanken mit hohen Beträgen oder Hebeln zu spekulieren, dann solltest du dieser Eingebung folgen. Prinzipiell empfehlen wir dir, dich  immer zunächst langsam heranzutasten. 

Die Bedeutsamkeit eines Demokontos
Starte lieber im CFD-Handel ohne Hebel oder mit einem geringen 1:2 Hebel und sammle erste Erfahrungen – sowohl mit der Handelsplattform, als auch mit dem emotionalen Erlebnis des CFD-Handels.

Teste den CFD-Handel risikofrei mit einem Demokonto. Die besten CFD-Broker wie eToro oder Plus500 bieten dir die Möglichkeit, den Handel mit einem kostenlosen Demokonto zu probieren. Dabei kannst du mit virtuellem Guthaben zu echten Marktpreisen mit CFDs handeln. Die Verwendung eines Demokontos ist vor allem für Einsteiger empfehlenswert und eine großartige Möglichkeit, um CFD handeln zu lernen.

Bei eToro und Plus500 erhältst du Zugriff auf den vollen Funktionsumfang der Handelsplattform, mit der du dich Schritt-für-Schritt vertraut machen kannst. Wenn du dich in der Bedienung der Plattform, Analyse von Charts und Auswahl der CFD-Instrumente sattelfest fühlst, kannst du zu einem Live-Konto wechseln und den Handel mit Echtgeld starten.

Risikomanagement bei CFDs – Worauf man achten muss

Wie eingangs beschrieben, ist der CFD-Handel mit Leverage mit einem hohen Risiko verbunden, rasch viel Kapital zu verlieren. Weil sich selbst nach gründlicher Analyse der Kurs eines Vermögenswerts entgegen deiner Erwartungen entwickeln kann, musst du dein Risiko sorgfältig verwalten, wirksames Risikomanagement lautet daher die Devise.

Als CFD-Trader zeugst du von hoher Risikobereitschaft – Risiko, das eben intelligent gesteuert werden muss. Hierfür sind ein paar Grundlagen zu beachten:

Regel #1: Verwende immer Stop-Loss-Orders

Eine Stop-Loss-Order ist ein Auftrag, deinen Trade bei einem bestimmten Verlustwert automatisch zu verkaufen. Er soll deinen Verlust begrenzen. Das Stop-Loss-Limit kann dabei entweder als bestimmtes Preisniveau, als Differenz vom Einstiegspreis oder als prozentueller Verlust angegeben werden.

Am erwähnten Beispiel des Rohöl-CFDs im Umfang von 2.000 € kann das etwa heißen, dass du dein Stop-Loss-Limit auf ein Preisniveau von 1.600 €, eine Differenz von -400 € oder einen Verlust von 20 % stellst.

Regel #2: Starte mit kleinen Positionsgrößen

Die Positionsgröße beschreibt, über welchen Betrag ein CFD eröffnet wird. Ein gutes Risikomanagement empfiehlt, lieber mehrere Trades mit kleineren Beträgen zu unterschiedlichen Preispunkten einzugehen, als mit einem großen Trade „alles auf ein Pferd“ zu setzen.

Eröffnest du mehrere Trades zu unterschiedlichen Einstiegspreisen werden sich Verluste beschränkten, insgesamt reduzierst du damit dein Risiko. Dies ist ähnlich dem Dollar Cost Averaging beim längerfristigen Anlegen mit Sparplan.

Regel #3: Beachte, das Slippage auftreten kann

Deine Order werden nicht immer zu jenen Preisen ausgeführt werden, zu denen du sie aufgegeben hast. Zu Spitzenzeiten, in denen sehr viele Trader Kauf- oder Verkaufsorder aufgeben, kann ein Broker nicht alle Aufträge sofort ausführen. In der Zeit, die zwischen Platzieren und Ausführung deiner Order verstreicht, ändert sich der Kurs des Basiswertes deines CFDs.

Du kannst etwa zusätzliche Verluste erleiden, wenn bei einem massiven Kursrutsch deine Order um einiges unter deinem gewählten Wert ausgeführt wird. Slippage kann auftreten und lässt sich nicht verhindern, du musst dir dieser Gefahr bewusst sein.

Regel #4: Bestimme eine Obergrenze für offene Positionen oder gesamten Handelsbetrag

Gerade beim kurzfristig orientierten CFD-Handel kann selbst der widerstandsfähigste Trader von Emotionen befallen werden. Darum ist es hilfreich, allgemeine Limits und Obergrenzen festzulegen, an die man sich auch „in der Hitze des Gefechts“ stur halten sollte. Lege dir darum eine Obergrenze für die Anzahl an offenen Positionen sowie das maximal gesamt in diesen Positionen investierte Kapital fest.

Beispielsweise könntest du dich entscheiden, niemals mehr als 10 CFD-Positionen offen zu halten und insgesamt nicht mehr als 10.000 € an Investitionen in diesen Trades zu platzieren.

Diese Regel ist deswegen so wichtig, weil du bei massiven Marktbewegungen, etwa einem starken Bullenrun von Fear-of-Missing-Out erfasst werden könntest. Dann bist du versucht, zu viele Positionen zu eröffnen, die sich rasch bei gegenteiliger Marktentwicklung als fatale Fehler herausstellen könnten.

Strategien für den CFD-Handel

Wer den CFD-Handel lernen möchte, der sollte mehrere Strategien in seinem Arsenal haben, die er beherrscht und je nach Wunsch einsetzen kann. Die häufigsten Strategien bzw. Trading-Stile sind News-Trading, Pair-Trading und Hedging.

News-Trading

CFDs ESMA-Regeln fördern dubiose AnbieterBestimmte Ereignisse wie Entscheidungen der Federal Reserve (amerikanische Zentralbank), die Veröffentlichung von Quartalszahlen, Arbeitsmarktdaten oder Konjunkturprognosen sowie geopolitische Ereignisse oder Naturkatastrophen können massiven Einfluss auf Kurswerte haben. Als News-Trader wirst du dich an  wichtigen Ereignissen im Wirtschafts- und Finanzgeschehen  orientieren.

Das wichtigste Tool im Arsenal eines News-Traders ist ein umfangreicher Börsen- und Wirtschaftskalender, in dem alle wichtigen globalen Ereignisse terminiert sind. Somit kannst du dich bereits mehrere Tage im Voraus mit den möglichen Auswirkungen dieser Ereignisse auseinandersetzen und dementsprechende Trades platzieren.

Scalping
Scalping im News-Trading: Bei risikofreudigen Tradern ist Scalping eine Strategie, bei der mit hohen Hebeln in extrem kurzen Zeitfenstern gehandelt wird. Solche Positionen sind meist nur wenige Minuten oder gar nur einige Sekunden offen. Gerade hier ist das Risiko von Slippage allerdings sehr hoch, viele CFD-Broker verbieten Scalping.

Beim News-Trading kannst du entweder vor oder direkt nach der Veröffentlichung einer Statistik investieren:

  • Das Ziel des ersteren Ansatzes ist es, zu versuchen, die Reaktionen der Händler auf die bevorstehende Veröffentlichung zu verstehen und vorauszusehen. Dies kann sehr riskant sein, da es schwierig ist, zu wissen, ob die Veröffentlichung über oder unter den Erwartungen des Marktes liegen oder diese erfüllen wird, oder sogar, wie der Markt auf solche Nachrichten reagieren wird (manchmal werden schlechte Nachrichten auf dem Markt tatsächlich als gute Nachrichten behandelt und umgekehrt).
  • Direkt nach der Veröffentlichung kannst du womöglich die Reaktion des Marktes schon erkennen, du steigst allerdings spät ein und kannst nur mehr weniger stark von der Kursbewegung profitieren.

Pair-Trading

Pair-Trading gehört zu den marktneutralen Strategien und wird üblicherweise bei CFDs auf Aktien eingesetzt.

Du kannst die Strategie jedoch auch bei 2 Devisen, ETFs oder Rohstoffen einsetzen. Das tolle an dieser Strategie ist, dass sie bei hoher und geringer Marktvolatilität genutzt werden kann, die Marktrichtung (Anstieg oder Rückgang) ist ebenfalls irrelevant.

Im ersten Schritt solltest du eine Branche wählen. Du wirst in 2 verschiedene CFDs investieren, die zur gleichen Branche gehören, mit einer Long- (Kauf-) und einer Short- (Verkauf-)Position. Wichtig ist die Korrelation dieser zwei Basiswerte. Die Korrelation ist ein Maß für die Beziehung zwischen 2 Vermögenswerten. Eine hohe Korrelation beschreibt eine gleiche Kursentwicklung (steigt Kurs A, dann in der Regel auch Kurs B in ähnlichem Ausmaße).

Bei dieser Strategie verwendest du 2 in der Regel stark korrelierende Vermögenswerte, deren Korrelation in den letzten Wochen und Monaten immer weniger geworden ist. Jede Veränderung der Korrelation von 2 korrelierten Vermögenswerten sollte eine Rückkehr zum „mittleren Trend des Paares“ implizieren. Genau auf diese Weise kannst du mit dieser Strategie Gewinne erzielen.

Mit Pair Trading kannst du Divergenzen zwischen den 2 zugrunde liegenden Vermögenswerten auszunutzen:

  1. Zunächst musst du je nach Trend einen starken und einen schwachen Vermögenswert auswählen.
  2. Dann eröffnest du eine Long-Position auf den schwächeren Vermögenswert – denjenigen, der eine unterdurchschnittliche Performance aufweist, während du eine Short-Position auf den stärkeren Vermögenswert eingehst.

Hedging

Hedging ähnelt einer Versicherung, Ziel ist es das mit bestehenden Investitionen eingegangene Risiko abzusichern bzw. soweit wie möglich zu reduzieren. Hedge-Fonds, Großbanken und viele andere Investmentfirmen nutzen Hedging, um ihre Investitionen zu schützen.

Nehmen wir an, Sie haben ein diversifiziertes Portfolio mit Coca-Cola, Sanofi, VW und Commerzbank. Du vermutest, dass der deutsche Bankensektor schwächer werden wird. Darum eröffnest du eine Short-Position für die Commerzbank, um dich gegen einen kurzfristigen Rückgang des Aktienkurses der Commerzbank abzusichern. Natürlich behältst du die Commerzbank-Aktie weiterhin in deinem Anlageportfolio, da du einen mittel-/langfristigen Anlagehorizont hast.

Eine andere Möglichkeit der Absicherung wird darin bestehen, dein gesamtes Portfolio mit CFDs auf einen Index, statt auf eine einzelne Aktie abzusichern. So könntest du etwa den DAX-30-Index als CFD shorten.

Wo kann man CFDs kaufen?

Da sich CFDs in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen, hat sich eine spezialisierte Art von Brokern, die sogenannten CFD-Broker entwickelt. CFD-Broker sind meist ausschließlich auf das Anbieten von  Differenzkontrakten auf verschiedene Anlageklassen  spezialisierte Finanzdienstleister.

Immer mehr Regierungen haben sich um die Regulierung und behördliche Aufsicht des Geschäfts mit CFD-Brokern bemüht, um Anlegern einen vertrauenswürdigen gesetzlichen Rahmen zu schaffen. Vor allem in Zypern und Großbritannien hat man sich dieses Themas angenommen, weshalb die besten Broker von der:

  • Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) und der
  • Financial Conduct Authority (FCA) reguliert und lizenziert werden.

Wir haben Dutzende von CFD-Brokern getestet und unsere klaren Testsieger sind dabei eToro und Plus500.

CFD-Handel bei eToro

etoro logoDie Trading Plattform eToro hat seinen Sitz in Zypern und wird folglich von der CySEC reguliert und lizenziert. Hier profitierst du von einer gesetzlichen Einlagensicherung bis zu 20.000 € (durch den Investor Compensation Fund – ICF).

Bei eToro kannst du CFDs auf Aktien (in 16 Ländern in Europa, USA und Hongkong bzw. Japan), Devisen, Indizes, Kryptowährungen und wichtige Rohstoffe wie Rohöl, Kupfer, Gold, Silber oder auch Erdgas handeln.

Der mögliche Hebel hängt vom gewählten Basiswert ab:

  • CFDs auf Devisen und Indizes haben einen maximalen Hebel von 1:20,
  • Aktien einen maximalen Hebel von 1:10,
  • bei Kryptowährungen gibt es einen 1:2 Hebel.

eToro ist vor allem für seine Social Trading-Funktion bekannt. Als Trader kannst du die erfolgreichsten Trader auf der Plattform kopieren und deren Trades automatisch replizieren. Analysiere die vergangene Performance dieser Trader, finde deinen Favoriten und weise Kapital zu, mit dem das Handelsverhalten des Traders gespiegelt wird.

  • Außerdem kannst du dich direkt mit anderen Tradern aus aller Welt über einzelne Vermögenswerte, Marktentwicklungen und Trades- bzw. Anlagestrategien austauschen.
  • eToro finanziert sich ausschließlich durch geringe Spreads, du kannst also selbst provisionsfrei Aktien kaufen. Bei gehebelten Trades entstehen Overnight-Gebühren ab 7 %.
  • eToro ergänzt sein Angebot durch ausführliche Anleitungen, Trading-Leitfäden und Schulungsvideos, mit denen auch Einsteiger den CFD-Handel lernen und meistern können.
  • Der deutschsprachige Kundenservice kann Montag bis Sonntag per Telefon oder Live-Chat konsultiert werden.

75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

CFD-Handel bei Plus500

Plus500 ist der meistgenutzte CFD-Broker Deutschlands, der Anbieter wird von der CySEC und der FCA reguliert und lizensiert. Es gibt durch den Investor Compensation Fund eine gesetzliche Einlagensicherung in der Höhe von 85.000 £ pro Person und Unternehmen.

Auch Plus500 verrechnet Nutzern günstige Spreads, auf Provisionen wird verzichtet. Länger geöffnete, gehebelte Trades verursachen Overnight-Gebühren von 7 % oder höher, je nach Vermögenswert.

Besonders groß ist die Auswahl von mehr als 60 Devisen-CFDs und Aktien-CFDs aus Deutschland, Österreich, Schweiz und 12 weiteren Ländern sowie den USA:

  • Bei Devisen und Indizes liegt der maximale Hebel bei 1:20,
  • bei Aktien bei 1:10,
  • Kryptos können immerhin mit 1:2 gehebelt werden.

Handelsplattform und Trading App zeigen sich im schlichten blau-weiß Design. Über die Navigationsleiste am linken Bildschirmrand gelangt man rasch zu den einzelnen Märkten und Profil-Einstellungen. Nach Auswahl des gewünschten CFDs lässt sich rechterhand der Kurschart anzeigen und die Kauf- oder Verkaufsposition eingeben.

  • Bei Plus500 kannst du mit einem Klick zwischen kostenlosem Demokonto und Live-Konto wechseln. Du kannst hier online im Browser oder auf dem Smartphone handeln.
  • Plus500 unterstützt seine Trader mit einem einem Trader Guide  sowie Erklärvideos und Handbüchern in deutscher und englischer Sprache.
  • Bei Fragen kann die FAQ-Sektion oder der deutschsprachige Kundenservice von Montag bis Freitag während der Handelszeiten per E-Mail oder im Live-Chat erreicht werden.

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Fazit

Es gibt viele gute Gründe, den CFD-Handel lernen zu wollen. Als Derivate basieren CFDs auf Basiswerten wie Aktien, Devisen, Indizes, Rohstoffen oder auch Kryptowährungen. Anleger und Trader können  von der Kursentwicklung profitieren, ohne den Basiswert physisch erwerben und verwahren zu müssen.  Durch Eingehen von Käufer- und Verkäuferposition kann mit steigenden oder fallenden Kursen verdient werden.

Die Möglichkeit, CFDs mit Leverage zu handeln, ist Segen und Fluch zugleich. Nach Hinterlegung der Margen kann man CFD-Broker Kapital geliehen und die eigene Exposition erhöht werden. Leverage verstärkt Gewinne und Verluste rasant, weshalb der CFD-Handel hoch riskant sein kann. Es ist ratsam, sich langsam und in kleinen Schritten zum Eingehen gehebelter Positionen vorzutasten.

hat. Im Endeffekt hat dies auch einen Einfluss auf das Endprodukt, die eigene Website.

CFDs kaufen kann man bei spezialisierten CFD-Brokern, die Online-Trading und Mobile Trading bieten auf einer Handelsplattform, die einfach und intuitiv zu bedienen ist. Unsere klare Empfehlung sind die seriösen CFD-Broker eToro und Plus500.
 eToroPlus500
eToro LogoPlus500 Logo
SitzZypernZypern, GB
RegulierungCySEC
FCA
CySEC
FCA
FSCA
Max. Hebel1:201:20
GebührenSpreadsSpreads
Mindest-
einzahlung
200 Euro100 Euro
Einzahlungs-
gebühr
0 Euro0 Euro
Auszahlungs-
gebühr
5 Euro0 Euro
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75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

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Letztes Update:

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

Christian Brandstötter

MMSc. Christian ist Anfang 2015 auf das Thema Kryptowährungen gestoßen und beschäftigt sich als Autor und Enthusiast seither intensiv mit den Themen Kryptowährungen, Blockchain und STOs.