„Die meisten verlieren ihr ganzes Geld“: Ripple-Chef warnt vor Investitionen in Dogecoin

Ripple-Chef Chris Larsen spricht im Interview über Elon Musks Dogecoin-Befürwortung und warnt Investoren vor den Folgen einer Investition.

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Dogecoin in der Abwärtsspirale?

Dogecoin (DOGE) war DER Überraschungshit während Bitcoins jüngstem Bull-Run: Der ursprünglich als Scherz-Währung konzipierte Coin konnte durch die wiederholte Befürwortung von Tesla-CEO Elon Musk am 8. Mai ein Allzeithoch in Höhe von 0,73 Dollar erreichen. Seitdem sieht sich der DOGE-Kurs wie viele andere Coins in der Krypto-Top-50 einem konstanten Rückgang ausgesetzt. Aktuell notiert DOGE bei 0,20 Dollar, ein Rückgang von mehr als 72% – und Ripple-Vorsitzender Chris Larsen glaubt, dass die Meme-Währung noch weitere Verluste sehen könnte.

Wie Cryptoslate ursprünglich berichtet, hält Larsen eine Investition in Dogecoin für „Glücksspiel“ – mit ebenso ungewissem Ausgang. Der Grund: hauptsächlich Tesla-CEO Elon Musk. Larsen äußert im „The FinanZe Podcast“ die Befürchtung, dass Musks DOGE-Befürwortung genauso schnell ins Gegenteil kippen könnte wie seine Einstellung zu Bitcoin.

Monatelang wurde die Kryptowährung Nummer 1 von Musk beworben, die Befürwortung gipfelte schlussendlich im 1,5-Milliarden-Dollar-Bitcoin-Kauf durch Tesla. Dann folgte Musks zwischenzeitlich berühmt-berüchtige Bitcoin-Umweltkritik – und lange kein gutes Wort mehr zum Thema Bitcoin. Ob es bei Dogecoin genauso kommt?

Aktuell wirbt Musk zwar sogar in seinem Twitter-Profilbild wieder mit Dogecoin (in seiner Sonnenbrille spiegelt sich das Dogecoin-Maskottchen) – doch Larsen zufolge könnte es sich hierbei erneut um nur ein Strohfeuer handeln.

Wendet sich Elon Musk gegen Dogecoin?

Der Ripple-Chef:

„Seine Beteiligung an Kryptowährungen war seltsam. Irgendwie willkürlich. Erst war er ganz groß bei Bitcoin, dann ließ er ihn einfach im Stich. Ich denke, er hat ihn aus den richtigen Gründen aufgegeben, aber woah. Wenn du also ein Bitcoin-Maximalist bist, wirst du dich deswegen ziemlich schlecht fühlen, oder? Das Gleiche könnte morgen mit Dogecoin passieren…“

Larsens Einschätzung zufolge ist der DOGE-Kauf lediglich ein Glücksspiel: Wer aufgrund von Memes und Tweets von Elon Musk in ein Asset investiert, so seine Warnung, sollte sich darüber im Klaren sein. Larsen:

„Wenn du dich auf DOGE einlässt, wegen der Sache mit dem „Mond“ und Elon, dann solltest du dir darüber im Klaren sein, dass du zockst. Da gibt es keinen Unterschied zu einer Reise nach Las Vegas, außer dass deine Zuhörer wohl noch nicht nach Las Vegas fahren können. Aber du zockst schlicht und einfach, und die meisten Leute, die zocken, verlieren ihr ganzes Geld.“

Es mag zutreffen, dass einer Investition in Dogecoin in der Regel nicht die weitreichendsten Rercherchen vorausgehen und viele Anleger tatsächlich nur aufgrund der Befürwortung durch Elon Musk in die Meme-Währung eingestiegen sind. Allerdings wurden viele Menschen, insbesondere frühe Investoren, durch Dogecoin auch reich. Ganz davon abgesehen ist die DOGE-Story noch nicht zuende – und Elon Musk dürfte für den Coin noch einiges in petto haben.

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Jannis GrunewaldExperte für Kryptowährungen

Jannis Grunewald schreibt seit mehr als acht Jahren über Kryptowährungen und Technologie-Trends. Erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen ist er 2015 als Inhaber einer Digitalagentur; mittlerweile gibt's für ihn kaum einen Tag ohne BTC, ETH und Co. Ob technische Analyse, Krypto-Trading, NFTs oder Web 3.0 – Jannis besitzt ein breites Fachwissen über moderne Finanz- und Wirtschaftsthemen, setzt dies auch entsprechend ein: Er führt Interviews mit bekannten Persönlichkeiten der Krypto-Branche, kommentiert Entwicklungen, schreibt Prognosen, News und Analysen. Der gefragte Autor ist hervorragend in der Szene vernetzt, zudem regelmäßiger Gast auf Krypto- und Blockchain-Konferenzen weltweit. Sie finden Jannis' Publikationen in führenden Fachmagazinen – beispielsweise auf Finanzen.net, Cryptonews.com, Kryptoszene oder Business2Community.

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