Erst Europa, jetzt Hongkong: Auch in der Metropole stellt Binance ab sofort das Derivate-Trading ein

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Die Krypto-Börse Binance hat bekanntgegeben, in der Sonderverwaltungszone Hongkong ab sofort kein Derivate-Trading mehr anzubieten. CEO Changpeng Zhao spricht von „proaktiver Compliance“.

Binance will proaktiv handeln – nicht nur reagieren

Da wollte wohl jemand den Behörden zuvorkommen: Wie die Kryptobörse Binance am heutigen Freitag bekanntgegeben hat, wird sie Nutzern in Hongkong das Trading mit Krypto-Futures und -Optionen nicht mehr anbieten. Mit sofortiger Wirkung ist es neuen Nutzern mit Sitz in Hongkong nicht mehr möglich, Konten bei Binance zu eröffnen, um Krypto-Derivate zu traden. Bestehenden Nutzern soll ein Zeitfenster von 90 Tagen eingeräumt werden, um ihre offenen Positionen zu schließen. Ab wann dieses Zeitfenster gilt, wurde noch nicht gesagt.

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Der Exchange in einer Mitteilung:

„Als Marktführer evaluiert Binance ständig sein Produkt- und Dienstleistungsangebot. Wir werden Hongkong-Nutzer in Bezug auf Derivatprodukte (einschließlich aller Futures, Optionen, Margin-Produkte und gehebelten Token) im Einklang mit unserer Verpflichtung zur Einhaltung der Vorschriften einschränken.“

Und:

„Binance wird die erste große Börse für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte sein, die proaktiv den Zugang zu Derivaten für Nutzer aus Hongkong einschränkt.”

Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao nutzt die Aufmerksamkeit der Stunde und deutet weitere Änderungen dieser Art an. Auf Twitter schreibt er seinen 3,1 Millionen Followern:

„Binance wechselt von reaktiver Compliance zu proaktiver Compliance. Bleiben Sie dran.“

CZ: Regulierung macht Krypto „unverzichtbar“

 Damit gemeint sein dürfte: Anstatt sich Woche für Woche von Regulierungsbehörden zurechtpfeifen zu lassen, wird der nach Volumen weltgrößte Exchange nun eigenständig aktiv und „reguliert“ sich in einer Art vorauseilendem Gehorsam selbst. Zhao hatte in einem offenen Brief bereits vor einigen Wochen betont, dass er Regulierung für „ein positives Zeichen“ hält.

„Ich glaube, dass ein gut entwickelter rechtlicher und regulatorischer Rahmen langfristig eine solide Grundlage sein wird, die Krypto im täglichen Leben eines jeden wirklich unverzichtbar macht.“

Damit die Krypto-Industrie weiter wachsen könne, sei die Entwicklung von Standards entscheidend, so der Unternehmer. CZ:

„Und Binance möchte einen positiven Beitrag leisten.“

Hierfür hat der Exchange nach eigener Aussage beispielsweise sein internationales Compliance-Team und seinen Beirat seit 2020 um 500% erweitert. Man wolle sich auch weiterhin bemühen, mit den Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten, um „ihren Anliegen gerecht zu werden“. Man wisse, dass man sich gemeinsam mit der gesamten Branche „an einem Wendepunkt“ befinde.

Auch die Einstellung des Derivate-Tradings sei im Sinne der breiteren Krypto-Industrie erfolgt:

„Unser Ziel ist es, ein nachhaltiges Ökosystem rund um die Blockchain-Technologie und digitale Vermögenswerte zu schaffen, und wir hoffen, dass diese Bemühungen langfristig zum Wachstum der Branche auf dem lokalen Markt beitragen werden.“

Der Binance-Token Binance Coin (BNB) reagiert auf die Nachricht bislang kaum, der Kurs konnte binnen 24 Stunden um 1,8% zulegen.

Der Binance-Kurs nach Bekanntwerden der Nachricht. Quelle: Coinmarketcap.com

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Zuletzt aktualisiert am 6. August 2021

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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