Maker Token: Funktionsweise, MKR Coin Mining & Prognosen

Maker Token: Funktionsweise, MKR Coin Mining & Prognosen
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Kryptowährungen haben einen großen Nachteil: hohe Fluktuation bzw. geringe Stabilität. Darum sind in den letzten Jahren mehrere Stablecoins wie USD-Tether entstanden. Sie sollen durch Kopplung an einen realen Basiswert Stabilität gewährleisten. Allerdings wird USD-Tether von einem zentralen Unternehmen gesteuert, das geringe Transparenz bietet und um das es zahlreiche Kontroversen gibt.

Das auf der Ethereum-Blockchain gebaute Projekt Maker ist eine dezentrale autonome Organisation, die eine dezentrale und trustless Stablecoin namens DAI schafft, um genau dieses Problem zu eliminieren.

Was ist Maker?

Maker ist eine dezentrale autonome Organisation (DAO), die durch eine Reihe von Smart Contracts und Oracles besicherte Kredite bereitstellt und den Benutzern Zugang zu Darlehen ohne zentrale Kontrollinstanz gewährt.

Maker nutzt hierfür die Ethereum-Blockchain, um mit dem Maker-Token (einem ERC-20-Token) die Steuerung seiner Stablecoin DAI zu steuern und verwalten. Um die Funktionsweise von Maker zu verstehen, muss man das Konzept einer Collateralized Debt Position (CDP) verstehen.

Dabei wird gegen Hinterlegen von ETH als Sicherheit ein CDP als Finanzinstrument ausgegeben, dessen Kreditsumme in der Stablecoin DAI ausgegeben wird. Die hinterlegten ETH bleiben solange verschlossen, bis die ausgegebenen DAI zurückgezahlt werden.

Welches Problem will DAI lösen und wofür benötigt man DAI?

Die Idee hinter Maker DAI ist es eine sogenannte Trustless Stablecoin zu schaffen. Eine Stablecoin bezeichnet im allgemeinen eine Kryptowährung, deren Coins an einen zugrundeliegenden Basiswert gekoppelt ist. Dieser Basiswert kann ein physisches Gut sein, wie z.B. Gold, Silber, Diamant oder aber auch eine herkömmliche stabile Fiat-Währung wie z.B. der US-Dollar, EUR, Yen oder Schweizer Franken. Der Sinn einer Stablecoin ist es, das Problem der hohen Volatilität von Kryptowährungen zu eliminieren.

Allerdings gibt es ein großes Manko bei den meisten aller bestehenden Stablecoins wie z.B. USD-Tether oder Gemini: diese Stablecoins werden von einer zentralen Organisation gesteuert und verwaltet. Das ist in der Regel erforderlich, weil sich eine Organisation um die Verwaltung der Reserven bzw. des Basiswerts kümmern muss. Wie man bei der Kontroverse rund um die USD-Tether Corp., das Unternehmen hinter dem weltweit beliebtesten Stablecoin USDT gesehen hat, ist dies mit großen Problemen verbunden.

Man muss der Organisation nämlich vertrauen, dass sie tatsächlich die deklarierten Reserven hält – was bei USDT etwa nicht der Fall war. Zudem widerspricht eine solche Konstruktion dem hohen Ideal der Trustlessness in der Blockchain- und Krypto-Szene.

Das besondere an Maker DAI ist, dass durch die Implementierung von Smart Contracts eine Dezentrale Autonome Organisation entsteht, in der kein menschliches Zutun mehr erforderlich ist, um die Stablecoin DAI zu verwalten. Kurzum kombiniert DAI also die Stabilität einer Stablecoin mit der Trustlessness einer dezentralen Blockchain um einen einzigartigen und wertvollen Mehrwert zu bieten.

Tatsächlich ermöglicht Maker DAI jeder beliebigen Person, ihre ETH als Sicherheit zu hinterlegen und damit neue DAI-Token durch Erstellung einer CDP zu nutzen (in Zukunft sollen weitere Kryptowährungen bzw. Basiswerte als Sicherheit dienen können).

Wenn ein Nutzer einen Basiswert bzw. eine Sicherheit – aktuell kann hierfür nur Ethereum verwendet werden – in einem Ethereum Smart Contract einzahlen, dann wird ein Teil des Wertes dieser Vermögenswerte in neu erstellten DAI an den Einzahlenden ausgegeben. Der Nutzer kann diese DAI anschließend am Sekundärmarkt – bei zahlreichen Krypto-Exchanges – gegen andere Kryptowährungen oder Fiat-Währungen handeln.

Wofür könnte man eine solche CDP verwenden?

In erster Linie liegt der Wert darin, dass man Liquidität erhalten kann, ohne den Besitz seiner ETH-Token aufgeben zu müssen. Allerdings muss man immer mehr als 150% des Wertes der erhaltenen DAI-Stablecoins in ETH hinterlegen, damit DAI vor Wertverlust geschützt ist.

Maker Token benötigt man, um diese Transaktionen via Smart Contracts durchzuführen. Bei der Zurückzahlung von DAI bzw. dem Schließen der CPD wird zusätzlich auch die Stabilitätsgebühr in MKR bezahlt. Bei jeder Transaktion werden MKR vernichtet („burned“) was also bedeutet, dass die im Umlauf befindlichen MKR Coins mit der Zeit immer weniger werden. Umso beliebter MKR bzw. DAI wird, desto höher die Nachfrage nach MKR und gleichzeitig auch die Anzahl an MKR, die vernichtet wird – in der Folge kann dies zu einem starken Anstieg des MKR Kurs führen.

Wie funktioniert das Mining?

Das Thema Mining ist bei MKR anders auszulegen als bei klassischen Kryptowährungen. Wenn man unter Mining die Erstellung bzw. Ausgabe neuer Tokens versteht, dann geschieht dies bei MKR immer dann, wenn ein neuer Collateralized Asset mittels Smart Contract in einer CPD hinterlegt wird und DAI in entsprechender Höhe ausgegeben werden.

Bei Maker ist es also nicht möglich, sich als privater Nutzer als Miner im Netzwerk zu beteiligen und somit Maker zu verdienen.

Wie hängen Maker, MKR Coin und DAI zusammen?

Die Maker Blockchain nutzt den nativen MKR Token, um Transaktionen auf der Blockchain durchzuführen und zu finanzieren. Im Vordergrund steht allerdings die Ausgabe von DAI Token durch die Erstellung von Collateralized Debt Positions.

Der Besitz von MKR Token ist erforderlich, um bei der Zurückzahlung die Stabilitätsgebühr für erstellte CDPs zu begleichen. Außerdem sind MKR Token notwendig, um bei der Entscheidungsfindung in der Maker Community mitzumachen und Stimmen abzugeben, sowie um beim Management der hinterlegten Sicherheiten (Collaterals) mitzuwirken. Diese Konfiguration sorgt dafür, dass die Inhaber von MKR Token auch incentiviert sind, stets für eine positive Entwicklung des Maker-Projekts zu stimmen.

Wer benutzt das MKR Netzwerk?

Es gibt aktuell drei wichtige Anwendungsfälle für das MKR Netzwerk, nach denen sich auch die im Netzwerk aktiven Akteure richten. MKR bzw. DAI wird in erster Linie a) zum Schaffen von Liquidität genutzt ohne Kapitalertragssteuer zahlen zu müssen, b) einen günstigen Krypto-Kredit zur Zurückzahlung von teuren Fiat-Krediten zu nutzen und c) von Krypto-Tradern zum Hebeln ihrer bestehenden ETH verwendet. All diese Akteure nutzen ETH, die sie aktuell nicht verkaufen oder anderwertig verwenden wollen, für einen dieser Anwendungsfälle:

  • Schaffen von Liquidität bei Umgehen von KESt: wer mit Kryptowährungen Geld verdient und diese anschließend verkauft, der muss in der Regel KESt zahlen. Wer aktuell einen guten Gewinn gemacht hat, möchte angesichts der hohen Volatilität von Kryptowährungen wie Ether wahrscheinlich seinen Gewinn sichern. Maker bzw. DAI bietet hierfür eine großartige Lösung, weil Ethereum hinterlegt und im Gegenzug an den Kurs des US-Dollar gekoppelte DAI erhalten werden können. Somit erhält man sein Geld in einer stabilen Kryptowährung und muss keine Steuer zahlen während man dennoch von seinen Gewinnen beim Krypto-Trading profitieren kann.
  • Günstiger Krypto-Kredit zur Rückzahlung von teuren Fiat-Krediten: ein ganz anderer Anwendungsfall ist die Aufnahme eines günstigen Krypto-Kredits – möglich um knapp 0,5% Zinsen – zur Rückzahlung von fälligen teuren Fiat-Krediten, die häufig zwischen 7-20% ausmachen können. In diesem Fall kann man durch Hinterlegen seiner ETH äußerst günstig an einen Kredit kommen und teure Kreditgebühren bei klassischen Banken vermeiden.
  • Hebeln von bestehenden ETH-Token: Krypto-Trader setzen auch auf Maker bzw. DAI, wenn sie davon ausgehen, dass der ETH-Kurs unterbewertet ist und in nächster Zeit steigen wird. Hierfür hinterlegen sie einige ETH bei Maker, erstellen damit einen CDP und erhalten damit DAI, die sie gegen weitere ETH traden können. Sie hebeln also ihre bestehenden ETH, die sie weiterhin behalten, um weitere ETH zu erhalten und von deren Kursanstieg zu profitieren.

Eine weitere, vierte Gruppe, die ebenfalls Maker-Token kauft sind interessierte Krypto-Anleger, die selbst keine CDP erstellen und DAI halten wollen, aber das Projekt für spannend und lukrativ halten, weshalb sie an Exchanges MKR-Token in Erwartung einer zukünftigen Kurssteigerung erwerben.

Wie funktioniert das MKR Wallet?

Als eine auf Ether (ETH) basierte Stablecoin handelt es sich bei DAI um einen ERC-20 Token. Dieser von Ethereum begründete Token-Standard sorgt dafür, dass du DAI Token in jedem ERC-20-fähigen Wallet halten kannst. Egal, ob es sich dabei um ein Online Wallet, Desktop Wallet, Mobile Wallet oder Hardware Wallet handelt. Aus Sicherheitsgründen raten wir dir allerdings stets dazu, langfristiges Halten von MKR-Token nur in einem Hardware Wallet vorzunehmen.

Wenn du hingegen nur kurzfristig MKR Token halten und traden willst, dann kannst du sie für diesen Zeitraum auch in deinem MKR Wallet beim Exchange behalten. ßVergiss aber niemals, dass Wallets bei Exchanges – auch wenn unwahrscheinlich – gehackt werden könnten.

Einen Überblick über unsere empfohlenen ERC-20-Wallets erhältst du in unserem ausführlichen Wallet Test.

Wie sieht der aktuelle MKR Kurs und die Marktkapitalisierung aus?

Maker Kurs | Aktueller MKR Kurs in Euro (EUR), Schweizer Franken (CHF) & US Dollar (USD)

Maker Chart und Diagramm

Dieser Echtzeit-Chart zeigt den aktuellen Euro-Kurs der Kryptowährung MKR an. Zudem können längere Zeiträume für den Maker-Preis ausgewählt werden.


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Wie ist die Prognose für MKR?

Natürlich ist es immer schwierig, vorherzusagen, wie sich eine Kryptowährung in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird. Wir wollen hierfür zunächst die kommenden Meilensteine betrachten und uns dann ansehen, welche Prognosen bekannte Analysten und Trader für die Coin abgegeben haben.

Als mögliche Gefahr für eine positive Entwicklung des MKR Kurs kann der aktuelle Preisverfall von ETH gesehen werden. Maker und DAI sind eng mit der Ethereum-Blockchain verwoben. Darum können sich ein Vertrauensverlust oder technische Probleme mit der Ethereum-Blockchain auch tendenziell negativ auf Maker auswirken. Da bei Ethereum für 2019 noch wichtige technische Updates bevorstehen, sind diese auch im Hinblick auf Maker im Auge zu behalten.

Eine große Chance für Maker ist, in naher Zukunft auch weitere Basiswerte – nicht bloß ETH – in das System zu integrieren. So würde man von ETH unabhängiger und könnte mehr Stabilität schaffen. Zudem würde man durch eine breitere Vielfalt an Werten neue Nutzer gewinnen. Weiters kann die Kontroverse um die führende Stablecoin USD-Tether den Zustrom zur aktuell einzig wirklich dezentralen Stablecoin Maker / DAI ansteigen lassen. Allerdings ist anzumerken, dass bereits seit Start des Projektes 2017 davon gesprochen wird, dass eine Vielzahl von Vermögenswerten hinterlegt werden können, sich seither allerdings nichts getan hat.

Das obwohl Maker das bisher erfolgreichste Projekt eines ERC20-Tokens ist und sich entgegen vielen mehr oder weniger gescheiterten Projekten wirklich am Markt positionieren konnte. Es bleibt also die Frage offen, warum seither keine weiteren Vermögenswerte mit aufgenommen wurden. Auch der Webseite und dem Blog von Maker sind keine Informationen diesbezüglich zu entnehmen – gut möglich, dass fleißig daran gearbeitet wird, doch leider tappt man da als Leser bzw. interessierter Nutzer weiterhin im Dunkeln.

Die Prognosen einiger Krypto-Analysten fallen dabei durchaus sehr unterschiedlich aus:

  • Das Team von Changelly sieht einen bullischen Trend für MKR und stuft es als verlässliche langfristige Investition ein. So hält man es für möglich, dass der MKR Kurs 2019 am Jahresende sogar die 1000-USD-Marke übersteigen könnte – und sich der Anstieg auch 2020 noch fortsetzen könnte.
  • Bei Cryptonewsz setzt man auf eine solide technische Analyse, um den zukünftigen MKR Kurs zu prophezeien. Hier sieht man eine positive Kursentwicklung auf knapp 1000 USD bis Ende 2019, 2020 seien gar 1300 USD und im 5-Jahres-Trend das Knacken der eindrucksvollen 2000-USD-Marke möglich.
  • Sehr nüchtern hingegen schätzt das Team von Digital Coin Price ein, dass Maker bis zum Jahresende sogar an Wert verlieren wird und bei 491.92 USD stehen wird. Für 2020 hingegen sieht man einen Preisanstieg auf knapp 617 USD voraus, der sich langfristig intensivieren wird.

Der Kauf von Maker MKR bei eTorox in drei Schritten

1. Account erstellen und verifizieren

Im ersten Schritt erstellst du einen Account bei eTorox, der Kryptobörse von eToro. Mit diesen Account werden wir später Maker MKR kaufen. Mit diesem Link kommst du zur Anmeldung, bei der du mit deiner E-Mail Adresse und einem Passwort deinen Account erstellst.

etorox-anmeldung

Anschließend bekommst du eine E-Mail, in der du die Anmeldung bestätigen musst. Anschließend muss der Account verfiziert werden, dazu müssen Telefonnummer, Tradingerfahrung, Einkommen und ein paar weitere Angaben gemacht werden – dies verlangt die Aufsichtsbehörde.

etorox Anmeldung Schritt 2

2. Geld oder Kryptowährung einzahlen

Ist der Account verifiziert, so kann man nun entweder FIAT Geld oder Kryptowährungen einzahlen. Für beide Einzahlungsoptionen geht man auf den Reiter “Balance” und wählt dann die Zahlungsweise aus, mit der man Einzahlen möchte.

In unserem Beispiel zahlen wir ETH ein, klicken als auf ETH und bekommen dann angezeigt, auf welche Adresse wir die Ether senden sollen:

Einzahlung etorox

3. Maker MKR kaufen

Kauf von Krypto bei etoroxIst die Zahlung angekommen, kannst du nun Kryptowährungen im Menüpunkt “Exchange” kaufen. Dazu wählst du im oberen Reiter die Ausgangs sowie die Zielwährung aus.

Anschließend trägst du ein, wieviel du zu welchem Preis kaufen möchtest.

Den Kauf bestätigst du mit einem Klick auf den Button “Buy”. Hier siehst du auch nochmal, welche Währungen du tauschst.

Wenn du deinen Kauf getätigt hast, kannst du im Menü “Reports” in den Reitern “My Trades” bzw. “Open Orders” den Status deines Einkaufs nachverfolgen.

Und das war es auch schon, die Maker MKR tauchen in deinem Wallet auf, sobald die Transaktion bestätigt ist.

 

eToro ist eine Multi-Asset-Plattform, die Investitionen in Aktien und Kryptowährungen sowie das Trading von CFD-Anlagen anbietet.

CFDs sind komplexe Finanzinstrumente. Wegen der Hebelwirkung tragen sie ein hohes Risiko, Geld schnell zu verlieren. 75 % der Konten von Privatinvestoren verlieren beim Trading von CFDs bei diesem Anbieter Geld. Bitte beachten Sie, sich über die Risiken des CFD-Handels im Voraus zu informieren, da hohe Verluste nicht ausgeschlossen werden können.

Diese Hinweise sind nur für Ausbildungszwecke gedacht und sollten nicht als Anlageberatung angesehen werden.

Kryptowährungen sind nicht reguliert und ihre Preise können stark schwanken. Deshalb eignen sich Kryptowährungen nicht für alle Investoren. Das Trading von Kryptowährungen unterliegt keinerlei Aufsicht durch die EU-Regulierungsbehörden. Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt.

Eine Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt nicht auf zukünftige Ergebnisse schließen. Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. CFD-Trading.

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Christian Brandstötter

Christian ist Anfang 2015 auf das Thema Kryptowährungen gestoßen und beschäftigt sich als Autor und Enthusiast seither intensiv mit den Themen Kryptowährungen, Blockchain und STOs.