Bearishe These: Ist Bitcoins Stock-to-Flow-Modell wirklich „fehlerhaft“?

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Bitcoin knackt $43k – und ein On-Chain-Analyst bezeichnet Bitcoins populäres Stock-to-Flow-Preisvorhersagemodell als „fehlerhaft“. Wie kommt er darauf?

Keine sechsstelligen Preise für Bitcoin?

Bitcoin-Preisprognosen sind in der Krypto-Industrie so beliebt wie zahlreich. Eine der meistzitierten Methoden, um den künftigen Bitcoin-Preis zu bestimmen, ist das sogenannte Stock-to-Flow-Modell (S2F). Das gibt es schon länger für herkömmliche Assets wie Gold, umgemünzt auf Bitcoin hat es im März 2019 der pseudonyme Analyst „PlanB“ – mittlerweile eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Branche.

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Doch wieso glauben viele, dass das Modell den künftigen Bitcoin-Preis vorhersagen kann? Hierzu kurz eine Erklärung, wie Bitcoins Stock-to-Flow-Modell funktioniert: Das Stock-to-Flow-Verhältnis bezeichnet die Menge einer Ressource (Stock), die in Reserven gehalten wird – etwa Bitcoin –, geteilt durch die Menge, die davon pro Jahr produziert wird (Flow). Bitcoin wird hier gleichgestellt mit seltenen Rohstoffen wie Gold. Hinzu kommt allerdings, dass im Laufe der Zeit immer weniger Bitcoins ausgegeben werden. Das ist bedingt durch die sogenannten Halvings bzw. Halbierungen.

Einfach ausgedrückt: Bitcoin ist rar, und alle vier Jahre reduziert sich die Menge der neu geschaffenen Bitcoins um 50%. Das, so Befürworter des Modells, wirke als gut berechenbarer Preistreiber. PlanB beschreibt die Funktionsweise des Modells in diesem englischsprachigen Beitrag ausführlich.

Bitcoins Stock-to-Flow-Modell dürfte sich insbesondere auch deshalb so großer Beliebtheit erfreuen, weil es für BTC sechsstellige Preise vorhersagt: Das Kursprognosemodell sieht Bitcoin bis 2024 entweder 100.000 Dollar oder 288.000 Dollar erreichen.

Der CEO der Analyse-Firma CryptoQuant ist diesbezüglich allerdings nicht ganz so optimistisch. Er sagt: Bitcoins Stock-to-Flow-Modell ist fehlerhaft – und die Kryptowährung Nummer 1 nach Marktkapitalisierung werde möglicherweise nicht wie vorhergesagt auf sechsstellige Preise steigen.

PlanB: „Wie nach der Uhr“

In einem neuen Interview erklärt Ju:

„Ich denke, dass das S2F-Modell in Bezug auf die Nachfrageseite fehlerhaft ist. Dieses Modell basiert auf Knappheit, und Knappheit hat mit der Angebotsseite zu tun.“

So hätten beispielsweise die aggregierten BTC-Reserven aller Börsen sowohl angebots- als auch nachfrageseitige Faktoren. Wenn die Leute Bitcoin verkaufen wollen, schicken sie sie an die Börsen – und wenn nicht, gehen die Coins von den Börsen in die selbstverwahrten Wallets zurück, so Ju. Eine Lösung für den Designfehler hat der On-Chain-Experte auch für PlanB parat:

„Wenn PlanB einige Variablen hinzufügt, um nachfrageseitige Faktoren zu erkennen, kann das Modell meiner Meinung nach genauer sein.“

S2F-Erfinder PlanB hingegen scheint für mehr Präzision keinen Bedarf zu sehen. Der Holländer kommentiert in einem Tweet: Bitcoins Juli-Monatsschluss bei 41.490 Dollar befindet sich perfekt im Einklang mit dem Stock-To-Flow-Modell. „Wie nach der Uhr“, so sein Kommentar.

Bitcoin befindet sich dem S2F-Modell zufolge also nach wie vor auf dem Weg zu Preisen jenseits von 100.000 Dollar – und die jüngste Explosion über 43.000 Dollar scheint das zu bestätigen. Falls du dir selbst einen Eindruck von S2F verschaffen möchtest: Hier findest du einen Live-Chart des Modells.

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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